Spinewert bei Aluminiumschäften / Easton Spinewerttabelle

Fragen zu Pfeilen zum Bogenschiessen. Keine Fragen zum Pfeilbau.
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Robster
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Spinewert bei Aluminiumschäften / Easton Spinewerttabelle

Beitrag von Robster »

Ich schieße seit kurzem wieder Alu`s, und zwar Easton Gamegetter xx75- Spine 2117.
Wenn man sich nun die Easton Spinewerttabelle, bzw. sich auf http://www.eastonarchery.com/products
mit dem Shaft-Selector (Hunting Shafts) seinen Spine berechnen läßt, kommt da (meiner Meinung nach) ziemlicher Mist dabei raus.
Nach meinen Angaben (Fred Bear Grizzly, also Recurve, 56 lbs, 30 Zoll lange Pfeile) spuckt das Ding mir folgende Spinewerte für xx75 aus :
2514 oder 2317 !
:wundern
[denksceptic]Wollte eigentlich keine Besenstiele schießen !![/denksceptic]
Der 2117er den ich momentan schieße (hatte ich noch aus alten Tagen) fliegt wunderbar und fühlt sich vom Spine her an wie ein Holzschaft mit 65-70#) wenn man ihn biegt.
(naja, so in etwa jedenfalls)
Hat von euch jemand nen Plan, in wie weit man sich auf die Tabelle verlassen kann, bzw.hat mal paar Tips, oder nen Spinetester und Alu`s rumliegen , zum testen ?
Noch ein Beispiel : Habe noch nen 2.Bogen.. einen Internature Onepiece (ca.66 lbs auf 29,5 Auszug ):D also auch 30 Zoll lange Pfeile, dafür gibts bei Easton nicht mal nen Spine/Schaft ! :D :D
Haaaallloooo ????? :wundern :doh
Wenn die Zeit kommt, in der man k?nnte, ist die Zeit vor?ber, in der man kann.
- Marie von Ebner-Eschenbach
W.Munny
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Beitrag von W.Munny »

Probier's mal unter www.martinarchery.com/easton/hunteast.html

Hier solltest du für (fast) alle Bögen die entsprechenden Angaben finden.
Zurzeit unterwegs mit einem Nergal von Karl-Heinz mit 50# @ 29,5"
NORBERT SCHLIEBENER
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Beitrag von NORBERT SCHLIEBENER »

Die Angaben der Tabelle könnten sich auf FF Sehnen und Carbonwurfarme beziehen ?
Norbert Schliebener,
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Taran
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Hunting sshafts

Beitrag von Taran »

Solltest du nicht eher mit Target shafts berechnen?

Nibb-Spitzen: da halten bei Steintreffern die Schäfte meiner Erfahrung nach sogar besser als mit RPS, weil sie einfach weiter in den Schaft reingehen...
Taran von Caer Dallben

[size=2] [color=blue][b]... και δόξα τω Θεώ ![/b][/color][/size]
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fennek
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Beitrag von fennek »

@Norbert: Entschuldigung, aber irgenwie verstehe ich das gerade nicht.... was hat das mit ner FF-Sehne oder Carbonwurfarmen zu tun- Spinwert=Spinewert, oder nicht??

@Robster: 2117er Schäfte im allgemeinen haben einen Spinewert von 65-70#, wie ich aus meiner Erfahrung sagen kann (gemessen an Platinum,Autumn Orange und Gamegetter Schaft).

Vielleicht hilft dir das ja weiter?!?!

Gruß Fennek
"Wie hat es sich angefühlt?" "Es klang wie der Geruch von Himbeergeschmack..."
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mbf
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Beitrag von mbf »

@fennek
Die Tabellen müssen irgendeine Grundlage haben. Hattu schnellen Bogen, brauchste unter sonst vergleichbaren Bedingungen (Auszug, Zuggewicht etc.) steifere Pfeile, ist der Bogen langsamer, muss der Pfeil weicher sein.

Ein Selfbow im ELB-Style aus einem Bestenstiel mit einem Hosengummi als Sehne benötigt sicherlich weichere Pfeile als ein Flatbow mit Recurve, Carboneinlagen, Bogenfenster und einer Fast Flight-Sehne... ;-)

Und die Easton-Tabellen sind nun mal auf das heutige -Bogemnaterial ausgelegt... das ist ein Bogen mit CarbonWA und FF-Sehne oder vergleichbar fix.

