Bambuspfeil für 20 ct
Verfasst: 11.03.2012, 08:36
Nachdem nun genau ein Drittel meiner Kiefernschäfte beim Beschuss auf eine Strohscheibe zerbrochen war. Meine Schneeballschäfte zwar sehr haltbar aber für den Bogen den ich im Moment am meisten verwende eigentlich zu schwer sind. Musste eine Alternative her. Inspiriert durch den Bambusbaubericht von Artifex und Erfahrung mit ein paar Versuchen Gartenbambus Stecken, stolperte ich in so einem Restepostenladen über ein Angebot: 10 Bambusstecken für 1 EUR
Ich habe keine Ahnung was dies für ein Bambus ist - Tonkin? Im Gegensatz zu dem Bambus den man im Baumarkt bekommt haben die Nodien stärkere Stufen und die Enden verjüngen sich zunehmend. Ohne Spitze haben die Schäfte schon einen FOC von 6%. Bei 29" Länge haben die Schäfte ein Durchschnittliches Gewicht von 17g. Ich war überrascht das ich kaum Schwankungen im Gewicht drin hatte. 7 der 10 lagen sogar genau bei 17g.
Die Stufen ließen sich ganz gut raus Fönen. Die Wachschicht wurde entfernt und die Nodien leicht angeschliffen. Ich hab beim Nock sägen einfach geschaut das die glatteste Seite Richtung Pfeilauflage kommt. Die Schäfte sind für ihr Gewicht recht steif. Nach normalen Kriterien haben Sie einen Spine von um die 40#. Dadurch da Sie allerdings ja schon FOC eingebaut haben und ich somit nur ein geringeres Spitzengewicht benötige ist der dynamische Spine wohl etwas höher. Zudem glaube ich das durch die konische Form die Schäfte bessere Dämpfungseigenschaften haben als Zylindrische.
Als Spitzen habe ich die Nagelschrauben von sog. Druck-Iso-Schellen verwendet. Diese sind im hunderter Pack sehr günstig zu erwerben und lassen sich mit einfach mit Heißkleber im Schaft befestigen. Ich bin echt erstaunt was diese Spitzen aushalten. Selbst Steintreffer schaden weder dem Schaft noch der Spitze. Wird sie mal Stumpf kann man sie wieder schärfen. Ich bin allerdings am überlegen die Spitzen etwas zu kürzen, da Sie aus Holz z.T. nur schwer zu entfernen sind.
Der Vorteil dieser Art Spitze ist das geringe Gewicht. Die Nägel wiegen ungekürzt nur ca. 3g bzw. rund 50 grain. Somit komme ich auf einen FOC von ca. 10% mit Spitze und einem Pfeilgewicht von ca. 20g.
Ich bin auch sehr erstaunt über die guten Flugeigenschaften der Schäfte. Ich denke es ist auch der konischen Form zu verdanken. Der hintere Teil des Schafts ist extrem leicht. Wenn ich z.B. einen zylindrischen Pfeil an der Spitze nehme und einen der neuen Bambuspfeile. Gleiches Gewicht vorausgesetzt, Sie hochhalte und mir dann den Fall der befiederten Seite ansehe, so fällt der zylindrische Schaft viel schneller. D.h. die Befiederung hat beim konischen Schaft ein leichteres Spiel den Schaft zu stabilisieren. Aber auch davon abgesehen ergaben die Schäfte beim Rohschafttest auf 10m schöne Gruppen.
Ich denke ich werde nun weitgehend auf Bambusschäfte umsteigen. Die Federn sind übrigens Fundfedern von Krähen. Die passen einfach von der Optik besser finde ich zu dem rustikalen Äußeren. Die Wicklungen sind aus Sternzwirn, der mit Sekundenkleber und Schleifpapier behandelt wurde.
Kommentare und Anregungen sind immer gern willkommen.
Ich habe keine Ahnung was dies für ein Bambus ist - Tonkin? Im Gegensatz zu dem Bambus den man im Baumarkt bekommt haben die Nodien stärkere Stufen und die Enden verjüngen sich zunehmend. Ohne Spitze haben die Schäfte schon einen FOC von 6%. Bei 29" Länge haben die Schäfte ein Durchschnittliches Gewicht von 17g. Ich war überrascht das ich kaum Schwankungen im Gewicht drin hatte. 7 der 10 lagen sogar genau bei 17g.
Die Stufen ließen sich ganz gut raus Fönen. Die Wachschicht wurde entfernt und die Nodien leicht angeschliffen. Ich hab beim Nock sägen einfach geschaut das die glatteste Seite Richtung Pfeilauflage kommt. Die Schäfte sind für ihr Gewicht recht steif. Nach normalen Kriterien haben Sie einen Spine von um die 40#. Dadurch da Sie allerdings ja schon FOC eingebaut haben und ich somit nur ein geringeres Spitzengewicht benötige ist der dynamische Spine wohl etwas höher. Zudem glaube ich das durch die konische Form die Schäfte bessere Dämpfungseigenschaften haben als Zylindrische.
Als Spitzen habe ich die Nagelschrauben von sog. Druck-Iso-Schellen verwendet. Diese sind im hunderter Pack sehr günstig zu erwerben und lassen sich mit einfach mit Heißkleber im Schaft befestigen. Ich bin echt erstaunt was diese Spitzen aushalten. Selbst Steintreffer schaden weder dem Schaft noch der Spitze. Wird sie mal Stumpf kann man sie wieder schärfen. Ich bin allerdings am überlegen die Spitzen etwas zu kürzen, da Sie aus Holz z.T. nur schwer zu entfernen sind.
Der Vorteil dieser Art Spitze ist das geringe Gewicht. Die Nägel wiegen ungekürzt nur ca. 3g bzw. rund 50 grain. Somit komme ich auf einen FOC von ca. 10% mit Spitze und einem Pfeilgewicht von ca. 20g.
Ich bin auch sehr erstaunt über die guten Flugeigenschaften der Schäfte. Ich denke es ist auch der konischen Form zu verdanken. Der hintere Teil des Schafts ist extrem leicht. Wenn ich z.B. einen zylindrischen Pfeil an der Spitze nehme und einen der neuen Bambuspfeile. Gleiches Gewicht vorausgesetzt, Sie hochhalte und mir dann den Fall der befiederten Seite ansehe, so fällt der zylindrische Schaft viel schneller. D.h. die Befiederung hat beim konischen Schaft ein leichteres Spiel den Schaft zu stabilisieren. Aber auch davon abgesehen ergaben die Schäfte beim Rohschafttest auf 10m schöne Gruppen.
Ich denke ich werde nun weitgehend auf Bambusschäfte umsteigen. Die Federn sind übrigens Fundfedern von Krähen. Die passen einfach von der Optik besser finde ich zu dem rustikalen Äußeren. Die Wicklungen sind aus Sternzwirn, der mit Sekundenkleber und Schleifpapier behandelt wurde.
Kommentare und Anregungen sind immer gern willkommen.
