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Bogen biegen

Verfasst: 02.04.2014, 16:29
von Jophipa
Hallo zusammen,

eine bescheidene Frage hätte ich mal als Neuling ( hab leider keinen entsprechenden Threat gefunden).
Ich habe mir vor einigen Tagen ein Haselnuss Stamm geschlagen.
Geschält und die Wurfarme heruntergearbeitet. Nun habe ich festgestellt das mir die Wurfarme aus der Bogen - Mitte laufen.
(Bauch und Rücken des Bogens sind wunderbar gerade).
Nun meine Frage:
Kann ich die Wurfarme dämpfen und entsprechend biegen so das der Bogen wieder "gerade" wird ??

MFG

Re: Bogen biegen

Verfasst: 02.04.2014, 16:38
von Neumi
Hallo Jophipa, kapiert hab ichs nicht wirklich, was du mit
Wurfarme aus der Bogen - Mitte laufen
meinst. Hast du eine Skizze oder ein Foto?
Grüsse - Neumi

Re: Bogen biegen

Verfasst: 02.04.2014, 16:41
von Jophipa
Nun vielleicht zur Erklärung (Bild evtl. später)
Der Bogen ist nicht in sich verdreht oder Deflex oder reflex sondern die Wurfarme sind "krumm an den Enden.
Wenn man über den Bogen - Rücken schaut geht der Bogen nach licks weg. Übertrieben gesagt sieht der Bogen ein wenig S förmig aus.
Ich hoffe mit der Erklärung könnt Ihr was anfangen... :-(

Gruß

Re: Bogen biegen

Verfasst: 02.04.2014, 16:53
von Blacksmith77K
Ja macht garnix, lass das so. Der Bogen wird sich schon in die Richtung drehen, in die er muss. :)

Re: Bogen biegen

Verfasst: 02.04.2014, 16:59
von Wazuka
Ohne Bilder ist es schwer zu beurteilen. Wenn es S-förmig ist, dann kann es gut sein, daß Du gar nix machen brauchst. Nimm mal eine Schnur und lege sie von Tip zu Tip über den Bogen. Wenn die Schnur dann im Griffbereich mittig verläuft, kannst Du es prinzipiell so lassen. Ich hab gerade einen Stock in Arbeit, wo beide Wurfarme in die gleiche Richtung seitlich wegliefen, d.h. der Griff war somit außerhalb der Mitte. Ich hab also den Griff gedämpft und den Bogen im Griff seitlich korrigiert, so daß die Tips und der Griff auf einer Linie liegen. Wenn dann noch Teile der Wurfarme außerhalb dieser Linie sind, ist das unkritisch. Du solltest dann nur beim Tillern dem Faserverlauf folgen.
Wie auch immer, mach Bilder, stell sie rein, dann kriegst Du auch eine adäquate (und auch verständlichere) Antwort.

Re: Bogen biegen

Verfasst: 02.04.2014, 18:02
von Jophipa
Okay dann mal hier ein Bild.
1 mal stehend am Türrahmen. (Türrahmen sollte gerade sein)
Also in dem Fall nicht S förmig (hab mich da nicht korrekt ausgedrückt) sondern beide Arme biegen sich in die gleiche Richtung.
Wie gesagt, der wurde erst am Montag geschlagen ist also noch "feucht".
Krieg ich den in diesem Zustand gebogen oder was kann ich damit machen ??

MFG

Wolfgang

Re: Bogen biegen

Verfasst: 02.04.2014, 18:52
von Blacksmith77K
Also wenn sich bei einem solchen Stave beide Arme in die gleiche Richtung 'biegen' hast du im Grunde genommen die Wurfarme falsch ausgeschnitten. ???

Hättest lediglich den Stamm bischen nack links drehen, und dann ausschneiden müssen! Dann würde der Bogen nicht nach links driften, sondern du hättest leicht reflexe Wurfarme.
...die blaue Linie 'wäre' deine Mittellinie gewesen.
...die blaue Linie 'wäre' deine Mittellinie gewesen.

