Ipe in Kleinmenge

Hölzer, Kleber, etc.
0ri9ine11
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Ipe in Kleinmenge

Beitrag von 0ri9ine11 » 20.05.2019, 22:39

Hallo, ich hab schon Bambus bestellt und bin jetzt auf der Suche nach Ipe.
Gibts zu hauf... in Form von Terassendielen.
Die könnte ich beim Schreiner zusägen lassen in Laminate in verschiedenen Breiten und Stärken.
Da würde eine 15-30€ Planke für 4-6 Bögen reichen.
Versandkosten: 250€.. oder 300€
Gibts nen anderen weg? Einer von euch? Ne Seite die ich nicht kenne? :-\

0ri9ine11
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Re: Ipe in Kleinmenge

Beitrag von 0ri9ine11 » 23.05.2019, 12:27

Hm.. ja schei**....
Okay andere Frage, was würdet ihr unter Bambus packen?
Und wo kann ich das bekommen?
Ich dachte nur Ipé, weil das ja DIE Kombi mit Bambus sein soll.
Hier haben das Ja auch schon einige im Forum gemacht. Alle die jemals Ipé hatten, wo hattet ihr das her?

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inge
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Re: Ipe in Kleinmenge

Beitrag von inge » 23.05.2019, 13:02

Hallo,
ich habe keine Erfahrung mit diesem Händler, aber die Adresse schon länger gespeichert. Vielleicht wirst du dort fündig.
https://www.espen.de/de/produkte/spezia ... langboegen
LG
inge
Am Ende stellt sich die Frage:
Was hast du aus deinem Leben gemacht?
Was du dann wünschst getan zu haben, das tue jetzt.
( Erasmus von Rotterdam )

Hetzer
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Re: Ipe in Kleinmenge

Beitrag von Hetzer » 23.05.2019, 13:40

0ri9ine11 hat geschrieben:
23.05.2019, 12:27

Ich dachte nur Ipé, weil das ja DIE Kombi mit Bambus sein soll.

Das kannste so auch nicht sagen. Es kommt auf die Qualität an. Ipé hat neben einigen anderen Harthölzern [und auch nur in top-Qualitäten] u.a. ein spez. Gewicht von heute sowas um die 0.85, in noch erleseneren Qualitäten sogar zwischen 0.91 bis 1.10 [zum Vergl.: Esche ~ von 0.49 bis 0.68, die div. Ebenholzsorten Makassar-, Gabun-, Mun-, Texas-, Brown-, zwischen - 0.82 bis zu 1.16, im Schnitt jedoch meist um die 0.90 - 0.96] und ist dabei auch super drucktolerant - das haben aber ebenfalls z.B., Greenheart, Purpleheart, Osage, etc. [wobei Osage geg. anderen trop. Harthölzern rein gefühlt immer noch ein wenig extra knusprig im Auszug wirkt] - aber auch bei diesen Hölzern gibt es deutliche Unterschiede in den angebotenen Qualitäten.
Neben dem Gewicht sind für Bogenholz aber auch, Zug- und Druckfestigkeit und last not least die Elastizität ausschlaggebend [Eibe z.B. liegt da mit Osage ganz weit vorn und schiebt sich damit unter die Spitze der Bogenhölzer, da sie vom Gewicht und der Dichte eher nicht mit hochfesten u. schweren Tropenhölzern mithalten kann].
Aufgrund des immer weiter zunehmenden Raubbaus kannste heute schon gar nicht mehr sagen, daß Ipé in jedem Fall das non plus ultra unter den Hölzern ist.
Zuletzt geändert von Hetzer am 23.05.2019, 17:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Elbenberger
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Re: Ipe in Kleinmenge

Beitrag von Elbenberger » 23.05.2019, 15:35

@ 0ri9ine11 Weiß nicht ob dir das hilft, habe Eibe und Bambusbodendiele schon gegen geklebt das hat gut funktioniert,mit Massaranduba hatte ich einen fetten Kompressionsriss. Ich verzichte jetzt auf Tropenhölzer abgesehen von dem ökologischen Aspekt reizt das Zeug Haut Lunge und Augen.
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Wenn du Bambusdiele nimmst nimm die mit stehender Verleimung bei der liegenden kannSchrott inder Mittellage sein.
"ALL I KNOW IS THAT I KNOW NOTHING"" Socrates

