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Takedown-Langbögen
Verfasst: 21.02.2006, 08:12
von duxallamanorum
Aus Transport- und Platzgründen liebäugle ich mit einem Takedown-Langbogen ( 2- oder 3-teilig).
Inwieweit sind diese Bögen bei Turnieren zuge-
lassen?
Im Regelwerk der verschiedenen Verbände gibt hier durchaus widersprüchliches.
Gilt zum Beispiel eine Metallsteckhülse als Metallmittelteil?
Gruß Wolf
Verfasst: 21.02.2006, 10:03
von Ravenheart
...das kann man leider NICHT pauschal sagen! Ist von der jeweiligen Ausschreibung bzw. Auslegung derselben abhängig!
Rabe
Verfasst: 21.02.2006, 10:09
von Peter O. Stecher
Meinem Empfinden nach kann man von einem Metallmittelteil nur bei 3-teiligen Bögen mit Metallmittelteil sprechen.
Verfasst: 21.02.2006, 10:32
von Ravenheart
Würde ICH auch so sehen, aber manche Veranstalter sehen Metallteile im Griffbereich als unzulässiges Stabilisierungs-Gewicht!
Aber wie schon gesagt, das legt leider jede(r) anders aus!
Rabe
Verfasst: 21.02.2006, 10:52
von duxallamanorum
Dann wäre ein dreiteiliger Langbogen z.B. wie der Bob Lee-Hunter, mit einem Holzmittelteil zulässig oder könnte man da die Metallschrauben
als unzulässiges Gewicht auslegen?
Verfasst: 02.03.2006, 13:44
von mako
Teilbare Langbögen sind in den meisten Verbänden nicht zugelassen. Dafür gibt es mehrere Gründe:
1) durch die Teilung im Griff wird eine Metallhülse erforderlich die gleichzeitig eine stabilisierende Wirkung hat und somit einen Wettbewerbsvorteil darstellt
2) bei mehrteiligen "Langbögen" ist es nicht mehr möglich zu gewährleisten, dass im gesamten Turnierverlauf ein Bogen mit gleicher Wurfleistung geschossen wird.
3) bei mehrteiligen "Langbögen" ergeben sich Tuningmöglichkeiten, die bei einem einteiligen Langbogen nicht gegeben sind (z.B. Tiller einstellung) auch das ist ein einseitiger Wettbewerbsvorteil...
Hoffe mit der Antwort gedient zu haben...
RE:
Verfasst: 02.03.2006, 14:12
von Zentaur (✝)
Original geschrieben von mako
........
2) bei mehrteiligen "Langbögen" ist es nicht mehr möglich zu gewährleisten, dass im gesamten Turnierverlauf ein Bogen mit gleicher Wurfleistung geschossen wird.
und bei mehrteiligen recurves -die ja zugelassen sind- ist das gewährleistet?
das argument hinkt aber gewaltig.
in vielfacher hinsicht
Original geschrieben von mako
3) bei mehrteiligen "Langbögen" ergeben sich Tuningmöglichkeiten, die bei einem einteiligen Langbogen nicht gegeben sind (z.B. Tiller einstellung) auch das ist ein einseitiger Wettbewerbsvorteil...
hä?????
und bei T/D RCs geht so was nicht???????????????
Original geschrieben von mako
Hoffe mit der Antwort gedient zu haben...
m.e. nicht wirklich
oder ich bin zu doof und raff's nicht.
nix gegen dich. sollten das wirklich die gründe sein, dann hat sich da m.e. niemand wirklich einen kopp gemacht
hört sich sehr fadenscheinig an.
denn selbst der raffinierteste bogen gewährleistet keine treffer........da ist immernoch der faktor mensch 8-)
RE:
Verfasst: 02.03.2006, 14:13
von shantam
Original geschrieben von mako
Teilbare Langbögen sind in den meisten Verbänden nicht zugelassen. Dafür gibt es mehrere Gründe:
1) durch die Teilung im Griff wird eine Metallhülse erforderlich die gleichzeitig eine stabilisierende Wirkung hat und somit einen Wettbewerbsvorteil darstellt
2) bei mehrteiligen "Langbögen" ist es nicht mehr möglich zu gewährleisten, dass im gesamten Turnierverlauf ein Bogen mit gleicher Wurfleistung geschossen wird.
3) bei mehrteiligen "Langbögen" ergeben sich Tuningmöglichkeiten, die bei einem einteiligen Langbogen nicht gegeben sind (z.B. Tiller einstellung) auch das ist ein einseitiger Wettbewerbsvorteil...