Wie immer: Tabelle aus groben Anhaltspunkt sehen, mit Augenmaß und Erfahrung ein Kästchen oder zwei nach oben oder unten gehen, und dann anfangen, den besten Pfeil durch Ausschießen zu ermitteln.

@Robster
Hm??? Natürlich gibts für Deine 66 lbs bei 30" einen Schaft. Ich habe 60 lbs bei 31,5" Schaftlänge, das ist die gleiche Gegend. Das muß ein Spine im Bereich von 300-400 sein, so ein Alu 2315 bis 2317 ist die Größenordnung.
Der Pfeil fliegt hoch, der Pfeil fliegt weit.
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Robster
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RE:

Beitrag von Robster »

Original geschrieben von W.Munny

Probier's mal unter www.martinarchery.com/easton/hunteast.html

Hier solltest du für (fast) alle Bögen die entsprechenden Angaben finden.
Danke, das sieht mir schon viel vernünftiger aus !
@ mbf : Den Verdacht mit den 2315/2317 bei den 66# hatte ich auch, also lieg ich gar ned so daneben mit meinem Verdacht, den auch fennek schon mit den 2117 für 65/70# Spine bestätigt hat.Hab noch 2216 Autumn Orange bei Ebay ergattert (gibts ja schon ewig nichtmehr die Schäfte), die stehen in der Martin Tabelle fett hervorgehoben.
Danke euch allen, wenn noch jemand mehr weiß, immer her mit den Infos ! :-)
Wenn die Zeit kommt, in der man k?nnte, ist die Zeit vor?ber, in der man kann.
- Marie von Ebner-Eschenbach
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Ravenheart
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RE:

Beitrag von Ravenheart »

Original geschrieben von fennek

@Norbert: Entschuldigung, aber irgenwie verstehe ich das gerade nicht.... was hat das mit ner FF-Sehne oder Carbonwurfarmen zu tun- Spinwert=Spinewert, oder nicht??
Weit gefehlt, Magister!

@fennek:

Beim Abschuss arbeiten 4 Kraftkomponenten mit-/gegeneinander:

1. Beschleunigung der WA
2. Dehnung der Sehne
3. Massenträgheit des Pfeils
4. Biegesteife des Pfeils

Der Spinewert gibt nur die Biegesteife des Pfeils an!

Zu 1. Die Beschleunigung ist der eigentliche Gegenpart der Massenträgheit.
(Selbsttest: Kleinwagen im Leerlauf ohne angezogene Bremse; 1 x langsam gegen drücken, 1 x schnell gegen laufen...)
:D

Ergebnis: Je schneller die Beschleunigung, desto stärker kann die Massenträgheit dagegen wirken! Auf Bogen/Pfeil bezogen:
Superschnelle Carbon-WA erfordern bei gleichem Pfeilgewicht eine höhere Steife.

Zu 2. Sehnendehnung; steht mit 1 in Verbindung! Massenträgheit und Beschleunigung arbeiten gegeneinander, dazwischen ist die Sehne der "Übermittler". Je weniger die sich dehnt (FF!), desto mehr von der Beschleunigung kann übermittelt werden.

Zu 3. Neben dem Vorgenannten steigt mit dem Pfeilgewicht die Trägheit. Gleiche Biegesteife bei unterschiedlichem Gewicht (bei Alus durch die Wandstärke beeinflusst!) wirkt sich also darin aus!

Zu 4. ergibt sich aus 1 - 3.

Rabe
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Beitrag von Zentaur (✝) »

hab auch mal alus gehabt.
gamegetter-grün 2216 (glaube ich)
halten nur bedingt mehr aus als holz und wenn sie dann verbiegen, sind sie nach dem richten nie so gerade wie ein guter holzschaft. durch das richten ermüdet das material zunehmend und der bruch ist vorprogrammiert und der schaft für den müll.
holz ist billiger und kann man spleissen.
ich schiesse kein alu mehr.

wenn ich leichtes und wirklich stabiles und vor allem schnelles material schiessen will, dann nehme ich gleich carbon und das auch nur für den RC, denn auf dem LB eh nur holz.
es gibt ja mittlerweile sehr gute und günstige carbonis so um die € 3,00 inkl. nocke und insert.

kan man hier und da nachlesen.
was interessiert mich mein dummes geschwätz von gestern. :)
(K. Adenauer)
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Beitrag von Robster »

