Standhöhe des Reiterbogens beeinflussen

Sättel, Zaumzeug, Reiterbogen, Kompositbogenbau, usw.
Antworten
Sir Lancelot

Standhöhe des Reiterbogens beeinflussen

Beitrag von Sir Lancelot »

Hallo Leute

Ich besitze den Bearpaw Horsebow:
[url=http://www.fletchers-corner.de/images/noimg.jpg]
Bild[/url]

Leider hat dieser Bogen nur eine Standhöhe von: 5 - 5 1/2"

Wie kann ich die Standhöhe vergrößer, vielleicht dadurch, dass ich den Bogen eine Weile eingespannt lasse oder sogar mit einem Gewicht belaste ???
morganalafay
Hero Member
Hero Member
Beiträge: 653
Registriert: 07.02.2006, 20:22

Beitrag von morganalafay »

Moin,

viel einfacher: Dreh die Sehne ein, die wird dann kürzer.

Gruß Tom
......der Morgenschiss kommt ganz gewiss, und wenns auch erst am Abend is....
Sir Lancelot

RE:

Beitrag von Sir Lancelot »

Original geschrieben von morganalafay

viel einfacher: Dreh die Sehne ein, die wird dann kürzer.
Hab ich schon gemacht, leider funktioniert das mit der flämisch gespleißten Sehne nicht so gut, oder ich machs falsch. Vielleicht geht's mit einer Endlossehne besser.

:bash Muss mich noch korrigieren, mit Gewicht hab ich mir vorgestellt, dass ich den Bogen geschmeidiger machen könnte und somit die Standhöhe zu vergrößern. Aber das war wohl ein naiver Schuss in den Ofen. :schaem
benz

Beitrag von benz »

Warum willst Du das denn? Ich finde gerade auf dem Pferd oder dem Fahrrad :D eine niedrige Standhöhe viel handlicher!

liebe Grüße benzi
Tobias Christian
Full Member
Full Member
Beiträge: 148
Registriert: 02.11.2006, 22:41

Beitrag von Tobias Christian »

Hallo,
bei mir funzt das eindrehen der Sehne immer.
Hast du die Sehne vielleicht schon zu weit eingedreht?
Ansonsten kannst du dir ja eine Sehne bauen.

Grüße

Tobias
Sir Lancelot

RE:

Beitrag von Sir Lancelot »

Original geschrieben von benz

Warum willst Du das denn? Ich finde gerade auf dem Pferd oder dem Fahrrad :D eine niedrige Standhöhe viel handlicher!

liebe Grüße benzi
Meine Federn sind zu lang bzw. durch den größeren Abstand Nocke-Federende streifen die Federn beim schnellnocken in der Vorwärtsbewegung immer am Bogen.

@Tobias
Gut ich werde nochmal an der flämisch gespleißten Sehne rumtesten und weiter eindrehen. Good Luck :-)
benz

Beitrag von benz »

die Chance daß Du Deinen Bogen dabei kaputt machst ist ziemlich groß, ICH würde andere Pfeile machen
Sir Lancelot

RE:

Beitrag von Sir Lancelot »

Original geschrieben von benz

die Chance daß Du Deinen Bogen dabei kaputt machst ist ziemlich groß, ICH würde andere Pfeile machen
Ja das befürchte ich auch. Ich hab mal was von max. 12 mal eindrehen gehört, vielleicht war's auch nur ein Traum. :D
Jedenfalls hab ich die Standhöhe um ca 2'' auf 7'' erhöht. Die Wurfeigenschaft ist nicht schlechter geworden, aber die Vibrationen fühlen sich seltsam an. Ich teste noch ein paar Sehnenumdrehungen bzw Standhöhen.
benz

RE: RE:

Beitrag von benz »

Original geschrieben von Sir Lancelot

Die Wurfeigenschaft ist nicht schlechter geworden, aber die Vibrationen fühlen sich seltsam an.
tja und dabei isses schwer zu sagen wann der Bereich anfängt wo es Deinem Bogen schadet
morganalafay
Hero Member
Hero Member
Beiträge: 653
Registriert: 07.02.2006, 20:22

Beitrag von morganalafay »

Moin,

andere Herangehensweise:

Auf einigen Abbildungen von originalen Pfeilen der nordamerikanischen Indianer sah ich Aussparungen der Federn im Bereich um die 5 Zoll.

Dort hatten die schlauen Ureinwohner die Federn einfach etwa 2 Zoll breit bis zum Kiel abgeschabt. Ahnliches sieht man heute gern auf Fantasypfeilen. Da hat die Feder vorne praktisch nen kleinen Teil, dann nix, dann wieder hinter der Pfeilauflage etwa 3 bis 4 Zoll normales Maß.

Hab jetzt leider kein Foto von den Indianerpfeilen und müßte auch für Quellenangaben meine Literatur wälzen, aber sicher sind solche Foddos auch in einer der drei TBB drin.

Meines Erachtens macht es gar nix, wenn die Feder bei der Pfeilauflage anliegt, außer daß sie ausfranst.

Den Bogen würd ich dafür jedenfalls nicht vergewaltigen, ein Satz Federn alle halbes Jahr ist billiger.

