Freunde von mir waren vor kurzem in der Mongolei und haben mir immerhin eine Karte geschickt (leider keinen Bogen mitgebracht ;()
die Karte:
Die rechte Schützin hat an ihrem Bogen eine wie ich finde sehr ungewöhnliche Vorrichtung, bei der ich mir nicht sicher bin, was sie bedeuten soll. Zielhilfe? mehr Bogenstabilität? ? ? ?
Wenn Ihr Ideen habt, was das sein könnte oder was das ist, dann her damit.
Ich bin mir ziemlich sicher, was das ist.
Für ein Visier ist es natürlich auf der falschen Seite.
Der Bogen hat sich wahrscheinlich "verbogen", nach links, so dass die Sehne links vom Griffstück lag.
Also wird am oberen und unteren Fadeout ein Hebel angebracht, dazwischen eine verdrehte Schnur, die über's Eindrehen so stark gespannt werden kann, bis die Wurfarme wieder fluchten, weil sie nach rechts gebogen werden (bzw. das Mittelstück wird zurechtgebogen).
Auch an den Siyahs sind bei solchen Bögen oft "Verstrebungen" angewickelt.
Ich hab im letzten Jahr auf der Ronneburg mal solche einen Mongolenbogen im Original sehen.Das war genau so ein Prügel wie auf den Foto.Auch die Pfeile.War aber eben aus der Mongolei.Vielleicht haben wir da etwas andere Vorstellungen, durch Bögen wie von Kassai oder Grozer.Müßte man mal vor Ort ermitteln.
Beim Nadam (oder Naadam) wird bis zu 75m weit geschossen, ein guter mongolischer Bogen kann bis zu 250m weit tragen.
Da die Traditionen durch Armut und die neuere Geschichte fast vergessen sind, findet man viele alte Bögen, die provisorisch zurechtgebogen werden anstatt über dem Kohlebecken gerichtet zu werden. Viele schießen, wie auch in Bhutan, in traditioneller Kleidung, auf traditionelle Ziele, aber mit einem moderner Fita-Recurve oder gar einem Compound - allerdings immer ohne Visier.
@Taran,
das kann auch der Grund sein warum die Dame, als Rechtschützin die die Sehne mit dem Daumen zieht, den Pfeil _links_ am Bogen anlegt. Vom Release her sollte er doch rechts auf dem Zeigefinger aufliegen ( oder täusche ich mich da??) -- Daumenringschützen vor
“Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.”
– George Bernard Shaw
also ich denke auch, dass bei diesen Keulen die die schießen, ein ganz schönes "Paradoxon" gegeben ist und der Pfeil nicht aus dem "Gestell" ginge, ohne rechts und links anzuklappern;-) Sieht schon eigeartig aus, das ganze:o
@ William,
Hattest Du in Breunings Deinen Bart zu Hause vergessen ?:D
Gruß
Trebron
Wer nur zur?ck schaut, sieht nicht, was auf ihn zukommt
Daß solche Monsterpfeile verschossen werden hängt vielleicht auch mit den Zielen zusammen. Auf der Postkarte schießt die Frau fürs Foto sehr schön nach oben. Beim Nadam-Fest wird aber auf eine Mauer aus Holzklötzchen geschossen. Dabei gilt ein Treffer auch, wenn der Pfeil über den Boden schliddert. Und da sind überschwere Pfeile sinnvoll. Die Pfeile sind tatsächlich sehr langsam. Die Schiedsrichter stehen in kleinen Gruppen hinter den Zielen und wenn ein Pfeil kommt, hebt man beiläufig einen Fuß und läßt ihn durch. Sicherheit geht eben vor. :-)
Sind meist keine Klötze, sondern geflochten Körbchen oder Bälle. Die Spitze sorgt tatsächlich für ein Abgleiten am Boden und der "Schiri" steht direkt daneben. Weitere Zuschauer oft auch. In Bhutan tanzt die Mannschaft manchmal quer über die Schussbahn, wenn es gilt, den gegnerischen Schützen zu irritieren, dort sind auch obszöne Beschimpfungen erlaubt, und manchmal wird jemand nur seiner "blumigen" und erfinderischen Ausdrucksweise ins Team genommen.
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