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Kernbohle
Verfasst: 15.03.2007, 20:59
von Halbhühne
Ich lagere gerade ein paar Eschestave, doch ich kann nicht warten, denn ich möchte diesen Sommer schon schießen...
Also hab ich mal rumgeguckt und eine Kernbohle gefunden, die ich für einen Bogen benutzen will...
Doch das, was der Bogenrücken werden muss ist nicht der äußerste Jahresring, sondern mehrere durchtrennte, kann ich das so lassen, oder muss da irgendeine Schickt drüber...
Bei dem Bogen meiner Freundin ist das ähnlich, doch da ist wie eine Glasschicht drüber, gibt es das und wenn, ob und wie kann ich das machen?
Gruß Halbhühne
Re: Kernbohle
Verfasst: 15.03.2007, 21:23
von gervase
Wenn das eine Kernbohle ist, dann hol doch die durchtrennten Jahresringe runter bis auf einen durchgehenden jahresring.
den nimmst du als Rücken für deinen Bogen.
Ansonsten musst du ein Backin aufbringen (Rohhaut, Glas, Hickory). Ist aber meines Erachtens aufwendiger.
Re: Kernbohle
Verfasst: 15.03.2007, 23:12
von comix
mein tip:
kauf dir ne flasche ponal blau und ein hickory-backing von gervase
schleif die flächen plan und kleb das aufeinander...
ist um einiges leichter zu tillern und du hast meiner meinung nach eher erfolg, dass ein funktionierender bogen raus kommt als wenn die erst umständlich einen jahresring freilegen musst.
für nen guten vollholzbogen braucht man schon ziemlich erfahrung und gefühl im umgang mit dem material...
Re: Kernbohle
Verfasst: 16.03.2007, 00:21
von captainplanet
Das Problem gabs schon sooo oft, warum benutzt Du nicht einfach die Suchfunktion?
Jetzt ernsthaft: Einen Jahresring freizulegen ist grade bei Esche nicht so schwer. Ich hab mir das auch immer sehr schwierig vorgestellt bis ichs mal versucht habe. Daß der Bogen dann doch gebrochen ist hatte andere Gründe, aber der Jahresring war astrein.
Außerdem trau ich mich fast wetten daß Du Stauchrisse am Bauch kriegst wenn Du Hickory auf Esche klebst. Und Hickory ist imho viel zu schade um auf eine Bohle geklebt zu werden bei der man nicht mal sicher sein kann daß sie richtig getrocknet wurde.
Re: Kernbohle
Verfasst: 16.03.2007, 10:17
von Ravenheart
@Halbhühne: Gerade als Anfänger, der Du (im Bogenbau) zu sein scheinst, kann ich nur dringend empfehlen, einen durchgehenden Rückenring frei zu legen und einen Vollholz-Bogen zu bauen! So lernst Du das "Geschäft" von Anfang an und von der richtigen Seite!
Kompositbogen (also aus mehreren Materialien zusammengesetzte), sind eine "spätere Entwicklungsstufe", und Erfahrungen aus dem Vollholz-Bau sind m.E. wichtig, um bei Laminatbauweise Fehler erkennen und vermeiden zu können!
Außerdem ist es einfacher, Bogen im Stück zu bauen! Konnten sogar schon die Neanderthaler...
Rabe
Re: Kernbohle
Verfasst: 17.03.2007, 15:08
von Moritz
Ich hoffe, du meinst das nicht ernst, jetzt, wo im Moment alle Threads gelöscht sind.
Zum Thema...
ich kenne das Wort Kernbohle nicht...
Liege ich mit dieser Vermutung richtig?:
Kernbohle = Balken, Zentrum des Baumes in der Mitte
gerade bei gesägtem Holz ist es doch so schwer, herauszufinden, ob es Drehwuchs hat, oder nicht...
ich wäre eigentlich auch für den Jahresring, doch: Ein Anfänger sollte doch irgendwie gerade beim ersten Bogen gutes Holz benutzen, da dann die Chancen besser sind.
ist diese Bohle ins diesem Fall überhaupt zu empfehlen? (ich meine nicht: generell unbrauchbar, sondern nur: unbrauchbar für den ersten Bogen)
oder habe ich das irgendwie falsch gelernt?
Halbhühne hat geschrieben:
Bei dem Bogen meiner Freundin ist das ähnlich, doch da ist wie eine Glasschicht drüber, gibt es das und wenn, ob und wie kann ich das machen?
Gruß Halbhühne
@Halbhühne: Das Backing deiner Freundin ist durchsichtig?
Gibts durchsichtiges Glasfaser? oder war das nicht eher Rohhaut (man sagt ja, dass das halbtransparent ist, oder soirgendwie)
Gruss
Moritz
Re: Kernbohle
Verfasst: 19.03.2007, 13:37
von Wolfram
Kernbohle ist ein "Brett" das den Kern des Stammes enthält.
Läßt sich so einfach darstellen: Ungefähr so (((((o)))))

Glas ist meistens durchsichtig

!
Auch zum Beispiel bei meinem Martin Dreamcatcher (angeb)
Gruß Wolfram