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Unterschied: guter und schlechter Bogen?

Verfasst: 04.02.2006, 13:08
von Uller
Servus,

wie schon alle ahnen können bin ich neu hier und ebenfalls neu im Bogensport. Ich hab schon viel gelesen über die verschiedenen Bögen, ihre Arten und in was sie sich unterscheiden .
Jedoch hab ich auch nach langer Suche noch nichts darüber gefunden was einen guten von einen schlechten Bogen unterscheidet, ich meine damit weniger die Art des Holzes oder die Verarbeitungsqualität als wie sich das Trefferbild von einander diferenziert.
Bei Schießsport ob nun Luftgewehr, luftpistole oder meinetwegen auch beim Großkaliber sind leicht solche Trefferbilder zufinden die großen aufschluß über den Wert einer Waffe feststellen lassen und schon zu manch Kaufentscheidung verhalfen.
Beim Bogensport konnte ich bis jetzt noch nicht in geringsterweise ähnlihes entdecken, ja sicher mag es beim Bogenschießen auch sehr darauf ankommen wie sich ein Bogen für die einzelene Person anfühlt aber ich denke trotzdem könnte es soetwas geben oder nicht?
Oder gibt es schon so etwas?und ich habe es einfach übersehen?

Gruß Uller

Verfasst: 04.02.2006, 13:18
von Archiv
Allgemeingültig lässt sich diese Frage nur schwer beantworten, "gut" ist immer relativ und kann eigentlich nur subjektiv beurteilt werden.

Effizienz: ein guter Bogen wird wahrscheinlich ein Recurve mittlerer Länge sein. Mit Schussfenster bis über die Mitte geschnitten. So ist es möglich, präzise und konstant bei flacher Pfeilflugbahn zu schießen.

Handhabe: Hier kann praktisch jeder Bogen "gut" sein, ist nur von persönlichen Vorlieben abhängig. Manche mögen den weichen Auszug und schockfreien Abschuss eines Recurves, andere bevorzugen bei Langbögen das Rattern der Zahnfüllungen. Reiterbogenschützen freuen sich über die Möglichkeit, ihren Bogen bis jenseits 32" ziehen zu können, andere Individuen schießen gern mal mit ultrakurzen Indianerbögen und 20" Auszug. Usw. usf....

Ach ja, fast vergessen: Herzlich Willkommen im FC!

Verfasst: 04.02.2006, 14:04
von shantam
sorry sowas gibts nicht.
das trefferbild hängt zu 95% von DIR ab,der bogen hat da eigentlich nix mit zu tun,überspitzt formuliert.

ich würe sagen ein guter bogen ist ein effiezienter bogen,aber das ist nur meine meinung.
andere sehen das sicher anders.

shantam

Verfasst: 04.02.2006, 14:22
von Uller
mmh,soso.
dann müsste das dann ja sagen das ein star hunter genauso gut ist wie ein Bearpaw Bearstick. trotz des großen preisunterschiedes

Güte

Verfasst: 04.02.2006, 14:41
von Taran
Es ist schon ein Unterschied dahingehend zu finden, wie gut der Bogen die gespeicherte Energie in Pfeilgeschwindigkeit umsetzt. Das hängt von vielen Faktoren ab.
Aber ein nicht ganz so effizienter Bogen kann trotzdem für dich der bessere sein, weil er dir gut in der Hand liegt oder du dich einfach in diesen Bogen "verliebt" hast - und schon schießt du damit viel besser als mit dem physikalisch effizienteren Teil - so einfach ist das...

Verfasst: 04.02.2006, 14:56
von W.Munny
Na ja, ein wenig hängt der Preis natürlich auch von den verwendeten Bogenhölzern, Zierverleimungen, Material der Tips, Nettigkeiten wie Fingermulden und/oder Checkering und was weiß ich noch... ab.

Dabei steht hoher Preis nicht automatisch für gut.

Letztlich ist ausschlaggebend ob jemand mit dem Bogen "warm" wird. In die Hand nehmen und glücklich sein hängt nicht vom Preis ab. ...so ist es mir zumindest immer wieder passiert ;-)

Verfasst: 04.02.2006, 15:12
von Peter O. Stecher
Ein Star Hunter ist sicher so gut wie ein Bearstick - was man eben zu diesen Preisen erwarten kann - so sind die.
Ein teurer Bogen muss nicht extra gut sein - aber die meisten guten sind teuer.
Ich würde sagen bei ca. 400 fängts an,

RE: Unterschied: guter und schlechter Bogen?

