eigenen, kleinen Parcours aufbauen - Recht und Ordnung
Verfasst: 19.08.2003, 11:14
Hallo FC'ler,
ich wollte mir in einem Waldgebiet nahe meiner Wohnung einen kleinen Parcours aus ein paar Schießsäcken aufstellen. Als guter Bürger dachte ich mir, machste alles ordentlich und holst dir ne Genehmigung, weil Roving ja verboten ist. Also netten Brief an das Forstamt geschrieben und heute morgen mit dem zuständigen Menschen getroffen.
Raus kam dabei folgendes: Wenn eine Privatperson eine solche Freizeitaktivität auf staatlichem Grund ausüben will, dann gibt es da ne Menge zu beachten. Für eine Einzelperson ist es nach dem Stand der Dinge nicht machbar!
Eine Möglichkeit wäre ein Nutzungsvertrag mit dem Forstamt, der eine Gebühr festschreibt und gleichzeitig die Verantwortlichkeiten, besonders im Falle eines Unfalls, festschreibt.
Mein Forstamt wollte mindestens 500,- EURO!! im Jahr dafür haben, darunter überwiegen andere Interessen!
Zu beachten ist auch die "Schießstands-VO". Die besagt sinngemäß, dass ein Areal für Schießzwecke besonders abgesichert/umzäunt sein muss, damit kein Unbeteiligter einfach über die Schießbahn läuft. Würde also bedeuten, dass ich in meinem Waldstück einen Zaun ziehen müßte - selbstverständlich auf eigene Kosten. Das aber widerspricht wiederum den Interessen des Forstamtes, weil die keine neuen Zäune mehr in ihrem Verwaltungsgebiet haben wollen. Zudem sollte in meinem Fall das Landratsamt eine Bescheinigung ausstellen, die mir bestätigt, dass ich in der Lage bin, diese Anlage ordungsgemäß zu betreuen. Kostet natürlich auch wieder Geld.
Weiterhin müssen so kleine Dinge wie Naherholungsgebiet, Naturschutz und die Interessen des evtl. Jagdpächters berücksichtigt werden.
Es gibt sicherlich noch mehr, auf was geachtet werden muss, was ich vergessen habe.
Ergo: Für mich ist dieses Vorhaben allein aus Kostengründen schon gescheitert ;( ;( Der Aufwand für einen solchen Parcours steht in keinem Verhältnis zum Nutzen.
Anders sieht es sicherlich aus, wenn öffentliches Interesse seitens eines Vereins o.ä. besteht (dafür gibt es genug positive Beispiele) oder für eine Einmalaktion an einem Vormittag.
Und wie es in Privatwald aussieht, ist nochmal eine andere Frage.
Ich denke, dass sich der/die eine oder andere FC'ler schon mit dem Gedanken von einem eigenen Parcours beschäftigt hat. Deshalb diesen Thread. Vielleicht hat noch jemand ähnliche Erfahrungen gemacht. Würde mich freuen, davon zu hören.
Schönen Gruß,
Markus
ich wollte mir in einem Waldgebiet nahe meiner Wohnung einen kleinen Parcours aus ein paar Schießsäcken aufstellen. Als guter Bürger dachte ich mir, machste alles ordentlich und holst dir ne Genehmigung, weil Roving ja verboten ist. Also netten Brief an das Forstamt geschrieben und heute morgen mit dem zuständigen Menschen getroffen.
Raus kam dabei folgendes: Wenn eine Privatperson eine solche Freizeitaktivität auf staatlichem Grund ausüben will, dann gibt es da ne Menge zu beachten. Für eine Einzelperson ist es nach dem Stand der Dinge nicht machbar!
Eine Möglichkeit wäre ein Nutzungsvertrag mit dem Forstamt, der eine Gebühr festschreibt und gleichzeitig die Verantwortlichkeiten, besonders im Falle eines Unfalls, festschreibt.
Mein Forstamt wollte mindestens 500,- EURO!! im Jahr dafür haben, darunter überwiegen andere Interessen!
Zu beachten ist auch die "Schießstands-VO". Die besagt sinngemäß, dass ein Areal für Schießzwecke besonders abgesichert/umzäunt sein muss, damit kein Unbeteiligter einfach über die Schießbahn läuft. Würde also bedeuten, dass ich in meinem Waldstück einen Zaun ziehen müßte - selbstverständlich auf eigene Kosten. Das aber widerspricht wiederum den Interessen des Forstamtes, weil die keine neuen Zäune mehr in ihrem Verwaltungsgebiet haben wollen. Zudem sollte in meinem Fall das Landratsamt eine Bescheinigung ausstellen, die mir bestätigt, dass ich in der Lage bin, diese Anlage ordungsgemäß zu betreuen. Kostet natürlich auch wieder Geld.
Weiterhin müssen so kleine Dinge wie Naherholungsgebiet, Naturschutz und die Interessen des evtl. Jagdpächters berücksichtigt werden.
Es gibt sicherlich noch mehr, auf was geachtet werden muss, was ich vergessen habe.
Ergo: Für mich ist dieses Vorhaben allein aus Kostengründen schon gescheitert ;( ;( Der Aufwand für einen solchen Parcours steht in keinem Verhältnis zum Nutzen.
Anders sieht es sicherlich aus, wenn öffentliches Interesse seitens eines Vereins o.ä. besteht (dafür gibt es genug positive Beispiele) oder für eine Einmalaktion an einem Vormittag.
Und wie es in Privatwald aussieht, ist nochmal eine andere Frage.
Ich denke, dass sich der/die eine oder andere FC'ler schon mit dem Gedanken von einem eigenen Parcours beschäftigt hat. Deshalb diesen Thread. Vielleicht hat noch jemand ähnliche Erfahrungen gemacht. Würde mich freuen, davon zu hören.
Schönen Gruß,
Markus