Meine ersten Schritte zum Messerbau
Verfasst: 09.01.2026, 22:07
Kleine Anektote, wie ich zum Messerbau kam.
Seinerzeit ging ich zum Schrotthändler, um Bleche für eine Rasenabtrennung zu kaufen.
Auf einem der großen Blechflächen (ca. 120 cm X 150 cm, 3 mm dick) stand 42CrMo4.
Das wollte ich haben und bat den Schrotthändler, es mir in Streifen auf der Schlagschere zurecht zu schneiden.
Ich wies ihn auf das Material hin.
Er lachte nur und sagte, daß die Schere auch 6 mm kann (für den war Stahl eben Stahl..).
Als er loslegte, flog ihm das Ding fast auseinander.
Aus einem Rest fing ich an, ein Messer vorzuschleifen, Schneide noch 0,3 mm dick gelassen, auf einem umgebauten Gartengrill mit Holzkohlebriketts und dem Fön meiner Frau (Fön ging kaputt, Frau blieb..), anzuwärmen auf gleichmäßig Kirschrot, Abschrecken in Öl (das alte Frittenöl aus dem Öli) und auf der Herdplatte wieder Anlassen, bis die Schneide mir nicht mehr zu hart erschien. Dann fertig geschliffen. Griff aus dem Kernholz eines Zwetschgenbaums.
Griff verbinde ich mit der Klinge mit Epoxymasse, das ist für Küchenmesser, so finde ich, am besten geeignet (dichtet die Verbindung ab und hält bombenfest, ist dann gut überschleifbar).
Das oberste Messer der Abbildung ist so entstanden. Härtewerte (z.B. HRC) anzugeben, finde ich im Freizeit Messerbaubereich nicht sinnvoll.
Messung geht ja nur auf der Wange, da ist das Material aber viel Stärker als an der Schneide, dh. Schneide ist je nach dem oft deutlich härter (Abschreckgradient höher), zumindest bei den Feld- Wald- und Wiesen Vergütungsstählen und den Kohlenstoffstählen (auch aufgekohlt..).
Ich denke eh, daß hohe Schärfbarkeit nicht von der Schneidenhärte her kommt, sondern von der Feinkörnigkeit des Stahls. Härte hat eher Bedeutung für die Schneidhaltigkeit.
Ein Schmid (also mit Esse und Werkstatt..) zeigte mir mal sein Brotzeitmesser.
Aus einfachem Baustahl, fertig geschmiedet im weichen Zustand, im Kohlenkasten aufgekohlt, gehärtet und angelassen, geschliffen.
Ein hervorragendes Messer mit hoher Schärfe und Schneidhaltigkeit aus einfachstem Material.
Seinerzeit ging ich zum Schrotthändler, um Bleche für eine Rasenabtrennung zu kaufen.
Auf einem der großen Blechflächen (ca. 120 cm X 150 cm, 3 mm dick) stand 42CrMo4.
Das wollte ich haben und bat den Schrotthändler, es mir in Streifen auf der Schlagschere zurecht zu schneiden.
Ich wies ihn auf das Material hin.
Er lachte nur und sagte, daß die Schere auch 6 mm kann (für den war Stahl eben Stahl..).
Als er loslegte, flog ihm das Ding fast auseinander.
Aus einem Rest fing ich an, ein Messer vorzuschleifen, Schneide noch 0,3 mm dick gelassen, auf einem umgebauten Gartengrill mit Holzkohlebriketts und dem Fön meiner Frau (Fön ging kaputt, Frau blieb..), anzuwärmen auf gleichmäßig Kirschrot, Abschrecken in Öl (das alte Frittenöl aus dem Öli) und auf der Herdplatte wieder Anlassen, bis die Schneide mir nicht mehr zu hart erschien. Dann fertig geschliffen. Griff aus dem Kernholz eines Zwetschgenbaums.
Griff verbinde ich mit der Klinge mit Epoxymasse, das ist für Küchenmesser, so finde ich, am besten geeignet (dichtet die Verbindung ab und hält bombenfest, ist dann gut überschleifbar).
Das oberste Messer der Abbildung ist so entstanden. Härtewerte (z.B. HRC) anzugeben, finde ich im Freizeit Messerbaubereich nicht sinnvoll.
Messung geht ja nur auf der Wange, da ist das Material aber viel Stärker als an der Schneide, dh. Schneide ist je nach dem oft deutlich härter (Abschreckgradient höher), zumindest bei den Feld- Wald- und Wiesen Vergütungsstählen und den Kohlenstoffstählen (auch aufgekohlt..).
Ich denke eh, daß hohe Schärfbarkeit nicht von der Schneidenhärte her kommt, sondern von der Feinkörnigkeit des Stahls. Härte hat eher Bedeutung für die Schneidhaltigkeit.
Ein Schmid (also mit Esse und Werkstatt..) zeigte mir mal sein Brotzeitmesser.
Aus einfachem Baustahl, fertig geschmiedet im weichen Zustand, im Kohlenkasten aufgekohlt, gehärtet und angelassen, geschliffen.
Ein hervorragendes Messer mit hoher Schärfe und Schneidhaltigkeit aus einfachstem Material.