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Re: Ipe in Kleinmenge

Beitrag von 0ri9ine11 » 23.05.2019, 18:22

@inge Ja da gab es Ipe rohlinge. Wesentlich teuerer pro masse im Vergleich zu Terassendielen. Sind aber alle ausverkauft. Eigentlich ist da alles Bogenholz ausverkauft. hm... Trotzdem Danke!

@Hetzer Hab nichts behaupten wollen. Hab wiedergegeben was ich gehört hab. Dass es Qualitätsschwankungen innerhalb einer Holzart gibt sollte ja jedem klar sein. Dazu im Bezug auf Ipé: je dunkler desto besser erzählt man sich. Die anderen Holzarten klingen auch interessant, dürften wohl kaum einfacher ran zu kommen sein...

@Elbenberger Eibenkern kenn ich auch klar. Ist nur nicht viel einfacher/günstiger ran zu kommen.
Hab Stücke ausm Rohr, nix verleimtes!

Sateless
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Re: Ipe in Kleinmenge

Beitrag von Sateless » 23.05.2019, 18:23

Je nach dem, was du bauen willst, kannst du auch einfach ein weiteres Stück aus deinem Rohr auf den Bauch leimen.
Ich schreibe ohne Autokorrektur lesenswerter. Du etwa auch?
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Re: Ipe in Kleinmenge

Beitrag von 0ri9ine11 » 23.05.2019, 18:34

@stateless
An rein Bambus hab ich auch schon gedacht... leimt man dann die Latten an den Bäuchen aneinander, sodass man auf beiden seiten Nodien hat, oder schleift man bei einem die Nodienseite ab und leimt die in gleicher Ausrichtung aneinander?

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Re: Ipe in Kleinmenge

Beitrag von Hetzer » 23.05.2019, 19:14

0ri9ine11 hat geschrieben:
23.05.2019, 18:22

@Hetzer Hab nichts behaupten wollen. Hab wiedergegeben was ich gehört hab. Dass es Qualitätsschwankungen innerhalb einer Holzart gibt sollte ja jedem klar sein. Dazu im Bezug auf Ipé: je dunkler desto besser erzählt man sich. Die anderen Holzarten klingen auch interessant, dürften wohl kaum einfacher ran zu kommen sein...
https://www.fletchers-corner.de/ucp.php ... ifications

Ich auch nich, aber hast schon recht - die Kombi Ipé/Hickory od. Ipé/Bambus ist für engl. longbows die effizienteste - unter o.g. Bedingungen. Nick Toy baut die Dinger ja seit einiger Zeit und scheint völlich überzeucht davon. :D

Bambus für einen elb is zwar schnell, aber echt zu schwul - laß das lieber... ;D
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Re: Ipe in Kleinmenge

Beitrag von 0ri9ine11 » 23.05.2019, 19:18

:D @Hetzer Hatte keinen ELB vor! Hoffe meine Sexualität also weiter selbst bestimmen zu können !

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Re: Ipe in Kleinmenge

Beitrag von Hetzer » 23.05.2019, 19:20

0ri9ine11 hat geschrieben:
23.05.2019, 19:18
:D @Hetzer Hatte keinen ELB vor! Hoffe meine Sexualität also weiter selbst bestimmen zu können !
Wääh ? :o Is das bei dir etwa nich biolog. vorgegeben... ???

