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Re: Einem geschenkten Hobel ...

Verfasst: 16.05.2014, 13:48
von shokunin
Hmmm...
ich zitier' Dich mal von weiter oben...
"...Das R auf den anderen könnte für Oskar Reumschüssel & Co., Steinbach-Hallenberg, Thüringen stehen..."
Ist Oskar Reumschüssel das Selbe wie die Fa. C.S. Reich...oder hab' ich da was überlesen?


Was nun den Hobel angeht...

Naja, wir sind alle keine Hellseher. ;)
Ich hab' bislang Bilder von 3 oder 4 so kleinen Putzhobeln/Schrupphobeln gesehen.
Dass Du 15 Stück hast, und offenbar alle für grobe Arbeit angelegt, geht aus den Bildern nicht hervor.
Da würde ich halt die besten raussuchen und umbauen, bzw evtl einfach nur die besten Eisen nehmen und neue Körper dazu bauen.
Es ist sehr schwer zu helfen wenn man weder weiss worum es geht, weil wir hier in Forum 3/4 der Hobel nicht gesehen haben oder nicht in entsprechendem Detail, noch man wirklich weiss was damit dann eigentlich gearbeitet werden soll.
Und nur weil es viele sind muss es auch nicht automatisch ursprünglich eine Vielfalt gewesen sein. Es kann auch sein es sind Generationen von gleichen Hobeln die sich angesammelt haben weil man nie etwas weggeworfen hat. Das wäre auch sehr typisch für die DDR. Dann hat man halt lauter grobe, gut angenutzte Hobel aufgehoben weil man sie ja vielleicht doch noch braucht...
Daraus Feintischler-werkzeuge "restaurieren" zu wollen ist auch ok ... besonders wenn man auch solche Arbeiten vor hat. Sonst würde ich sie lassen wie sie sind und umbauen wenn Bedarf entsteht.


Zu Eisen-Winkeln usw allgemein...

Bei Putzhobeln ist die Schneide minimal gerundet, das muss absolut so sein wenn man Flächen damit bearbeiten will.
Der Winkel von 45-50 Grad ist in Europa eigentlich Standard. Ich hab auch nur ein paar englische Bestosshobel und kleine Blockhobel die flacher sind.

Re: Einem geschenkten Hobel ...

Verfasst: 16.05.2014, 14:04
von Gornarak
shokunin hat geschrieben:ich zitier' Dich mal von weiter oben...
"...Das R auf den anderen könnte für Oskar Reumschüssel & Co., Steinbach-Hallenberg, Thüringen stehen..."
Ist Oskar Reumschüssel das Selbe wie die Fa. C.S. Reich...oder hab' ich da was überlesen?
Upsi - Asche auf mein Haupt. Firma Reich hatte ich nur in meiner privaten Email-Korrespondenz.
shokunin hat geschrieben:Dass Du 15 Stück hast, und offenbar alle für grobe Arbeit angelebt, geht aus den Bildern nicht hervor.
Ich sollte mehr Smileys verwenden. Das war ne Übertreibung. Es sind tatsächlich "nur" die von den bisherigen Bildern.

Danke für eure Infos. Klasse, was ich hier alles lerne.

Re: Einem geschenkten Hobel ...

Verfasst: 16.05.2014, 16:03
von shokunin
Ja, das mit den Smileys vergisst man gerne wenn man schnell, quasi zwischen Tür und Angel, etwas schreibt. Das liesst ein anderer dann oft anders als es gemeint war ::)

Wie schon gesagt, wenn Du einen der 3 kleinen Hobel "nur mal schnell" etwas feiner machen willst, dann würde ich einfach eine neue Sohle drauf pappen (mit Epoxy ist Oberfläche auch absolut nicht kritisch) und das Maul dann halt etwas kleiner neu ausstechen. Für Kezuroukai wird es evtl nicht ganz taugen, aber für Bogenbasteln wohl schon.

Gruss,
Mark

Re: Einem geschenkten Hobel ...

Verfasst: 16.05.2014, 17:29
von Gornarak
Dann mach ich das erstmal so :)

Re: Einem geschenkten Hobel ...

Verfasst: 19.05.2014, 05:43
von Gornarak
Passend zu meinem Projekt gibts das aktuelle Video von Paul Sellers: https://www.youtube.com/watch?v=I2lvF8-nc_Q

Re: Einem geschenkten Hobel ...

Verfasst: 19.05.2014, 08:02
von FBrueck
von shokunin » Fr 16. Mai 2014, 16:03
...Für Kezuroukai wird es evtl nicht
ganz taugen, ...
@shokunin:
Freddy sacht: "Wie bitte?" ??? Ketzerverbrennung, oder ist das was zum Essen... Das ist der Bahnhof des böhmischen Dorfs!
Versieh solche Posts bitte mit Untertitel.
LG
Frederik

Re: Einem geschenkten Hobel ...

