Saplingbow Prunus mahaleb - Hilfe erbeten
Verfasst: 08.03.2026, 21:13
Hallo liebe Community,
ich bin neu hier. Passiv lese ich schon länger mit und konnte viele nützliche, spannende und faszinierende Dinge in diesem Forum entdecken. Viele meiner Fragen konnte ich auch durchs Lesen beantworten und besonders fiel mir hier immer der angenehme Umgangston und die große Hilfsbereitschaft auf. Jetzt bin ich aber an einem Punkt angekommen, an dem ich gerne um individuelle Hilfe bitten würde.
Ich bin noch nicht allzu erfahren. Zur Zeit baue ich an meinem 6. Bogen. 4 davon habe ich aus Hasel gebaut und 2 davon waren Kinderbögen. Eine Robinie hat sich leider beim Bau krachend verabschiedet und nun liegt eine Steinweichsel auf der Werkbank.
Kurz zum Werdegang des Staves. Er lag als Abfall bei Straßenrandbesäumungen und ich hab ihn kurzerhand eingesackt. Er war wenige Jahre alt, hatte recht breite Jahresringe, war weitestgehend gerade, aber nicht ganz astfrei. Und er hatte eine Verletzung durch die Motorsäge ziemlich mittig - leider auf der Seite die sich ausschließlich eignete. Weiterhin war er ca. 8 bis 10 cm dick und gute 2 m lang. Der obere Teil bog sich deflex, der untere war weitestgehend gerade und hatte eine leicht reflexe Stelle.
Grob zugesägt hat er ein gutes Jahr im Holzlager verbracht.
Anfangs habe ich versucht den deflexen oberen Teil mit Dampf zu richten was sich aber leider als nicht haltbar erwiesen hat. Ein weiterer Versuch beim Tillern bis ungef. Standhöhe war das Rösten des deflexen Bereiches über der Küchenhexe, dort hing er bestimmt ne gute Stunde. Danach war er deutlich fester, aber auch nicht dauerhaft.Ich habe beim Tillern dann zuerst den reflexen WA getillert um dann den deflexen anzupassen und anschließend noch mal zu härten. Das ist aber noch nicht vollendet.
Dem Rücken habe ich ein Leinenbacking verpasst. Es gab ja den Schnitt der Motorsäge und ich wollte einen Ring abtragen um das auszugleichen. Es war aber quasi unmöglich den Ring wieder zu finden. Da ich sicher öfter den Ring durchtrennt habe, habe ich das Backing aufgeleimt (mit Ponal blau).
Ja, den aktuellen Stand entnehmt bitte den Fotos.
Ah ja, anfangs hatte ich noch diesen Spanreißtest, den Ravenheart irgendwann mal irgendwo hier beschrieben hat. Demnach war es kaum möglich einen dünnen Span aus dem Rücken zu zerreißen.
Ich habe die Vermutung, dass das Holz zwar super zugstark ist, aber kaum drucktolerant. Schon beim tillern hatte er beim abspannen deutlich Stringfollow und seit dem auch schon Set. Vor allem der deflexere WA.
Fertig getillert ist er nicht, aber ich war am überlegen was ich machen kann. Nur rösten wird vermutlich nicht reichen. Mir kam stattdessen die Idee ein Holunderfacing aufzuleimen. Ich frage mich nur in welcher Stärke? Und wie viel ich vom vorhandenen WA noch abnehmen sollte? Und wie gleiche ich die beiden verschiedenen WA am besten an? Oder gibt es eine ganz andere Idee?
Diese Fragen würde ich gerne an euch richten. Ich könnte es einfach ausprobieren. Aber aktuell habe ich nur noch einen funktionierenden Haselbogen und der hat schon ein paar 1000 Schuss hinter sich und der Set hat bald Standhöhe erreicht. - Das macht keine Laune mehr und ich hätte den hier zumindest gern so, dass er mich bis zum Sommer oder besser noch über den Sommer bringt..
Jut, dann noch ein paar Angaben:
Länge NTN: 173 cm
Profil: vollpyramidal von ca. 6 auf 1 cm / bisschen Typ Möllegabet Die Enden sind schmal und sollten steif bleiben, da sich diese etwas deflex abknicken. Ich würde sie vll. noch etwas schmälern?!?
Zugstärke: derzeit ca. 41 lbs bei 21" (45 lbs bei 28" war eigentlich mein Wunsch)
Tiller: schon OK, denke ich, aber eben noch nicht fertig
Noch was? Keine Ahnung, fragt einfach.....
Ich freue mich sehr über konstruktive Tipps und danke allen von ganzem Herzen dafür im Voraus!!
