Reparieren

Fragen zu Pfeilen zum Bogenschiessen. Keine Fragen zum Pfeilbau.
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hope65
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Reparieren

Beitrag von hope65 »

Kann man einen Pfeil, der im vorderen Drittel angebrochen ist, reparieren? Ich dachte daran, mit Sekundenkleber, der ja gut in alle Ritzen fließen wird, zu verwenden und den Schaft mit einer Klemme zusammenzudrücken. Ich weiß nur nicht, selbst wenn das hält, ob das Holz nicht ein Problem mit dem ja dann sehr harten Kleber hat. Der Bruch ist nicht durchgehend, sondern geht nur etwa über die Hälfte des Schaftes.

Hat das schon mal jemand probiert?

Bild
W.Munny
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Beitrag von W.Munny »

Also ich ziehe die "Pfeilhälften" vorsichtig auseinander, großzügig Ponal blau in die Ritze, mit dünner Nadel (Messer o.ä.)verstreichen (bis in die letzte Ecke!!!), danach mit Packetband fest umwickeln, mind. 24 h austrocknen lassen, Packetband ab und am Finish werkeln. Wer absolut sicher sein möchte, bringt noch eine kleine Wicklung am Anfang des Risses an.

Bei mir ist noch kein derartig geflickter Pfeil am Riss wieder aufgegangen:-)
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Schuetze
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Beitrag von Schuetze »

Ich will an dieser Stelle mal eine grundsätzliche Frage zum Thema Pfeile reparieren stellen:
Lohnt sich das überhaupt immer?
Ich meine wenn man einigermaßen viele Pfeile hat kommt es auf einen mehr oder weniger doch kaum noch an und anstatt den Pfeil mühevoll zu reparieren kann man doch gleich einen neuen kaufen!? Eventuell kann man bei Schaftbruch ja noch die Spitze wiederverwerten.
Oder wie seht ihr das?
Eder vill jag gifva f?rgyllande sv?rd
Som klingar utaf femton guldringar
Och strida huru I strida vill
Stridplatsen skolen i v?l vinna
W.Munny
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Beitrag von W.Munny »

Ob es sich "lohnt" ist wohl in erster Linie eine höchst persönliche Entscheidung. Der Schaft selbst kostet mich ca. 2 €. Das ist sicherlich zu verschmerzen. Dann kommen noch die Federn dazu, + ca. 1,60 €. Plus Zwirn, Beize, Farbe, evtl. Nock (wenn keine Selfnock), macht nochmal 0,50 €. Bis hierhin kein Problem. :o

Wenn da nicht das schleifen, sägen, richten, beizen, grundieren, lackieren, bemalen, kleben, spitzen... (hab' ich was vergessen?) wäre. Irgendwie häng' ich nach der ganzen Arbeit an den Dingern (**) und wenn es machbar ist, repariere ich sie auf jeden Fall.
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hope65
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RE:

Beitrag von hope65 »

Original geschrieben von W.Munny

Ob es sich "lohnt" ist wohl in erster Linie eine höchst persönliche Entscheidung. Der Schaft selbst kostet mich ca. 2 €. Das ist sicherlich zu verschmerzen. Dann kommen noch die Federn dazu, + ca. 1,60 €. Plus Zwirn, Beize, Farbe, evtl. Nock (wenn keine Selfnock), macht nochmal 0,50 €. Bis hierhin kein Problem. :o

Wenn da nicht das schleifen, sägen, richten, beizen, grundieren, lackieren, bemalen, kleben, spitzen... (hab' ich was vergessen?) wäre. Irgendwie häng' ich nach der ganzen Arbeit an den Dingern (**) und wenn es machbar ist, repariere ich sie auf jeden Fall.
Dem stimme ich absolut zu! Jedes einzelne Stück ist Handarbeit und ich liebe meine Pfeile (**)
Vielleicht fliegen sie auch deshalb so gut?
Ein gekaufter ist einfach nicht das gleiche und irgendwie hat man als Bogenschütze auch einen (fast schon intimen) Bezug zu diesem Stück Holz!:knuddel
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fennek
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Beitrag von fennek »

kan mich w.munny nur anschließen!!!

:tool

allerdings hab ich die Erfahrung gemacht, dass anstatt Packetband kleine Klemmzwingen, und sogar Wäscheklammern ausreichen!
Selbst wenn ich Pfeile spleise, presse ich den Schaft nur mit Wäscheklammern und es hält prima!
Lohnen tut es sich meiner Meinung nach auf jeden Fall, und wesentlich billiger ist es auch:p
Ich persönlich bevorzuge komischerweise sogar die ältesten am meiseten "geflickten" Pfeile!

