Seite 1 von 1
verdrehte Wurfarme
Verfasst: 31.03.2004, 00:10
von mindia
Hallo, meint ihr, man bekommt ziemlich stark verdrehte Wurfarme bei einem glasbelegten Recurve durch einspannen in der Wärmekammer wieder gerade? Halten sie dann? Es gibt da was bei ebay....
Grüße!
Chris
Limbtwist
Verfasst: 31.03.2004, 00:59
von Falk
Hi! Ich habe Dir hier ein Bild reingestellt, wo Du Dir vielleicht ein paar Anregungen holen kannst - Bild stammt von Yamaha!
[url=http://www.fletchers-corner.de/images/noimg.jpg]

[/url]
Joe St. Charles hat einmal gesagt, man kann versuchen den
twist durch einmaliges aber kräftiges Verdrehen in Gegenrichtung - bei gleichzeitigem Halten von einigen Sekunden - versuchen herauszubekommen.
Anwärmen kann helfen oder auch schaden - weiß man vermutlich erst, wenn man es ausprobiert hat. Man kann den Bogen in die Dusche stellen und heißes Wasser ein paar Minuten lang drüberlaufen lassen. Wenn Du eine Heizbox hast, geht bestimmt noch besser ...
Wenn er delaminiert hast Du Pech gehabt, wenn er gerade wird hast Du Glück gehabt.
Ich habe auch noch so einen Kandidaten - den muß ich auch noch in die Mangel nehmen ...
Viel Glück!
meine Meinung:
Verfasst: 31.03.2004, 08:32
von Ravenheart
..lautet so: Verdrehte WA = Fall für den Mülleimer.
Alles andere birgt die Gefahr, dass entweder die Klebung auf geht, oder der WA einem in Kürze um die Ohren fliegt!
Wenn der WA verdreht, heißt das ja, dass er eine ungleiche innere Spannungsverteilung hat.
Selbst wenn es gelingt, ihn "mit Gewalt" zu richten, wird eine Seite ungleich stärker belastet; das ist eine permanente Gefahrenquelle.
ICH würde es lassen.
Rabe
Verfasst: 31.03.2004, 13:55
von mindia
Danke für die Hinweise, wahrscheinlich werd ichs lassen....obwohl...
FRag mich wie das wohl passiert ist, ein ben pearson 50#, bekommt man doch durch falsches Bespannen allein kaum hin...
Grüße Chris
mögliche Ursachen
Verfasst: 31.03.2004, 15:16
von Ravenheart
Natürlich ist falsches Spannen, oder noch mehr ein Wegrutschen beim Spannvorgang (und dann verdrehen) die erste Ursache, die man vermuten würde. Muss aber nicht so sein.
Auch "industriell" gefertigte Bogen sind in gewisser Weise "Massenprodukte", bei denen es auch mal zu Baufehlern oder Materialfehlern kommen kann.
Ein Baufehler wäre z.B. ein (bzgl. der WA-Seiten) ungleicher Tiller (schief geschliffen oder in der Pressform verkantet), bei dem sich (durch die Hebelwirkung der Recurves und Kriechen des Materials) der Fehler dann im Gebrauch kontinuierlich verstärkt, da er permanent schief gezogen wird.
Materialfehler wären z.B. ungleich verteilte Glasfasern im Laminat (was für sich auch wieder ein "industrielles Massenprodukt" ist, oder auch ein Holzkern mit Drehwuchs oder schlicht schief (also schräg) aus der Bohle geschnitten, so dass die Holzfasern diagonal liegen (das würde man bei genauer Betrachtung evtl. sogar sehen; (aber vorsicht: oft sind auch noch dünne Furniere als Zierlaminate drauf; die wirken sich sicher nicht aus, auch wenn sie schräg verlaufen!)
Rabe