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Meinungen gefragt...
Verfasst: 19.06.2006, 17:44
von Hirsch
...dann versuch ich mal meine Frage zu formulieren...
Hab mir einen Satz Pfeile gebaut, der leider nicht optimal zu meinem Bogen passt.
Information zu Bogen und evtl. notwendige Daten:
Als ich vor einem Monat mit meinem Bogen Pfeile durch ein Speedmeter geschossen habe hab ich festgestellt, dass mein SLB 69" mit 50# (Mein Auszug =29 Zoll +)
Zeder Holzschäfte 23/64 auf 11/32 gebarrelt mit 100grain Spitzen mit 172fps überdurchschnittlich schnell wirft. Zumindest sagte das der Speedmeterbesitzer. (Werd mal die Pfund demnächst genau nachmessen die ich mit meinem Auszug habe.)
So nun wieder zu meinen Pfeilen, ich hatte sie auf 50# gespined (was nach meinem jetzigen Erfahrungsstand eh schon zu leicht für meinen Bogen und meinem Auszug ist.)
[edit]Hier stand der Schmarrn mit dem Leinöl, der nun nich länger hier stehen muss oder!?[/edit]
In der Zielscheibe habe ich also mit diesen Pfeilen eine Streuung von bis zu 80 cm auf 18m. Da ich Kiefernschäfte aus 4-Kant gehobelt habe 23/64 in der Mitte und auf 1/4 Zoll gebarrelt! mit 1/4 Zoll 80grain Extrembarrelspitze die einen 60# und aufwärts Spine haben (also richtig steif sind), die perfekt fliegen und auf die gleiche Entfernung eine perfekte Gruppe abliefern, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich auf meine zu weichen Pfeile einfach 125gr. Spitzen mache und damit den Spine doch ausgleichen könnte. Ich geh davon aus, (die Spitzen sind schon gewechselt!) dass sie nun in jedem Fall besser fliegen müssten. Was denkt Ihr? Ausprobieren geht erst morgen abend, da ich an meinem Bogenfenster rumgeschnitzt habe und warten muss bis der Lack getrocknet ist. Ich hoffe dass ich vorher schon ein paar Meinungen bekomme.
Danke schon mal an alle die bereitwillig Wissen weitergeben wollen...
Verfasst: 19.06.2006, 17:55
von Taran
1. Leinölfirnis macht das Holz nicht weicher. Wieso auch?
2. Eine schwerere Spitze macht die Schäft weicher, nicht härter!
Nimm also 50er oder 70er Spitzen, damit kannst du etwas ausgleichen, aber ob dann der FOC-Balancepunkt noch stimmt, weiß ich natürlich nicht.
sicher ist man ja nie...
Verfasst: 19.06.2006, 17:56
von windling
aber die erhöhung des spitzengewichts KÖNNTE!!! eher eine verschlechterung des flugverhaltens bedeuten. der spine wird dadurch jedenfalls weicher, aber NIEMALS!!! auf so etwas verlassen.
pfeiltuning ist vergleichbar schwierig wie eine reise mit dem imbisswagen durch äthyopien.
würde aber eher auf kleinere (will meinen leichtere) spitzen wechseln
es hilft nur eines: brobieren!
´tiller then
Na dann...
Verfasst: 19.06.2006, 21:06
von Hirsch
...müssten die Pfeile theoretisch noch schlechter fliegen... ...werd ich morgen ja sehen.
Danke erstma für die Antworten.
Verfasst: 20.06.2006, 00:12
von kra
Zu den Spitzen und dem Leinöl hat Taran schon das entscheidende gesagt.
Ein "sinnvolles" Vorgehen würde so aussehen: mache dir eine Reihe von Pfeilen mit verschiedenem Spinewert und verschiedenen Spitzengewichten. Damit findest du die besten/passensten Pfeile heraus.
DANN feile solange an deiner Schießtechnik bis du bei wiederholten Versuchen dieselben Pfeile als optimal identifizierst.
dann würde ich daran gehen, mit dem Spitzengewicht zu "spielen" und mich so langsam an die wirklich passenden Pfeile zu dem Bogen, deinem Zuggewicht und deinem Ablaß herantasten.
Und dann würde ich mich ans barreln machen... und wieder (fast) von vorne anfangen...
Nebenbei, das die Gruppen plötzlich größer werden kann an den Pfeilen liegen (wenn sie so sehr _unterschiedlich_ sind), meist ist aber nicht das Material der Grund hierfür.
Eine Frage am Schluß, woher kommt die Annahme, das Leinöl die Schäfte weicher machen soll, noch dazu so merklich?
RE:
Verfasst: 20.06.2006, 08:17
von Hirsch
Original geschrieben von kra
Eine Frage am Schluß, woher kommt die Annahme, das Leinöl die Schäfte weicher machen soll, noch dazu so merklich?
Zwei Quellen:
Einmal vor 2 Wochen erst im Fletchers-Corner gelesen, dass Leinöl-Firnis! Holz weicher macht. Ich weiss nur leider nicht wo müsst ich suchen.
