Windkanal

Fragen zu Pfeilen zum Bogenschiessen. Keine Fragen zum Pfeilbau.
Trebron
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Windkanal

Beitrag von Trebron »

Hört sich vielleicht komischan, aber z.B. Autos werden im Windkanal auf ihren Aerodynamik getestet.

Wurde sowas auch schon mit Pfeilen gemacht ?
Mit dem Rauch könnte man doch sicher die beste Feder - und Schaftform ermitteln, Verwirbelungen feststellen.

Die Saubuckel Feder soll ja die aerodynamisch günstigste sein.

Hab mal so ne Autowerbung mit diesem Stromlinientest um die Autokurven gesehen und da sind mir natürlich gleich meine Pfeile eingefallen:bash

Als obs nicht noch andere gäb:D

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kojote
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Beitrag von kojote »

hallo,

intressante geschichte mit dem windkanal.

was die federform angeht kann man es hören welche die beste aerodynamik besitze eine "saubuckel" hört man fast garnicht im flug (deshalb auch eine beliebte jagdfeder) und eine "indian style" ist recht laut.
ich schieße eine "Trad. Parabol", man kann sagen es ist eine mischung aus saubuckel und parabolic.

die firma "trueflight" hat mal federtests durchgeführt.

hier der link dazu:

http://www.trueflightfeathers.com/facts.htm


gruß, kojo
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Peter O. Stecher
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Beitrag von Peter O. Stecher »

Das ist eine Gratwanderung - von der Befiederung will man das sie bremst und so den Pfeil schnell ausrichtet. Andererseits soll sie aber nicht zu stark bremsen...
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Wikinger
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Beitrag von Wikinger »

trebon, manchmal glaue ich , einige reiterbogenvölker hatten nen windkanal damals. die dreiflügelige bronzesythenspitze, die schäfte die nach vorn dünner werden und bis kurz vor die nock ebenso, die flachen federn und hinten die dickere nock, das sind alles supermerkmale zur verbesserung der flugeigenschaften. die hatten zumindest nem mentalen windkanal. zu verbessern gehts jedenfalls nicht. wenn ich dagegen unsere langbogenbesentiele seh..
Trebron
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Danke für den Link

Beitrag von Trebron »

nur schade, dass der auch wieder nur in englisch ist. :-(
Ich kann mir da einiges zusammenreimen, aber:o

Mich würde z.B interessieren, wie sich eine parabol geschnittene Feder verhält, wenn man sie so schneidet, dass der höhere Teil vorn ist !( also nicht die Grannen falsch rum:bash )
Ein Flugzeugflügel ist ja auch vorn dicker als hinten an den Steuerklappen.

Trebron
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Peter O. Stecher
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Beitrag von Peter O. Stecher »

Trebron, der Pfeil sollte soweit wie möglich hinten gebremst werden.

Das ist so wie bei einem LKW-Zug - der Anhänger bremst früher als der Zugwagen - das Fuhrwerk bleibt gerade weil der Anhänger nach hinten zieht - nix schwänzelt.

Bei Pfeilen ist das ganz gleich, Bremse zu weit vorne - Spitze kann zu trudeln beginnen.
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Authomas
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RE:

Beitrag von Authomas »

Original geschrieben von Negley
Bei Pfeilen ist das ganz gleich, Bremse zu weit vorne - Spitze kann zu trudeln beginnen.
Das klingt überzeugend, ich meine mich aber an eine Studie erinnern zu können, nach der es egal ist, wo die Befiederung am Schaft sitzt - wenn man mal von technischen Problemen beim Ausziehen absieht. Es konnte wohl kein Unterschied im Flugverhalten festgestellt werden. Wenn das stimmt, würde das Deiner Aussage doch widersprechen, nicht? Oder kommt es nur auf die Form der Feder selbst an?

Jo
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Peter O. Stecher
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Beitrag von Peter O. Stecher »

Authomas, die Studie muss Schwachsinn sein.
Stell Dir vor die Federn wären vorne - siehe Boomerang-Pfeil-Thread...
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Authomas
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Beitrag von Authomas »

Ich weiss natürlich nicht, bis wie weit vor die getestet haben. Ich könnte mir vorstellen, dass der Schwerpunkt eine entscheidende Rolle spielt und die nur bis dahin experimentiert haben. Leider kann ich mich nicht erinnern, woher die Info kam, ist jedenfalls schon ne Weile her.