Ahso. Na, wenn Tempo der Maßstab für den künftigen Bogen sein sollte, dann könnte man ja auch was mit Osage; Sehnenbacking und aufm Bauch ein paar chique Oryx Hörner (z.B.) basteln... noch ne krasse Störhaut obendrauf und du hast 'n Bogen, den nich jeder hat. ;)
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Re: Ipe in Kleinmenge

Beitrag von 0ri9ine11 » 23.05.2019, 19:34

@Hetzer Das ist das Geschlecht. Das ist vordeterminiert (anders als so einige gestalten in modernen social media es verstehen)

Klingt ja super der Bogen den du da ausmalst. Materialkosten: Dein Haus und beide Nieren

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Re: Ipe in Kleinmenge

Beitrag von Hetzer » 23.05.2019, 20:34

Ja eben, war doch genau meine Rede. Na, da bin ich aber beruhigt... 8)

Ja, öh - billich issas schon nicht, ne... gute Osage, gute Sehnen, gutes Oryxhorn... den Stör kriegste günstig vom Russen od. so. Aber wenn alles klappt haste nachher 'n Bogen im gut vierstelligen Wert des Herstellungspreises - eigene Arbeitsleistung nich mitgerechnet. ;)
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Re: Ipe in Kleinmenge

Beitrag von Wirrwarr » 24.05.2019, 23:19

0ri9ine11 hat geschrieben:
23.05.2019, 18:34
... leimt man dann die Latten an den Bäuchen aneinander, sodass man auf beiden seiten Nodien hat, oder schleift man bei einem die Nodienseite ab und leimt die in gleicher Ausrichtung aneinander?
Die Nodien lässt man in der Regel außen und schleift sie nicht ab, da diese Stellen sonst zum Knittern neigen.
Wenn 2 Schichten Bambus nicht reichen, kann natürlich eine weitere als Mittellage eingesetzt werden. So zum Beispiel:
viewtopic.php?t=26148
Der Bambus am Bauch kann wärmebehandelt werden um die Druckfestigkeit zu erhöhen.

Das Problem: Tillern über den Bauch sollte man dann lieber lassen ;)

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kra
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Re: Ipe in Kleinmenge

Beitrag von kra » 26.05.2019, 17:14

ob das mit Bambus/Bambus/Bambus klappt hängt immer von der Bambusqualität ab ;-) - Ich hab's früher mehrfach gemacht - ist nicht ganz einfach, weil man eigentlich primär über den Rücken tillert.
Wichtig ist imho, das der Bambus sehr viele und dicht liegende der "Kraftfasern" unter der Rinde hat und die abstände der Nodien gut zum Bogendesign passen.
Tempern für die Bauchlage kann man machen, ich würde aber mehr Wert darauf legen, den Packen mit erheblichem Reflex zu verleimen. Bambus tempern ist so ne Sache, kann klappen, muß aber nicht, und wenn es gut geworden ist ist diese Lage ziemlich spröde.

Anstatt 2 Lagen Bambus Bauch an Bauch zu verleimen würde ich 2 Bambuslagen in der Form ausschneiden und "auf Kante" abschleifen. Dann eine Mittellage aus Bambuslaminat zurecht schneiden. Für die beiden Außenseiten tillern bzw. auf saubere Biegung tillern. Zuggewicht erst mal unwichtig (werden <10# sein :-) )
Dann die Mittellage aus Bambuslaminat zurechtschneiden und auch auf saubere Biegung tillern. Und dann - rechnen. Nach der Formel das das Zuggewicht in der 3. Potenz zur Dicke des Bogens geht kannst du das endgültige Zuggewicht des Pakets abschätzen und über die Dicke der Mittellage anpassen (evtl noch ne 2. Lage dazu oder abschleifen). Dann alle Klebeflächen konkav ausschleifen (~2/10mm) und gut aufrauhen. Mit Epoxy unter Druck verleimen (meine Wahl: Schnurwicklung und Keile) und dabei in einen sauberen Reflex biegen und so aushärten lassen.
Die letzten 10-15# Zuggewicht und den endgültigen Tiller vorsichtig über den Rücken anpassen (oder wenn sehr gut getroffen, über die Breite).

PS. das Griffstück mit der Mittenlage zusammen verkleben und darauf aufbauend das Paket zusammensetzen.

PPS. der Aufwand lohnt aber nur, wenn du guten Bambus hast!
“Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.”
– George Bernard Shaw

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