...wieso macht man sowas?! ???

Re: Bogen biegen

Verfasst: 02.04.2014, 18:57
von Jophipa
Nun vielleicht weils der erste Bogen ist und man es noch nicht besser weiß ...
Beim nächsten wirds mir dann nicht passieren.
Die Frage aber war ob ich den evtl. biegen kann ??
Oder sollte ich eurer Meinung nach den in die Tonne treten und mir nen neuen besorgen ??

LG

Wolfgang

Re: Bogen biegen

Verfasst: 02.04.2014, 19:00
von Blacksmith77K
Nix Tonne treten. Sicherlich kannst du den Griffbereich 40Minuten über kochendem Wasser dämpfen und dann den ganzen Griffbereich nach links drücken. Macht normalerweise keine Probleme.

Re: Bogen biegen

Verfasst: 02.04.2014, 19:04
von Jophipa
Hey prima. Probier ich gleich morgen mal.
Werd dann das Ergebniss mal posten .. :-)

Gruß

Wolfgang

Re: Bogen biegen

Verfasst: 02.04.2014, 19:05
von Rockgigant
Jupp und ich würde ihn dann mindestens 2 Tage fixieren nachdem du ihn gebogen hast.

Re: Bogen biegen

Verfasst: 02.04.2014, 19:05
von Wilfrid (✝)
Noch ist das Teil zu retten. Laß ihn so trocknen, und dann dreh den Stave so , das der Griff mit den Tips auf einer Linie liegt und mach ihn dann schmaler...

Re: Bogen biegen

Verfasst: 02.04.2014, 19:06
von SilkyJoe
Ich würde auch am Griff die Dämpfung vornehmen. Wurfarme über die Breite zu Biegen ist nämlich sauschwer.

Re: Bogen biegen

Verfasst: 02.04.2014, 19:58
von zwirn
Nur mal so zum Schmökern:

http://www.fletchers-corner.de/viewtopi ... 30#p436107

LG Zwirn

Re: Bogen biegen

Verfasst: 03.04.2014, 10:42
von Wazuka
Blacksmith77K hat geschrieben:...wieso macht man sowas?! ???
In diesem Fall ist die Frage berechtigt, denn der Stave von Jophipa sieht tatsächlich so aus, als hätte man ihn auch einfach anders ausschneiden können. In meinem Fall (s.o.) sah der Grobzuschnitt sehr ähnlich aus wie der von Jophipa, war aber wegen ein paar echt fiesen Ästen nicht anders zu machen. Hätte ihn auch lieber reflex gehabt. Also entweder verfeuern oder "falsch" ausschneiden und dämpfen.

@ Jophina: Das mit dem Dämpfen geht echt einfach. Griffstück über einen Kochtopf mit köchelndem Wasser, alles mit Alufolie so abdecken, daß möglichst wenig Dampf entweicht, die Folie aber nicht am Holz anliegt. Bei mir waren die seitlichen Abzugsspalte anfangs etwas zu groß, so daß der Griff nach 45 min noch nicht heiß genug war. Hab dann besser abgedichtet und nochmal 30 min gewartet, und dann ging es einwandfrei. Denk dran, daß Du nur ein Zeitfenster von ca. 5 min hast, um den Griff zu biegen. Ich hab dann über Nacht und den kompletten nächsten Tag den Stave in den Schraubstock gespannt und ein Gewicht so ans Ende vom WA gehängt, um einem etwaigen Zurückbiegen entgegenzuwirken.

Ich hatte den Griff vorm Biegen übrigens schon ein wenig schmaler gemacht. Dadurch wird das Biegen definitiv einfacher. Allerdings mag ich das nicht uneingeschränkt empfehlen, da es vielleicht gefährlicher wird in bezug auf Risse / Delaminieren, etc. Da hab ich keine Erfahrung. Vielleicht kann da noch jemand mit mehr Erfahrung was dazu sagen?