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Re: Carbonpfeile und Bögen auf Turnieren

Verfasst: 12.07.2013, 21:09
von Karnickel
Ravenheart hat geschrieben:
corto hat geschrieben:...ich seh schon nächstes jahr aufm neubrunn turnier ne ganze reihe mit Compostern in Tapete und nem großen Taschenmesser die sich angrinsen und auf mich warten ;)
Worauf Du wetten kannst! :D :D :D
Ich benenne Dich dann auch freiwillig in "cortine" um.. ;)

Rabe ;D

Ich bringe Backsteine mit ... ;D

Re: Carbonpfeile und Bögen auf Turnieren

Verfasst: 13.07.2013, 11:53
von Ravenheart
...o.k., wir schneiden und Du backst sie Dir.... :D :D :D

Rabe

Re: Carbonpfeile und Bögen auf Turnieren

Verfasst: 13.07.2013, 12:04
von Sateless
Ums mit Nobby Blüm-Lightyear zu sagen: Die Testikel sind sicher. Und zwar bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter.

Wobei ... ich hab jetzt wen getroffen, der tatsächlich genauer hinschauen musste, um das Erdöl unter der Tapete zu bemerken! Der arme Jonas schießt aber auch erst seit 3 Wochen ... :)

Re: Carbonpfeile und Bögen auf Turnieren

Verfasst: 13.07.2013, 18:28
von mbf
locksley hat geschrieben:Wer meint beim traditionellen Bogenschießen betrügen zu müssen, ist in meinen Augen eine arme Sau, die den Sinn und Zweck dieser Sportart nicht verstanden hat. [...]
"Signed", wie man heute so schön sagt.
Das gilt aber gleichermaßen für jede andere Variante des Bogenschießens oder besser: für jeden Sport.

Aber immer, wenn es "um etwas geht", und da reicht ja schon die Veröffentlichung einer Liste der geschossenen Punkte, gibt es Zeitgenossen, die nicht den Mut aufbringen, sich einzugestehen, dass es eben nicht reicht und demzufolge mehr Aufwand in das Studium der Zeilen zwischen dem Regelwerk mit dem Fernziel des völligen Ignorierens desselben statt ins Training stecken, um auf dieser Liste eine möglichst kleine Zahl vor dem eigenen Namen zu finden.

Nur muss man hier unterscheiden zwischen denen, die das Regelwerk ausreizen, um sich innerhalb des gegebenen Rahmens alle erlaubten Vorteile zu verschaffen und den Schwachmaten, die es bewusst (!) überschreiten. Und "ich habe die Ausschreibung nicht genau gelesen" ist kein Grund.

Man muss aber auch sagen, dass es im traditionellen Bereich recht schwer ist. Jedes 2. Turnier hat andere Spielregeln, mal gibt IFAA/DFBV, mal DBSV, mal wird der LB mit Holz und mal mit Carbon geschossen und dann kommen die vielen eigenen Hausregeln dazu, mal hat der Reiterbogen seine eigene Klasse, mal nicht und so weiter. Mal ist Carbon überhaupt nicht erlaubt, mal explizit zugelassen und so weiter. Selbst innerhalb der "Traditionellen" gibt es keine klare Strömung. So ein bisschen ist das damit m.E. auch ein hausgemachtes Problem der Tradi-Szene, da haben Verbandsregeln, die für jede Veranstaltung des Verbandes gelten, ihre Vorteile, weil sie auch und gerade dem Schützen Stabilität geben, weil der Schütze sein Material einmal (und nicht für jedes einzelne Turnier) zusammenstellen kann. Ob diese Regeln allerdings immer und wirklich im Sinne der Schützen sind, ist eine andere Frage, aber da gibt es ja gelegentlich Möglichkeiten, was zu ändern.

