Jetzt aber zum Thema: Ich hab mir einen Bogen gebaut - er ist natürlich gebrochen.
Ich muss dazu sagen, dass ich vom Bogenbau keine Ahnung hab und deshalb wollte ich mit was einfachem anfangen: ein netter Take-Down Recurve sollte es sein.
2 Eschenwurfarme, die mit Durchzugsmuffen an einem Lärchengriff verschraubt sind. Die WA hab ich aus einem fetten Eschenbrett geschnitzt, am Rücken bin ich dem Jahresring gefolgt. Das Ganze über eine Stunde wassergedämpft und aufgebogen. Weil man Esche anscheinend nicht trauen kann, hab ich einen Hundekauknochen draufgeleimt. Flämische Sehne gewickelt (Dank Henning´s Video), ja und dann wollt ich den 55# Prügel sachte einschießen: zuerst über 100 Schuss bei dreiviertel Auszug, beim 30. bei Vollauszug hat sich dann am Schießstand der untere WA sehr lautstark verabschiedet...
Jetzt die Frage an alle Holz/Bruchspezialisten:
1. Was kann man Esche bei der Bauart Gewichtsmäßig zumuten? 55# ist offensichtlich Selbstmord mit Anlauf, aber ich wollte das Teil natürlich noch überarbeiten.
2. Was zum Geier bringt ein Rohhautbacking von 0,5mm? Offensichtlich gar nix, aber ich hätte mir wenigstens erwartet, dass die Rohhautschicht im Fall eines Bruches GANZ bleibt und keine Holzteile durch die Gegend fliegen.
3. Der Bruch selber: geht quer über den Rücken: Zugbelastung nicht ausgehalten? Ich wart noch auf ein Bild wo ich das Ding spanne. Mal sehen, ob man an der Bruchstelle einen Knick sieht...
OK, und jetzt muss ich mir einen WA stricken gehen....