Verfasst: 19.05.2014, 08:09
von FBrueck
Nachtrag:
oder ist kesurokai gemeint?

Re: Einem geschenkten Hobel ...

Verfasst: 19.05.2014, 09:20
von shokunin
Also wenn ich "Kezuroukai" (und, ja, man schreibt ja "phonetisch", die europäisierte Schreibung kann variieren) bei google eingebe, dann sind die ersten 6 Links über japanisches Holzhandwerk - Hobelwettbewerbe um genau zu sein. Es sind sogar 3 Youtube Clips dabei.
Schon probiert...?
Ich dachte das wäre im Bereich der detektivischen Fähigkeiten eines jeden hier, den es interessiert, heraus zu finden was Kezuroukai ist, wenn er das Wort bei google eingibt... :-\

Naja, Kezuroukai sind Hobelwettbewerbe. Es geht darum einen möglichst dünnen, aber dennoch kontinuierlichen Span zu produzieren. Im Rekordbereich muss man da auf Späne von unter 1/100mm kommen, das Ganze, wie gesagt, als kontinuierlicher Span von mehreren Metern Länge. :o
Um im +/- 5/1000 Bereich arbeiten zu können, muss man natürlich einen Hobel haben, der mindestens im selben Toleranzbereich gebaut ist...

Gruss,
Mark

Re: Einem geschenkten Hobel ...

Verfasst: 19.05.2014, 10:30
von FBrueck
Upps, mein Fehler! Google "korrigiert" das automatisch zu kesurokai...
Ist aber auch interessant, ein deutsch-japanisches Handwerker-Treffen...klick mal oben!
Ich frag mich nur, ob's schmerzen würde, statt "Kezuroukai" einfach "Kezuroukai (jap. Hobelwettbewerb)" zu tippen. :D
LG
Frederik

Re: Einem geschenkten Hobel ...

Verfasst: 19.05.2014, 14:39
von shokunin
Ja, das Autokorrekt ist ein Fluch... >:(

Ich hatte durchaus überlegt, ob ich gleich erkläre was Kezuroukai ist...
dann dachte ich aber ich bevormunde den Leser hier mal nicht und kaue ihm gleich alles vor.
Es war gewollt, dass durch den fremden Begriff das Interesse geweckt wird. ;)

Man kann so ja auch viele interessante Dinge finden...
...wie z.B. die von Dir hier verlinkte Seite.
Gerade auch das Blog dazu von Nicola Wood ist nett. Ich kenne Dr Wood sonst nur als "Frau von Robin Wood". Er ist einer meiner Lieblings-Blogger http://www.robin-wood.co.uk
Ich finde es immer spannend was man so findet wenn man so von einem Thema ins andere mäandert.
Wäre doch schade gewesen, Dir den Spass zu nehmen selbst etwas neues zu entdecken, oder? Dafür sind wir doch hier... :)

Gruss,
Mark

Re: Einem geschenkten Hobel ...

Verfasst: 19.05.2014, 15:54
von FBrueck
da hast auch wieder recht...(*knuddel*)
Deshalb ja der Vorschlag, nur die reine Übersetzung in Klammer. Oder wie Du's oft im Kyudo-Board machst mit Kanji/Kana dabei...(*lob*)
Damit wären diese mittlerweile 4(!) OT-Beiträge obsolet (überflüssig)...
Zurück zu Gornaraks Hobeln...
Wenn eh schon neu besohlt wird, kann man ja mal Kunststoff vorschlagen. Ich hatte mal eine Rauhbank mit Nylon-Sohle, die lief wie auf Ölfilm...
LG
Frederik

Re: Einem geschenkten Hobel ...

Verfasst: 19.05.2014, 16:54
von shortRec
Hab hier einen Schlichthobel mit einer Metallsohle. Scheint 4-5mm Alu zu sein. Der läuft auch sehr gut.
Währe eine weitere Möglichkeit...

Re: Einem geschenkten Hobel ...

Verfasst: 19.05.2014, 17:55
von Gornarak
Komm gerade vom Hainbuche aufkleben. Die Vorschläge hab ich also verpasst. Wär aber auch nicht mein Geschmack gewesen.

Re: Einem geschenkten Hobel ...

Verfasst: 19.05.2014, 20:07
von Gornarak
Ich hab ja sowas von Null Ahnung. Um die geschliffene Klinge abzuziehen, habe ich mir diese Polierpaste gekauft: http://www.amazon.de/Unbekannt-Polierpa ... B00149DHQK
Ich dachte, die wäre cremig, aber stattdessen ist sie hart und bröselig. Wie benutzt man sowas???

Re: Einem geschenkten Hobel ...

Verfasst: 19.05.2014, 20:10
von Benedikt
Schmier sie dünn auf einen Lederriemen ( glatte Seite).
Zum Abzuehen ein etwas steileren Winkel nehmen.
Gruß
Benedikt