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Re: Saplingbow 15, fka, Haselnuss

Verfasst: 24.01.2023, 16:02
von fka
MrCanister123 hat geschrieben: 23.01.2023, 08:35 Ich frage mich obs in in so einem Fall was gebracht hätte, wenn man den getrockneten Rohling für ein paar Tage oder evtl sogar eine Woche in einen sehr feuchten Raum (Gewölbekeller o.Ä.) stellt, dass das Holz wieder viel Feuchtigkeit aufnehmen kann.
Kann aber natürlich auch sein, dass die Feuchtigkeit in der Zeit gar nicht so tief eindringt..
Ein Effekt des Feuerhärtens ist angeblich, das es kaum noch Feuchtigkeit aufnimmt. Keine Ahnung ob das stimmt. Auf jeden Fall, in allen Videos die ich mir zu dem Thema angeschaut habe spannen die die Bögen recht schnell wieder auf, teilweise direkt wenn sie kalt sind...
Beim rösten mit HLP habe ich auch noch nie gewartet und bisher keine Probleme gehabt.

Re: Saplingbow 15, fka, Haselnuss

Verfasst: 24.01.2023, 17:12
von Neumi
fka hat geschrieben: 24.01.2023, 16:02Ein Effekt des Feuerhärtens ist angeblich, das es kaum noch Feuchtigkeit aufnimmt. Keine Ahnung ob das stimmt.
Bei Thermoholz stimmt das, siehe pdf

Re: Saplingbow 15, fka, Haselnuss

Verfasst: 24.01.2023, 17:17
von Hieronymus
Ich könnte mir vorstellen, dass die Rinde auf dem Rücken einen Hitzestau am selbigen verursacht hat und somit den Rücken übertrocknete. Ich hatte letztes Jahr ihn sogar Horn verpasst und das hatte mein Rücken mit gemacht , obwohl er ohne Rinde am Rücken über dem Feuer hing. Erst danach habe ich den Rücken mit Sehnen belegt. Sogar Rotzeklotz hat bei seinem keine Rinde auf dem Rücken gehabt gehabt.
Auch die auf Youtube machen es ohne Rinde, zumindest den ich gesehen habe. Der hatte den Bogen in 24h gebaut und diesen Versuch habe ich ja letztes Jahr nach gestellt.

LG Markus

Re: Saplingbow 15, fka, Haselnuss

Verfasst: 24.01.2023, 18:05
von fka
Ergebnis der Feuchtemessung
Bauch und Mitte hat es 0% angezeigt, am Rücken ist es zwischen 0 und 6-7% gesprungen.
Ich habe mal gehört, die günstigen Messgeräte sind nicht zuverlässig bei Feuchtigkeit <5%.

Re: Saplingbow 15, fka, Haselnuss

Verfasst: 24.01.2023, 18:15
von fka
Hieronymus hat geschrieben: 24.01.2023, 17:17 Ich könnte mir vorstellen, dass die Rinde auf dem Rücken einen Hitzestau am selbigen verursacht hat und somit den Rücken übertrocknete. Ich hatte letztes Jahr ihn sogar Horn verpasst und das hatte mein Rücken mit gemacht , obwohl er ohne Rinde am Rücken über dem Feuer hing. Erst danach habe ich den Rücken mit Sehnen belegt. Sogar Rotzeklotz hat bei seinem keine Rinde auf dem Rücken gehabt gehabt.
Auch die auf Youtube machen es ohne Rinde, zumindest den ich gesehen habe. Der hatte den Bogen in 24h gebaut und diesen Versuch habe ich ja letztes Jahr nach gestellt.

LG Markus
Den Gedanke hatte ich auch, so lange Feuchtigkeit im Holz ist, wird der Rücken quasi im Druckkochtopf dampfgegart. Ob es einen Unterschied macht nach dem die Feuchtigkeit draußen ist weiß ich nicht. Dafür müsste die Rinde deutlich besser isolieren als das Holz, denke ich zumindest.

Ich bin gerade echt an schwanken, da ich nachher grillen will.

Zum einen will ich wieder so einen geilen Rücken, zum anderen, wie du gesagt hast, habe ich auch noch keinen gesehen, der mit Rinde grillt...
Ich säge jetzt erst mal die Form und mache mir noch bisschen Gedanken...
Dieses mal will ich max. 50#, das ich den Bogen auch schießen kann. Der erste Versuch hätte 50# mit gemacht, die Frage ist halt dauerhaft oder wäre er früher oder später auch mit 20# weniger gebrochen...