@ Zentaur :
Dein Einwand ist teilweise berechtigt.
Mir gings aber in erster Linie um die exakte Spinewertberechnung ! ;-)
Wenn die Zeit kommt, in der man k?nnte, ist die Zeit vor?ber, in der man kann.
- Marie von Ebner-Eschenbach
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Beitrag von Zentaur (✝) »

@robster
stimmt! hassu rächd.
[denkwonder]sorry![/denkwonder]
was interessiert mich mein dummes geschwätz von gestern. :)
(K. Adenauer)
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mbf
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Beitrag von mbf »

Jo, und damit sind wir wieder beim Thema. Berechenen läßt sich da nicht so viel, auch wenn die Easton-Software das vorgaukelt. Dafür sind die Bogenkonfigurationen einfach zu unterschiedlich. Tabelle (oder Software oder sonstwas) als Richtwert und dann exakt ausschießen ist das einzig Wahre.

Und nochmal zu den Angaben "65/70lbs" oder sonstwas auf den Schäften: das ist bei Alu oder Carbon genau so wie bei Holz: es ist für irgendeinen Standardbogen mit einem Standardschützen mit Standardauszug mit Standardspitzen und so weiter definiert... Du bist aber nicht dieser Standardschütze und hast nicht diesen Standardbogen. Also mußt Du experimentieren.

Mich persönlich k***en (sorry) diese "Spinewerte" inzwischen ziemlich an, weil jeder, der neu hineinschnuppert, meint, damit ein einfach zu bedienendes Handwerkzeug hat: "Das paßt laut Tabelle..." Das ist eine Verarsche (nochmal sorry, aber dem ist so) für diejenigen, die nicht so firm in der Materie sind wie ein erfahrener Schütze, der auch mal in die Physik dahinter schaut und dann auf einmal versteht (in genau diesem Sinne!), was hinter diesen Komplex "Spine" steckt und was sich wie bemerkbar macht. Es ist nicht die Schuld der Anfänger, diesen Fehler zu machen, er wird eine Stufe vorher eingebaut: das ist ein ganz großes Manko, das ich den Herstellern anlaste, die immer noch mit Pfundangaben hantieren, bei vielen "traditionellen Schäften" genau wie bei Holz. Ein Spinewert, wie bei den meisten Carbons oder AluCarbons als Durchbiegung angegeben (auch hier wäre _ein_ Standard nett), kombiniert mit der Masse/inch würde m.E. Vergleichbarkeit schaffen. Bei Alus sind die Daten über Wandstärke noch nett, um abzuschätzen, wie robut ein Schaft ist. Alles andere ist Voodoo und wird immer wieder gerne als "exakte Spinewertberechnung" verkauft. Leider...

Wir oft hatten wir das Thema hier eigentlich schon?
Der Pfeil fliegt hoch, der Pfeil fliegt weit.
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RE:

Beitrag von Robster »

Original geschrieben von mbf
Wie oft hatten wir das Thema hier eigentlich schon?
Bezüglich Alu habe ich über die Suche nichts gefunden, deswegen der Thread.
Ich meine, ich weiß ja das die Easton Tabelle Mist ist, und ich weiß auch das meine 2117 auf dem 56# Bogen optimal sind.
Wollte das Thema einfach nur anschneiden um zu sehen das ich nicht der einzige bin den das nervt.
Also, am besten wirds wohl sein, nen Spinetester zu bauen und die Schäfte dann in der Praxis testen ?
Hab nur noch das Problem mit den exakten 907 gramm für das Gewicht !
:-(
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- Marie von Ebner-Eschenbach
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Beitrag von Robster »

Achja bezüglich Standards..
Ich hab zb. meine Fichten und Zederpfeile über den "Standard" herausgefunden und hatte Glück ?
Ich hatte das so gerechnet :
Bogen 56 lbs @ 29,5"
Pfeillänge 30"
+ 2" = + 8/10 lbs = 64/68 lbs
Mittelwert wäre dann 66#.
100 grain Spitze..
Also hab ich 65-70er Schäfte genommen, und hat gepaßt.
Vielleicht ungewöhnliche Rechnung ? Aber ging auf.
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Spinetester

Beitrag von Archiv »

Rob, bau Dir so einen Primitivtester ; damit kannst Du zwar keinen exakten Spinewert messen, aber Vergleichsmessungen (mit passenden Schäften als "Eichmaß") durchführen. Das Gewicht ist dabei Bockwurst, solange es immer gleich ist. Funzt bei mir gut.
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