Hoffe mit der Antwort gedient zu haben...
punkt 1 ist unsinn.
ich baue langbögen aus einem stück.
wenn ich wollte bau ich da blei ein um das ding zu stabiliesieren.
sehen würde das keiner.
shantam
Verfasst: 02.03.2006, 14:30
von buechse82
das is ja fast schon ein typisch deutsches Beamtenreglement
Ich erinnere mich noch schwerst an meine F.I.T.A.-Zeit, wo ich ohne weiteres mit Hilfe eine imbusschlüssels das Zuggewicht um einige Pfund verändern konnte
MfG
Unsinn?
Verfasst: 02.03.2006, 14:40
von Taran
Shantam, das magst du als Unsinn sehen, das bedeutet aber leider noch nicht, dass es Verbände auch als Unsinn sehen.
Den Langbogen mit Bleifüllung im Griffstück gibt es tatsächlich!
Bob Lee
Verfasst: 02.03.2006, 14:43
von nordwandclimber
Ich denke, den Bob lee dürfte man nicht schießen (zumindest nach DFBV), da das Bogenfenster parallel zur Bogenachse geschnitten ist. Habe nämlich den Hunter, nur mit RC Wurfarmen. Das gilt zumindest für Meisterschaften, wie es bei Wald-und wiesenturnieren ausschaut... keine Ahnung.
Über die Regeln zu disskutieren ist sicher teilweise angebracht, nur wird es nicht viel ändern. Ich nehme es entweder hin oder schieße halt nicht auf Turnieren, bei denen solche Regeln gelten, wenn ich diese nicht akzeptieren kann.
Wobei ich sagen muss, dass ich meine takedowns (alle RC) eigentlich nicht oft (1 x bisher) zum Transport auseinandergebaut habe.
Bei Flugreisen vielleicht sinnvoll, aber auch da lässt sich das Teil sicher irgendwie als Einteiler transportieren. Lagerung ist auch einteilig bei beebgten platzverhältnissen möglich (unterm Bett etc.).
Der für
mich wirklich plausible Grund einen TD zu schießen ist der, daß ich das Zuggewicht variabel gestalten kann, wenn ich z.B. nach längerem Training eine bessere Fitness habe. Das ich im Wettkampf das Zuggewicht wechsle halte ich schlichtweg für nicht praktikabel, da treffe ich zumindest bedeutend schlechter.
Das der schwerere bogen ruhiger im Schuss steht sehe ich auch so, wobei ich das nicht überbewerten würde. Nach DFBV ist ja auch in der PB und der LB klasse der Bogenköcher nicht zulässig (so stand es jedenfalls im Spot).
Wobei ich derzeit mit dem langsameren, leichteren einteiligen Bambusbogen irgendwie besser schieße als mit meinem Bob Lee......vielleicht werde ich alt

.
Gruss,
NWC
Verfasst: 02.03.2006, 14:45
von shantam
und der mit blei geht in ordnung?
ist halt so das ich eine messing oder was weis ich steckhülse nicht als vorteil sehe.
und diese regelwut.....
naja ist halt nicht mein ding.
shantam
Blei
Verfasst: 02.03.2006, 14:53
von Taran
Batürlich geht der mit Blei laut Reglement nicht in Ordnung - aber du siehst es ihm überhaupt nicht an...
Wobei die Messinghülse sicher nicht so viel ausmacht... könnte man mit einem großen Ebenholzmittelteil auch hinkriegen...
Verfasst: 02.03.2006, 14:55
von mbf
Tja, bitte nicht vergessen, wozu ein Reglement dient: die Gleichheit des Materials sicherzustellen. Diejenigen, die sich vehement gegen die "Reglementierungswut" aussprechen, würden sich auch bedanken, wenn es nur eine "Bogenklasse" gibt, in der vom Holzstecken bis zum Fahrrad alles geschossen wird - ohne Anpassung. Genau so sieht es beim Langbogen aus. In den meisten Spielregeln heißt es: "...aus einem Stück...". Also nix zerlegbar. Punkt.
Für den Freizeitschützen (Beispiel: shantam) isses natürlich wurscht, womit er schießt, klar. Aber wer Turniere mitmachen will (Beispiel: mako), sollte sich vorher im Klaren sein, was so gespielt wird. Spaßturniere orientieren sich auch an gängigen Reglements (meist DFBV oder DBSV), von daher sollte man sein Equipment vorher mal anschauen, dass es da nicht zu unangenehmen Überraschungen kommt.
Verfasst: 02.03.2006, 16:37
von fennek
Also mal abgesehen davon, dass ich seit vier Jahren einen teilbaren Langbogen schieße mit dem ich auf vielen Turnieren war und noch nie Probleme hatte, finde ich die Argumentation was die "Gleichheit des Materials sicherzustellen" betrifft unsinn...
Ich meine, wenn man einen alten ML14 oder etwas in der Art mit einem "modernen" Langbogen vergleicht ist der Unterschied viel krasser wie bei teilbar und aus einem Stück!
Gruß Benni