Gruß Tom
......der Morgenschiss kommt ganz gewiss, und wenns auch erst am Abend is....
Sir Lancelot

RE:

Beitrag von Sir Lancelot »

Original geschrieben von morganalafay

Den Bogen würd ich dafür jedenfalls nicht vergewaltigen, ein Satz Federn alle halbes Jahr ist billiger.
Meinst du, dass wenn ich die Standhöhe um 1-2" erhöhe, es dem Bogen schadet ?
morganalafay
Hero Member
Hero Member
Beiträge: 653
Registriert: 07.02.2006, 20:22

Beitrag von morganalafay »

Moin,

ich kenne den Bearpaw auch nur von Fotos und hatte ihn noch nicht in der Hand.

Bei Bögen, welche werksseitig schon Empfehlungen für die Standhöhe haben, ist aber meistens nur ein Spielraum von 1 Zoll angegeben. ZB kann da stehen: 7 1/4 - 8 1/4.

Ich habe noch nie gesehen, das einer zB mit 5-8 angegeben wurde.

So +/- 0.5 Zoll sind sinnvoll um den Bogen auf Deine Gewohnheiten einzustellen, alles andere ist Quatsch. Dann lieber nen anderen Bogen.

Wenn Du die Standhöhe vergrößerst, vergrößerst Du ja auch die Vorspannung der Wurfarme. Diese müssen nun auf kürzerem Weg die gleiche Arbeit leisten um den Pfeil zu beschleunigen. Das macht den Bogen zwar etwas schneller aber auch ungenauer und weniger fehlerverzeihend.
Führst Du die Vorspannung ins Extrem, werden die Wurfarme überlastet, da sie gebogen werden, wie es eigentlich bei einem Mörderauszug der Fall wäre.

Also lieber die Befiederung anpassen. Der Erbauer des Bogens hat sich sicherlich was dabei gedacht, als er das Design entworfen hat.

Gruß Tom
......der Morgenschiss kommt ganz gewiss, und wenns auch erst am Abend is....
Benutzeravatar
kra
Global Moderator
Global Moderator
Beiträge: 7062
Registriert: 06.08.2003, 23:46
Hat gedankt: 150 Mal
Hat Dank erhalten: 179 Mal

RE:

Beitrag von kra »

Original geschrieben von morganalafay
...
Wenn Du die Standhöhe vergrößerst, vergrößerst Du ja auch die Vorspannung der Wurfarme. Diese müssen nun auf kürzerem Weg die gleiche Arbeit leisten um den Pfeil zu beschleunigen. Das macht den Bogen zwar etwas schneller aber auch ungenauer und weniger fehlerverzeihend.
Führst Du die Vorspannung ins Extrem, werden die Wurfarme überlastet, da sie gebogen werden, wie es eigentlich bei einem Mörderauszug der Fall wäre.
...
Gruß Tom
Ich hatte es eher anders herum in Erinnerung.
Bei höherer Standhöhe steht dem Pfeil weniger Beschleunigungsweg zur Verfügung und er sollte deswegen etwas langsamer aber "verzeihender" von der Sehne gehen.
Bei niedrigerer Standhöhe steht eiun längerer Beschleunigungsweg zur Verfügung, der aber mit einem nervöseren Abschuß erkauft wird...

Aber isch lasse mich gerne eines anderen belehren ;-), amn kann nur klüger werden...
“Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.”
– George Bernard Shaw
Sir Lancelot

@kra

Beitrag von Sir Lancelot »

Ne kra das stimmt mit meinen Testschüssen überein.
Also bei 5'' Standhöhe(Werkseinstellung) ist er schon ganz schön unruhig. Bei 8'' Standhöhe ist der Pfeilflug viel ruhiger, aber der Bogen vibriert(gefühlsmässig). Nun bin ich bei ca. 6''-6,5'' Standhöhe, also ca. 1'' über Werkangaben(5-5,5'') und es ist passabler als am Anfang, als ich den Bogen gekauft habe.
Benutzeravatar
Ravenheart
Forengott
Forengott
Beiträge: 22560
Registriert: 06.08.2003, 23:46
Hat gedankt: 13 Mal
Hat Dank erhalten: 138 Mal

Beitrag von Ravenheart »

wg. Eindrehen flämischer Sehnen:

Das Minimum liegt sicher bei 10 - 12 Umdrehungen!

Das Maximum ist von der Gesamtlänge abhängig, bei kurzen Bogen würde ich es bei ca. 25 ansetzen, bei Längeren um die 30.

Innerhalb dieser Bereiche gilt: jede Umdrehung bringt etwa 1 mm Standhöhe.

Damit wird auch klar, wie viel man durch Eindrehen "rausholen" kann:
Von 10 auf 25 bzw. 30 Umdrehungen nämlich max. 1,5 bis 2 cm (je nach Bogenlänge und Ausgangssituation).
Ist mehr gewollt, wird ne neue Sehne fällig.

wg. selber machen:

Jede(r) Bogenschütze/-in sollte in der Lage sein, selber ne Sehne herzustellen! SOOO schwierig is das echt nicht! 2 - 3 Fehlversuche zu Anfang, dann klappt das. Die nachfolgende Einsparung für den Rest des Lebens holt das "Lehrgeld" schnell wieder raus!

Berechnung (geschätzt/gerundet):

Durchschnittspreis für 1 fertigte Sehne: 10,-

2 Rollen Sehnengarn: 20,-
Wickelgerät: 10,-
Wickelgarn: 5,-

Aus 1 Rolle (1/4#) macht am vielleicht 10...
Sind bei 2 Rollen: 20
Versaut zu Anfang: 3, bleiben 17

Marktwert: 170,-
Ausgegeben: 35,-
Gespart: 135,-...
:o

Rabe
Antworten

Zurück zu „Bogenreiten Ausrüstung“