Gruß Fennek
"Wie hat es sich angefühlt?" "Es klang wie der Geruch von Himbeergeschmack..."
hope65
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RE:

Beitrag von hope65 »

Original geschrieben von fennek

Ich persönlich bevorzuge komischerweise sogar die ältesten am meiseten "geflickten" Pfeile!

Gruß Fennek
Dann hast Du bestimmt auch welche mit Pflaster, wie? ;-) :D :D :D
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kra
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Beitrag von kra »

und nicht zu vergessen, der Aufwand. Bin nun mal stinkend faul und habe keine Lust, für einen gebrochenen Pfeil mich wieder weiß wie lange hinzustellen und zu Selfnock zu schneiden, zu beizen, abzuschleifen, Selfnock umwickeln, Federn schneiden, aufkleben, abwickeln, Stitze aufsetzen, testen, ölen....

Nö, dann lieber in 10 min netto spleißen, etwas Öl drüber, fettich.... und schneller wieder zum Schießem oder Bogenbauen kommen.
“Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.”
– George Bernard Shaw
Brucky
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RE:

Beitrag von Brucky »

Schließe mich meinen Vorrednern an

allein schon wegen der Wicklung tut jeder Verlust weh

Habe meine Pfeile bis zu 3x gespleißt (die mit den gelben Federn in meiner Usergalerie) ich verwende Ponal Express, Bindan Propellerleim oder PU-Leim von BEKO.
An der Klebestelle bricht da nix mehr

Dein Bild zeigt mein Rechenknecht nicht an, aber so einen Bruch wie Du es beschreibst, hatte ich auch schon, geleimt umwickelt am nächsten Tag "ausgeschalt" Beize nachgepinselt evtl. Spitze angeschraubt -fertig

Ich achte beim spleißen darauf, daß die Maserung "zueinander" steht (blöder Ausdruck, ich weiß aber ich denke man kanns´ verstehen) weil der Spine ja auch senkrecht zur Maserung gemessen wird
Das ganze ist mehr als die Summe seiner Einzelteile

Aristoteles


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Beitrag von Archiv »

...und nicht zu vergessen, dass ein 4-fach Spleiß echt super spektakulär aussieht... ...und ausserdem kosten mich die Pfeile im Eigenbau immer zwischen 4 und 6 Euro... ...da lohnt sich die Arbeit auf jeden Fall! Nicht zuletzt schafft man sich so seine Liebhaberstücke. Bin zwar erst knapp 2 1/2 Monate beim Bogenschiessen, aber meine Pfeile hab ich von Anfang an selbstgebaut und werd es auch weiterhin tun!

...und demnächst haben meine Pfeile auch ein wunderschönes Cresting...
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Ravenheart
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Beitrag von Ravenheart »

Weil's mal wieder passt, auch wenn's Wiederholung ist:

Bei Diagonalspleiss (was technisch eigentlich "Schrägüberblattung" heißt) bitte unbedingt die Lage des Schnittes beachten:

SO muss es sein:
Spleiss.jpg
Grund ist: SOLLTE die Fuge mal NICHT halten (weil sie im Regen aufweicht oder beim Kleben Fett drauf gekommen ist o.Ä.), und sie geht im Abschuss auf, besteht SO weingstens eine CHANCE, dass der Keil nach oben, also von der Hand weg, geht!

Rabe
Brucky
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RE:

Beitrag von Brucky »

Original geschrieben von ravenheart

Weil's mal wieder passt, auch wenn's Wiederholung ist:

Bei Diagonalspleiss (was technisch eigentlich "Schrägüberblattung" heißt) bitte unbedingt die Lage des Schnittes beachten:

SO muss es sein:

Bild

Grund ist: SOLLTE die Fuge mal NICHT halten (weil sie im Regen aufweicht oder beim Kleben Fett drauf gekommen ist o.Ä.), und sie geht im Abschuss auf, besteht SO weingstens eine CHANCE, dass der Keil nach oben, also von der Hand weg, geht!

Rabe

Die Pfeilauflage und / oder die Hand wird´s danken
:D
ich hab´s im eifer des Gefechts auch schon übersehen dann wird es halt "gepflastert"

Brucky
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