Pochimilco
_____________________________________________
ich bin neu hier. Passiv lese ich schon länger mit und konnte viele nützliche, spannende und faszinierende Dinge in diesem Forum entdecken. Viele meiner Fragen konnte ich auch durchs Lesen beantworten und besonders fiel mir hier immer der angenehme Umgangston und die große Hilfsbereitschaft auf. Jetzt bin ich aber an einem Punkt angekommen, an dem ich gerne um individuelle Hilfe bitten würde.
Ich bin noch nicht allzu erfahren. Zur Zeit baue ich an meinem 6. Bogen. 4 davon habe ich aus Hasel gebaut und 2 davon waren Kinderbögen. Eine Robinie hat sich leider beim Bau krachend verabschiedet und nun liegt eine Steinweichsel auf der Werkbank.
Kurz zum Werdegang des Staves. Er lag als Abfall bei Straßenrandbesäumungen und ich hab ihn kurzerhand eingesackt. Er war wenige Jahre alt, hatte recht breite Jahresringe, war weitestgehend gerade, aber nicht ganz astfrei. Und er hatte eine Verletzung durch die Motorsäge ziemlich mittig - leider auf der Seite die sich ausschließlich eignete. Weiterhin war er ca. 8 bis 10 cm dick und gute 2 m lang. Der obere Teil bog sich deflex, der untere war weitestgehend gerade und hatte eine leicht reflexe Stelle.
Grob zugesägt hat er ein gutes Jahr im Holzlager verbracht.
Anfangs habe ich versucht den deflexen oberen Teil mit Dampf zu richten was sich aber leider als nicht haltbar erwiesen hat. Ein weiterer Versuch beim Tillern bis ungef. Standhöhe war das Rösten des deflexen Bereiches über der Küchenhexe, dort hing er bestimmt ne gute Stunde. Danach war er deutlich fester, aber auch nicht dauerhaft.Ich habe beim Tillern dann zuerst den reflexen WA getillert um dann den deflexen anzupassen und anschließend noch mal zu härten. Das ist aber noch nicht vollendet.
Dem Rücken habe ich ein Leinenbacking verpasst. Es gab ja den Schnitt der Motorsäge und ich wollte einen Ring abtragen um das auszugleichen. Es war aber quasi unmöglich den Ring wieder zu finden. Da ich sicher öfter den Ring durchtrennt habe, habe ich das Backing aufgeleimt (mit Ponal blau).
Ja, den aktuellen Stand entnehmt bitte den Fotos.
Ah ja, anfangs hatte ich noch diesen Spanreißtest, den Ravenheart irgendwann mal irgendwo hier beschrieben hat. Demnach war es kaum möglich einen dünnen Span aus dem Rücken zu zerreißen.
Ich habe die Vermutung, dass das Holz zwar super zugstark ist, aber kaum drucktolerant. Schon beim tillern hatte er beim abspannen deutlich Stringfollow und seit dem auch schon Set. Vor allem der deflexere WA.
Fertig getillert ist er nicht, aber ich war am überlegen was ich machen kann. Nur rösten wird vermutlich nicht reichen. Mir kam stattdessen die Idee ein Holunderfacing aufzuleimen. Ich frage mich nur in welcher Stärke? Und wie viel ich vom vorhandenen WA noch abnehmen sollte? Und wie gleiche ich die beiden verschiedenen WA am besten an? Oder gibt es eine ganz andere Idee?
Diese Fragen würde ich gerne an euch richten. Ich könnte es einfach ausprobieren. Aber aktuell habe ich nur noch einen funktionierenden Haselbogen und der hat schon ein paar 1000 Schuss hinter sich und der Set hat bald Standhöhe erreicht. - Das macht keine Laune mehr und ich hätte den hier zumindest gern so, dass er mich bis zum Sommer oder besser noch über den Sommer bringt..
Jut, dann noch ein paar Angaben:
Länge NTN: 173 cm
Profil: vollpyramidal von ca. 6 auf 1 cm / bisschen Typ Möllegabet Die Enden sind schmal und sollten steif bleiben, da sich diese etwas deflex abknicken. Ich würde sie vll. noch etwas schmälern?!?
Zugstärke: derzeit ca. 41 lbs bei 21" (45 lbs bei 28" war eigentlich mein Wunsch)
Tiller: schon OK, denke ich, aber eben noch nicht fertig
Noch was? Keine Ahnung, fragt einfach.....
Ich freue mich sehr über konstruktive Tipps und danke allen von ganzem Herzen dafür im Voraus!!
Pochimilco
_____________________________________________