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Re: Wacholderrettung
Verfasst: 23.10.2011, 19:07
von Galighenna
Hmm also wenn am Rücken eine Quer-Macke ist dann sind an der stelle Holzfasern durchtrennt. Wenn dann das Holz gebogen wird, hebt sich doch meist ein Span ab. Oft kommt es dadurch dann zum plötzlichen und recht heftigen Bruch.
Da hätte NICHTS geholfen, ausser ein Pflaster das die Fasern unten hält.
Dieses burnishing halte ich persönlich für Mumpitz. Warum sollte das Verdichten von Holz dagegen helfen, das sich durchtrennte Fasern nicht aufstellen...
Man kann natürlich einen neuen WA anspleißen, klar. Der Spleiß muss im Griff liegen. Irgendjemand hatte sogar schonmal einen Bogen aus 2 verschiedenen gespleißten Hölzern gebaut. Kannste natürlich gerne versuchen. Mehr kaputtgehen kann ja nicht, und du kannst dabei nur mehr lernen
Also auf zum nächsten Experiment. Nach dem Bruch ist vor dem Bogen
PS: Die Stauchbrüche sind, wenn sie direkt in der Nähe des Bruches sind, sicher durch den Bruch entstanden.
Re: Wacholderrettung
Verfasst: 23.10.2011, 19:11
von Gornarak
Galighenna hat geschrieben:Man kann natürlich einen neuen WA anspleißen, klar. Der Spleiß muss im Griff liegen ... Kannste natürlich gerne versuchen. Mehr kaputtgehen kann ja nicht, und du kannst dabei nur mehr lernen
Naja, das war ja ohnehin schon ein gespleißter. Das technische sollte also (hoffentlich) nicht das Problem sein

Re: Wacholderrettung
Verfasst: 23.10.2011, 19:12
von Galighenna
Oh achso *lach* das war mir irgendwie entgangen. Na dann hau rein

Re: Wacholderrettung
Verfasst: 23.10.2011, 19:20
von Gornarak
Galighenna hat geschrieben:Hmm also wenn am Rücken eine Quer-Macke ist dann sind an der stelle Holzfasern durchtrennt. Wenn dann das Holz gebogen wird, hebt sich doch meist ein Span ab.
Naja, vorher hat es ja noch gehalten, ohne dass sich ein Span abgehoben hat. Da ich ja draus lernen will, steht jetzt die Frage im Raum, was daran was geändert hat. Raumtemperatur, Verkürzung der Sehne, Burnishing, zu schnellen erhöhen des Zuggewichts oder Änderung der belasteten Bereiche durch Tillern?
Re: Wacholderrettung
Verfasst: 23.10.2011, 19:24
von Galighenna
Also was das burnishing gemacht hat kann ich nicht wirklich sagen. Der Haltbarkeit zuträglich war das meiner Meinung nach aber wohl nicht.
Aber noch mehr zum Bruch beigetragen hat die verkürzte Sehne (verkürzen war aber bereits angebracht, also wars schon richtig so) und die dadurch veränderte und stärkere Biegung des Holzes.
Wenn das Holz eine Krümmung von x mit Macke gerade noch aushält und du biegst dann weiter, bricht es halt dann auf einmal obwohl es vorher gehalten hat.
Re: Wacholderrettung
Verfasst: 23.10.2011, 19:43
von Gornarak
Galighenna hat geschrieben:Wenn das Holz eine Krümmung von x mit Macke gerade noch aushält und du biegst dann weiter, bricht es halt dann auf einmal obwohl es vorher gehalten hat.
Mich wundert halt, dass es beim gleichen Zuggewicht geschehen ist, das vor der Verkürzung kein Problem war. Wirkt das gleiche Zuggewicht bei unterschiedlicher Sehnenlänge anders?
Re: Wacholderrettung
Verfasst: 23.10.2011, 19:48
von Galighenna
Die Krümmung machts, nicht das Zuggewicht... Weil nicht die Zugbelastung den Span hochkommen läst sondern weil die Krümmung im Holz dafür sorgt das sich die Fasern nicht mehr mitbiegen wollen und sich so vom "Untergrund" ablösen wenn sie können.
Re: Wacholderrettung
Verfasst: 23.10.2011, 20:38
von Gornarak
Ah, jetzt leuchtet das ein.
Re: Wacholderrettung
Verfasst: 29.10.2011, 18:48
von Gornarak
Ich habe den defekten Wurmarm abgetrennt und den Spleiß wieder ausgesägt. Nun wartet der intakte Wurfarm auf einen neuen Kameraden:

- Intakter Wurfarm
Re: Wacholderrettung
Verfasst: 22.01.2012, 13:51
von Gornarak
Das soll übrigens der neue Wurfarm werden. Den geplanten Verlauf hab ich mit Kreide auf der Rinde vorgezeichnet:

- Potentiell neuer Wurfarm