Re: Saplingbow 15, fka, Haselnuss

Verfasst: 25.01.2023, 21:41
von fka
Bin dann gestern doch nicht mehr zum Grillen gekommen...
Ich habe mich jetzt wegen der Rinde für einen Mittelweg entschieden.
Rinde ist runter, Bast habe ich drauf gelassen. Meine Hoffnung ist, das der Bast sich auch so löst, mal sehen... Einen Hitzestau wird es so jedenfalls nicht geben.
Im Griff habe ich einen Schlitz gemacht, und ihm deflex gebogen.
Er ist schon sehr weit runter gearbeitet, eventuell gefährlich weit und durfte ca. 14h über der Heizung verbringen und ist trockener als der letzte.
Ich habe ihn jetzt gerade über's Feuer gehängt und werde ihn max 3h drauf lassen.
Ansonsten siehe Bilder

Re: Saplingbow 15, fka, Haselnuss

Verfasst: 25.01.2023, 22:36
von fka
Er durfte langsam eine Stunde über dem Feuer trocknen, jetzt geht's ans Eingemachte >:)

Re: Saplingbow 15, fka, Haselnuss

Verfasst: 25.01.2023, 22:37
von fatz
Guten Appetit

Re: Saplingbow 15, fka, Haselnuss

Verfasst: 25.01.2023, 22:45
von schnabelkanne
Ja da bekommt man Lust aufs Grillen, schönes Bild die Glut in der Rinne.
lg Thomas

Re: Saplingbow 15, fka, Haselnuss

Verfasst: 26.01.2023, 07:42
von Chirurg
Fka!
Den Griff hast Du ausgelassen oder glüht die Kohle noch nicht. Wolltest Du nicht die Röstzeit verkürzen? Ist der Rücken wieder so gerillt?
LG Stephan

Re: Saplingbow 15, fka, Haselnuss

Verfasst: 26.01.2023, 10:48
von fka
Sodele, der Bogen ist gegrillt. Leider hat es dieses mal nicht so reibungslos geklappt... Ich hatte es zeitweise mit den Kohlen zum nachlegen verballert und hatte dann eine ganze Weile zu wenig Hitze. Jetzt war der Bogen doch wieder knappe vier Stunden über dem Feuer. Auch wenn es auf den Fotos nicht so aussieht, ist er dennoch deutlich weniger gegrillt als der letzte. Leider aber auch nicht ganz so gleichmäßig. Die r/d macht es nicht einfacher es gleichmäßig hin zu bekommen.
Zum Rücken kann ich nichts sagen, da der Bast drauf geblieben ist, was ich jetzt einfach mal als Gutes Zeichen deute ;D
Mit dem Profil bin ich sehr glücklich, 4cm Reflex, perfekt!
Am oberen recurve hab es einen Riss, nichts was ein bisschen epoxy nicht richten kann.
Der untere Wurfarm scheint ein bisschen mehr Hitze abbekommen zu haben. Hatte ich wohl nicht oft genug gewendet.
Den Schlitz habe ich gestern noch direkt mit epoxy voll laufen lassen.
Direkt nach dem grillen und erkalten und heute morgen habe ich den Rücken mit einem nassen Tuch abgerieben, vll bringt es ja was...
Chirurg hat geschrieben: 26.01.2023, 07:42 Fka!
Den Griff hast Du ausgelassen oder glüht die Kohle noch nicht. Wolltest Du nicht die Röstzeit verkürzen? Ist der Rücken wieder so gerillt?
LG Stephan
Den Griff habe ich anfangs nicht mit gegrillt, da ich Schiss hatte das mir es am Schlitz reist. Nach und nach habe ich die Kohlen dann aber auch in die Mitte geschoben. Die fades sind mehr oder weniger gleich gegrillt wie der Rest, der Griff nicht ganz so, ist aber dick genug, das er sich auf keinen Fall biegen wird. Ja eigentlich wollte ich von 4,5h auf 3h verkürzen, sind jetzt aber doch wieder fast vier geworden.

Re: Saplingbow 15, fka, Haselnuss

Verfasst: 26.01.2023, 14:34
von fka
Das mit dem epoxy im Schlitz hat leider nicht geklappt... Hat sich beim Bodentillern sofort gelöst. Hatte es mit Schnellfest versucht, vielleicht versuche ich es nochmal mit endfest oder ich klebe doch ein Stück Horn ein. Wie würdet ihr so einen kleinen Schlitz wieder schließen?

Re: Saplingbow 15, fka, Haselnuss

Verfasst: 26.01.2023, 15:23
von Harding
Warum kein Holz, war doch vorher auch welches drin? Muss ja kein Hasel sein.

Re: Saplingbow 15, fka, Haselnuss

Verfasst: 26.01.2023, 15:29
von fka
Ja oder Holz wäre auch eine Möglichkeit.
Da ich aber gerade mit meinem Taschenmesser einen Großteil des epoxy einfach weg kratzen konnte, glaube ich eher ich habe gestern Nacht nicht ordentlich angemischt...
Vieleicht versuche ich es nochmal mit nur epoxy. Da es nachher unter der Griff Wicklung verschwindet, ist das halt die einfachste Methode und da selbst der Schnellfest mindestens so hart wie Holz wird, sollte das doch klappen ???

Re: Saplingbow 15, fka, Haselnuss

Verfasst: 26.01.2023, 15:48
von Neumi
fka hat geschrieben: 26.01.2023, 14:34Wie würdet ihr so einen kleinen Schlitz wieder schließen?
Ein entsprechendes Stück Knochen wäre die stabilste Lösung. UHU Endfest 300 kannst du auch nehmen, must aber für maximale Druckfestigkeit 100:50 mischen (Binder:Härter). Das entspricht dann ungefähr der Druckfestigkeit von Hasel. Im Standardmischungs-Verhältnis wird das Epoxyd unter Druckbelastung langsam aus dem Spalt gequetscht.