Verfasst: 04.02.2006, 17:00
von Robster
Original geschrieben von Uller

...ich meine damit weniger die Art des Holzes oder die Verarbeitungsqualität...
Genau das machts aber aus.
Carbonbelegt,Fastflighttauglich und was weiß ich ist eben teurer als n Rattanbogen (Extrem-Vergleich)
Genauso gut hättest ja fragen können,
was ist der Unterschied zu einem VW-Golf und nem Ferrari ?
Fahren tun beide gut oder schlecht...

Gut oder schlecht

Verfasst: 04.02.2006, 17:45
von Broken Arrow
Hi

Gibt es DEN guten oder DEN schlechten Bogen überhaupt?

Zielgenauigkeit/Treffsicherheit:
Guter Bogen= Compound

Preis:
Guter Bogen= Selfmade Rattan oder Esche

Ästhetik:
Guter Bogen=Osage, Eibe, Carbon, Glas, Wenge, Hickory......
(Recurve,Elb....)

Eigenes Wohlgefühl:
Guter Bogen= Meins ist der einfache Holzbogen selbstentworfen und selbstgebaut

Geschwindigkeit:
Guter Bogen=Compound oder mindestens Glasbelegter Recurve

usw usw usw

Macht euch frei von dem gut oder schlecht :motz

BA

Verfasst: 04.02.2006, 17:50
von Bard
Guter Bogen: Ist dein Wunschbogentyp (Recurve,LB,Selfbow...), hat ein für dich passendes Zuggewicht, wirft für sein Zuggewicht schnell, ist ordentlich verarbeitetet, ist robust, gefällt dir von der Optik und den verwendeten Materialien, ENTSPRICHT PREISLICH DEINEN MÖGLICHKEITEN,...

Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen, z.B. mit Händlerservice und Verfügbarkeit....

Du siehst also das ist gar nicht so einfach.

Was die Verarbeitungsqualität und auch die Leistungsfähigkeit angeht geb ich Negley recht - ein ordentlicher Bogen kostet 400€ aufwärts.
Du kriegst sicher auch für unter 200€ einen neuen Bogen der sich treffsicher schiessen lässt aber der optisch, handwerklich sauber und Pfeilgeschwindigkeitsmässig einfach nicht an einen teureren hinkommt. Gut schiessen kann man deswegen genauso damit nur schaut der halt nach nix aus und wirft ein bisschen langsamer.


MfG Bard

gut oder schlecht:

Verfasst: 04.02.2006, 18:11
von Lord Longbow
Hallo Uller,
Ich bin wie Du ebenfalls neu in der Bogenszene und habe folgende Erfahrung gemacht: Seit 3/4- Jahr schieße ich (nun schon den 2.) Langebogen von dem polnischen Bowyer ADAM BISSOK. Das sind die längsten Viecher, die ich je gesehen habe, der meine ist 76" lang und hat eine Wurfkraft von 52#. Ich bin mit diesem Bogen äußerst zufrieden und vertrete die Ansicht, dass die Bögen von Bissok es mit jedem hochpreisigen Bogen anderer weitaus rennomierterer Bogenbauer aufnehmen können. Vielleicht liegt die Unbekanntheit des Meisters Bissok auch daran, dass eraus Polen stammt (aus der Nähe von Krakau) und für seine Bögen sehr moderate Preise veranschlägt (meiner kostete 156,- Euro).
Ich hatte Gelegenheit in der kurzen Zeit meines Bogenschießens, reichlich andere Bögen zu testen und komme zu der Ansicht: Esgibt weder gute noch schlechte Bögen, es hängt immer von Dir und Deinen Vorstellungen ab, was Du willst; es gibt vielleicht preiswerte oder überteuerte Bögen. Verhaltens- u. Leistungsdiagramme halte ich für nur mehr als billig, aber nicht als der Weisheit letzten Schluss.

Langer Rede kurzer Sinn: Wie meine Zaubermaus immer zu mir sagt, der ich dieses Jahr zum Geburtstag einen neuen Bogen schenken möchte: "Geh mir nicht auf den Senkel. Ich kauf´keinen Bogen nach Diagrammen oder Katalogbeschreibungen. Ich muss einen Bogen schießen, und danach sag ich Dir, ob er mir gefällt und zu mir passt oder nicht!"

Dies zum Thema gut oder schlecht, auch mal aus der Sicht der Damen.

Gruß
Lord Longbow
und Willkommen im Club

Verfasst: 05.02.2006, 15:25
von Uller
najagut, porbieren geht über studieren