Jo
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Wikinger
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Beitrag von Wikinger »

ja der schwerpunkt bei einem reiterbogenpfeil kann mittig oder dahinter sein. ich bin überzeugt das die jungs schon ganz genau wußten wie jedes teil des pfeil für jeden zweck auszusehen hat.ich habe pfeile mit dreiflügeligen originalspitzen der skythen von nur 1,3 gramm spitzengwicht und 20 g gesamtgewicht. der schwerpunkt liegt etwas hinter der mitte. die 13 cm langen und 8 mm hohen federn (ein teil der federhöhe liegt ja dann auch noch im dünnerwerdenden berich des schaftes vor der nock) sorgen für sanftes bremsstabilieren damit die spitze ncht trudelt. von den flugeigenschaften bin ich sehr begeistert. für meine reiterbögen werden die nächsten pfeileso nachgebaut
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Nacanina
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Beitrag von Nacanina »

@Trebron
ich habe schon solche Federn (Saubuckel mit dem Buckel vorne) verarbeitet.
Das lag daran, dass ich rechte Gänsefedern hatte- aber nur eine linke Stanze *hihi*.
Ergebnis:
Sie sehen ein wenig komisch aus. Die vordere Rundung läßt sich nicht gut stanzen, weil die Federfahnen fast den gleichen Winkel haben. Die Feder fängt dann eben bei einer langen Fahne abrupt an- jedenfalls bei mir, weil ich noch eine Wicklung mache.
Abgesehen davon schießen sie wie jede andere Feder auch, die von gleicher Länge und Höhe ist.
Kein Problem- und kein Vorteil.
Es ist sinnlos, von den G?ttern zu fordern, was man selber zu leisten vermag. Epikur
Matthias Herp
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Bitte Bilder einstellen

Beitrag von Matthias Herp »

Hallo Wikinger!

Die Pfeile würden mich sehr interessieren, kannst du bitte Bilder davon machen und/oder nochmal eine genauere Beschreibung dazu erstellen?

viele liebe Grüße,
Matthias
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Peter O. Stecher
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Beitrag von Peter O. Stecher »

Grundsätzlich sollte der Pfeilschwerpunkt vor der Schaftmitte liegen. Flightpfeile weren mit dem Schwerpunkt weiter hinten gebaut - die Nase bleibt länger oben = + ein paar Meter.
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Trebron
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Bitte

Beitrag von Trebron »

die Sache mit dem Windkanal nicht vergessen !
Kenn wer einen, der die Möglichkeiten hat ?
Autoindustrie, Techn. Uni......?

@ Wickinger: die Pfeile der Reitervölker interessiern mich auch. Ich schieße seit einiger Zeit nur gebarrelte Pfeile, 75-100 grain Spitzen, Gsamtgewicht 30 gramm maximal,
hinten um 1" gekappte 5" Saubuckel ( mir gefällt so die Form:D )

Negley, Deine Begründung klingt zwar plausiebel, aber meine mit den Flugzeugflügeln auch, sonst würde sich dieses überschlagen.
Was an Parabolform an Gummifletchen auf die Alus geklebt wird, da kann ich mir vorstellen, daß die verkehrt rum aufgepappt, anfangen zu flattern, die sind steif.
Aber wie Nacania schreibt..
...aber im Windkanal würde ich das gerne mal sehen.
Ich werde mal einen Satz meiner Saubuckel so abändern:D schau mer mal

:wueste Trebron

[denkwonder]wen nehm ich denn da zum zugucken und beobachten????Merlinhund wo bist Du[/denkwonder]
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Peter O. Stecher
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Beitrag von Peter O. Stecher »

Trebron, alter Schnauzer- ein Flugzeugflügel ist was ganz Anderes.

1) Beim Flugzeug ermöglichen die Flügel das fliegen - Gleiteigenschaften - ein Pfeil fliegt auch ohne Federn

2) Beim Flugzeug sitzt der Antrieb oft auf den Flügeln - beim Pfeil = Antrieb nur hinten.

3) Gründe die ich nicht weiß
4) Gründe die ich nicht weiß

Einen Pfeil kannst Du eher mit einer Rakete vergleichen - oder vielleicht mit einer Bombe oder Werfergranate
da sind die Flügel auch hinten...:D :D :D
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