Und ein Bekannter der mir dies überzeugend zu bestätigen suchte.
Aber man lernt ja nie aus

Verfasst: 20.06.2006, 09:26
von shantam
da gibts noch mehr märchen die einfach nachgeplappert werden.
damit meine ich nicht den guten hirsch,
sondern leute die starr an ihrer irrigen meinung festhalten und sie krampfhaft weiter amleben halten.
arme infosucher wie der hirsch stolpern dann drüber und nehmen sie für bare münze.
als ich das gestern gelesen habe,war ich kurz davor HB mänchen zu machen....
aber man lernt ja dazu.
wäre vieleicht einen thread wert?
bogenmärchen
shantam
RE:
Verfasst: 20.06.2006, 22:04
von shewolf
Original geschrieben von shantam
arme infosucher wie der hirsch stolpern dann drüber und nehmen sie für bare münze.
Shantam, ich stimme dir zu. Das ist eben eine Gefahr von Foren, in denen Informationen von jedermann eingestellt werden ;-) viel Feedback und interessante Erkenntnisse, aber auch mancher Dumbold, der sein Pseudowissen ungefiltert weitergibt.
Eine Möglichkeit, die Spreu vom Weizen zu trennen: sich die Ergebnisse des jeweiligen Ratgebers kritisch anzusehen. Taugt seine Arbeit was, sind auch seine Tips gut... was aber für Anfänger manchmal schwer zu beurteilen ist...
Pfeile fliegen besser
Verfasst: 21.06.2006, 00:04
von Taran
Liegt vielleicht an der Schwerpunktlage.
Dann dürfte dein Schießstil einer der Hauptstörfaktoren sein (oder die Federn waren zu klein).
Verfasst: 21.06.2006, 06:32
von shantam
hirsch,
sie brauchen rohschaft test.
nicht EINE sorte pfeile testen sondern
welche mit 70gr,100gr,125gr und dann evtl zu lange schäfte die man im test kürzen kann.
und alles ohne federn,die kommen später.
gruss shantam
RE:
Verfasst: 21.06.2006, 08:50
von thorstain
Original geschrieben von kra
Eine Frage am Schluß, woher kommt die Annahme, das Leinöl die Schäfte weicher machen soll, noch dazu so merklich?
Also... ich arbeite mit Leinöl und habe das jetzt mal eben ausprobiert.
Meine fertigen Pfeile unterscheiden sich absolut nicht von den rohen Schäften (was ich auch nicht anders erwartet habe).
Wenn ich allerdings einen neuen Schaft nehme, den in Leinöl ersäufe (und nicht aushärten lasse), dann hat er einen geringfügig anderen Spine.
Stellt sich dann also die Frage, wer eigentlich mit klatschnassen, schmierigen Schäften schießt ?

Verfasst: 21.06.2006, 08:59
von Juergen Becht
aber auch mancher Dumbold, der sein Pseudowissen ungefiltert weitergibt.
Ja, davon hats ja auch hier einige :-)
Testreihe mit 80grain Spitzen...
Verfasst: 24.06.2006, 21:03
von Hirsch
...also hab heute 3 Stunden geschossen. Angefangen mit 80grain Spitzen (hier ist der FOC noch knapp über der Mitte des Pfeils) flogen die Pfeile fast so wie ich es sonst gewohnt bin. Ich denke ,dass noch leichtere Spitzen auf jeden Fall ein noch besseres Ergebnis bringen würden. Allerdings dürfte der FOC unter 70grain Spitzengewicht nicht mehr so gut aussehen. Ich hab mir allerdings sagen lassen, dass hiergegen längere Federn helfen könnten.
Habe bei den Pfeilen auch noch mal den Spine penibel genau nachgemessen. Sie haben einen Spine zwischen 38 - 39 Pfund. Das ist also für meinen Bogen deutlich zu schwach, zumal ich bei meinem Auszug mindestens 54# auf den Fingern habe.
Somit ist klar, dass ich es geschafft habe den zu schwachen Spine meiner Pfeile mit leichteren Spitzen anzupassen bzw. auszugleichen.
Natürlich hab ich die Pfeile auch noch mal mit 100 und 125er Spitzen mehr als ausgiebig getestet. Alles über 100 war nur Müll.
Na jedenfalls bin ich jetzt auf der Suche nach dem perfekten Holzpfeil für meinen Bogen. So dass jeder Alu oder Carbonpfeil vor Neid erblasst!!! Und die Rohschafttests warten...
...Fortsetzung folgt! Und danke nochmal für die Meinungen.
RE: Pfeile fliegen besser
Verfasst: 24.06.2006, 21:17
von Hirsch
Original geschrieben von Taran
RE: Pfeile fliegen besser
Liegt vielleicht an der Schwerpunktlage.
Dann dürfte dein Schießstil einer der Hauptstörfaktoren sein (oder die Federn waren zu klein).
Nochmal überprüft und revidiert!