Und, wie es hier bzw. bei FA ja bereits diskutiert wird, es gibt auch Möglichkeiten, wie man ein "neues" Regelwerk aufbauen kann, dass den Anforderungen der traditionellen Bogenschützen gerecht wird. Nur - es muss auch eine breite Basis finden und angewendet werden. Nur dann kann es die Vorteile beider Welten in sich vereinen: von Schützen für Schützen und eben einheitlich.

Re: Carbonpfeile und Bögen auf Turnieren

Verfasst: 15.07.2013, 08:40
von Felsenbirne
@mbf du hast es wohl auf den Punkt gebracht!

Lustig in diesem Zusammenhang finde ich den Beitrag von Jantischar, der das Problem deutlich beschreibt. Fast 1 A4 Seite um einen Reiterbogen zu klassifiszieren. Wenn man jetzt alle Bögen so beschreiben muss, bin ich kein Turnierveranstalter sondern Schrifsteller.
Was ist ein Reiterbogen?
Der Reiterbogen ist ein einteiliger Bogen und unterliegt bis zu einer Bogenlänge von 56" keiner Beschränkung der Bogenform .
Über 56"muss er jedoch grundsätzlich statische Recurves/Syhas aufweisen.
Gewichte, Stabilisatoren oder Schwingungsdämpfer am Bogen sind nicht zulässig.
Künstlich angebrachte Markierungen, Visiere jeglicher Art sind nicht zulässig. Sind Markierungen oder vergleichbare Hilfsmittel erkennbar, müssen diese abgeklebt oder entfernt werden.
Ein Bogenköcher ist nicht zulässig.
Pfeilauflagen am Bogen sind generell nicht zulässig. Als Auflage für den Pfeil darf ausschließlich die Bogenhand dienen. Wenn der Pfeil bei senkrecht gehaltenem Bogen durch die Wegnahme der Bogenhand nicht von selber in der Position liegen bleibt, liegt keine Pfeilauflage vor.
Beim Schießen muss die Sehne mit mindestens einem Finger, der den Pfeil berührt, ausgezogen werden. Ablasshilfen/Daumenringe dürfen nur dem direktem Schutz der Finger vor dem Druck der Sehne dienen, somit sich beim Ablass zwischen Finger und Sehne befinden.
Bogen, Pfeile und Ablasshilfen/Daumenringe unterliegen keiner Materialeinschränkung.
Besonders schön, finde ich die Definition einer Pfeilauflage. Man muss schon an alles Denken, damit die Arschlochbrigade nicht wieder eine "Gesetzeslücke" findet. Werde mir den Text wohl mal stibitzen. Super gemacht.
Link

Re: Carbonpfeile und Bögen auf Turnieren

Verfasst: 15.07.2013, 10:11
von Janitschar
Die Definiton war eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit von verschiedenen Usern im Free-Archer Forum.
Ich denke 2011 war das...

Im Vordergrund stand eine Defintion für die Verbände, weniger für die Wald-und Wiesenturniere.
Dennoch find es es praktisch sie immer in der Hinterhand zu haben.. 8)

Gruß
Stephan

Re: Carbonpfeile und Bögen auf Turnieren

Verfasst: 15.07.2013, 10:25
von Felsenbirne
Ich finde die Definition super ausgearbeitet und nicht nur Verbandskompatibel.

Re: Carbonpfeile und Bögen auf Turnieren

Verfasst: 15.07.2013, 17:12
von Heidjer
Was glaubst Du, wieviele da ankommen und sagen mein Kaya, Hwarang oder Windfighter hat aber einen breiteren Griff, darf ich damit nicht schiessen?


Gruß Dirk

Re: Carbonpfeile und Bögen auf Turnieren

Verfasst: 15.07.2013, 20:45
von Janitschar
In der Realität, also nicht fiktiv.. keiner.

Fiktiv, würde die Regel der Pfeilauflage greifen.
Und der Pfeil fällt beim Standardgriff der Koreaner, ohne die Hand, ganz klar nach unten.


Gruß
Stephan