Wie giftig ist Eibenholz?

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julius.hu
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Re: Wie giftig ist Eibenholz?

Beitrag von julius.hu »

....irgendwo in einen ferne galaxis, vor garnicht so lange Zeit...

Die Dorflütte haben die Krähe  hilfs die Eibe getötet. Einfach die schöne Eiben-beeren gekocht, und auf dem Feld geschüttelt. Dann am nächste Tag haben alle Vogel schön geschlafen...
Wirksam und schnell. Ich habs nocht nicht probiert, vielleicht hilft gegen mein Meniere-Syndrom. Oder habe davon bekommen?
Als Marmelade möchte auch nicht kosten.
Gruss aus Ungarn: Julius
..we can do it, if we try..
---> http://stores.ebay.de/BEST-BOW
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Granjow
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Re: Wie giftig ist Eibenholz?

Beitrag von Granjow »

Aber mit dem Kern gekocht! Das Fruchtfleisch ist tatsächlich ungiftig.

Grüsse aus der Schweiz ;)
Simon
Frede
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Re: Wie giftig ist Eibenholz?

Beitrag von Frede »

PS: Die Beeren haben nebenbei einen recht merkwürdigen Geschmack, da einfach das Saure fehlt, das irgendwie zu Beeren gehört. Ist recht süss, schmeckt etwas Honig, Himbeere und – Eibe halt. Kerne bitte nicht esse
Was wohl damit zu tun hat, dass der rote Samenmantel gar keine Frucht ist ;) Eibe ist schließlich ein Nadelholzgewächs und die sind nicht so hoch entwickelt, dass sie Früchte (Anpassung an Verbreitung durch Tiere) hätten. Sie verbreiten ihre Samen eigentlich über die Luft, Eibe ist da mit dem Samenmantel eine Ausnahme. Er entsteht aus anderen Teilen der Pflanze als eine Frucht, deswegen spricht man von Samenmantel.
Zuletzt geändert von Frede am 06.11.2008, 22:13, insgesamt 1-mal geändert.
Christopher
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Re: Wie giftig ist Eibenholz?

Beitrag von Christopher »

hmm ich hab aber mal gehört, dass die Beeren erst von Vögeln gefressen werden sollten und dann wieder ausgeschieden...
da kam dann irgendeiner auf die Idee, seinen Kanarienvogel mit Eibenbeeren zu verköstigen ;D ;D ;D
Du hast die Macht, missbrauche sie!!!
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Moritz
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Re: Wie giftig ist Eibenholz?

Beitrag von Moritz »

@julius:
wiso denn nicht marmelade? wär doch voll freaky, wenn du deinem geschätzten Besuch Eibenmarmelade auf den Tisch stellst?

nur gäbe das beim machen ein riesen gefitzel, bis alle Kerne raus sind, aber dann...


@ Granjow: hast du die selber probiert, oder das auch in deinem schlauen buch gelesen?

in meinem schlauen buch (das hat noch die uuralte deutsche schrift, so verschnörkelt und so) steht :
Gift- Heil- und Nährpflanzen hat geschrieben: "das holz ist rotbraun, sehr hart und wird in der gartenkirchener Gegend und in der Schweiz zu prächtigen Schnitzereien verwendet; man macht auch Gabeln und Löffel daraus, schwarz gebeizt sieht es wie Ebenholz aus.

(...)werden Sahmenmäntel von den Kindern ohne Schaden verzehrt"
wie gesagt, das ist uralt... die eibe gilt natürlich auch hier als Giftpflanze, aber das holz wird offensichltich als nicht besonders schädlich angesehen...

@Der_Brotbräuner: da haben wir den grund warum die so jung gestorben sind.... die haben nicht nur damit gearbeitet, sondern auch damit gegessen!

und überhaupt, vom Bogenbau steht im Buch überhaupt nix drin...

Gruss
moritz
Zuletzt geändert von Moritz am 06.11.2008, 22:22, insgesamt 1-mal geändert.
Gingen wir den Pfad des geringsten Widerstandes und suchten unsere Zuflucht in reiner Wissenschaft, dann hätten unsere Bögen Kabel anstatt Sehnen und Rollen an den Enden.
(Jim Hamm)
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Granjow
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Re: Wie giftig ist Eibenholz?

Beitrag von Granjow »

Ein ganz klein bisschen praktisch orientiert bin ich schon, sonst würd ich ja auch keine Bögen bauen :P Ja, ich habe davon probiert. Fand sie aber nicht so umwerfend (ähm, in beiden Sinnen), es fehlt wie etwas, damit sie wirklich gut ist.

Gabeln aus Eibe, warum nicht. Man isst ja nicht Gabel und Löffel mit, da merkt man wahrscheinlich etwa so viel vom Gift, dass Alupfannen und Passivrauchen schädlicher sind.

@Frede nicht gewusst, interessant! Wäre es eine Frucht, wenn das Fruchtfleisch – äh, der Samenmantel – ganz rund rum gehen würde?

Simon
Esteban
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Re: Wie giftig ist Eibenholz?

Beitrag von Esteban »

Christopher hat geschrieben: hmm ich hab aber mal gehört, dass die Beeren erst von Vögeln gefressen werden sollten und dann wieder ausgeschieden...
da kam dann irgendeiner auf die Idee, seinen Kanarienvogel mit Eibenbeeren zu verköstigen ;D ;D ;D
Der wird das vermutlich im Gegensatzu zu Amsel nicht überleben. Sittiche sind Körnerfresser, sie haben es auf das Innere der Samen abgesehen.

Während die Amsel eher auf das Fruchtfleich scharf ist. Dto. die Krähen in Ungarn  ;D

Deswegen wird fürs Krähenmahl auch alles gekocht ( auch noch püriert/gemahlen (?)) Damit die Krähen auch das Innere der Samen geniessen können.

@ Moritz: Mach Gelee draus, dann brauchst du nur den Saft.  ;D

Gruß

Esteban
Zuletzt geändert von Esteban am 07.11.2008, 08:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Moritz
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Re: Wie giftig ist Eibenholz?

Beitrag von Moritz »

@Esteban;
geeenau. das mach ich echt mal...
ich bin gar nicht auf die idee gekommen, da was anderes draus zu machen, als normale marmelade...
vielleicht denke ich im nachhinein mal dran, hier ein feedback zu brinden, wenn ich das gelee fertich hab...

gruss
moritz
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(Jim Hamm)
Frede
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Re: Wie giftig ist Eibenholz?

Beitrag von Frede »

@Granjow

Nadelholzgewächse (zu den Nacktsamern gehörend) sind älter als die eigentlichen Blütenpflanzen (im Sinne der Abteilung Bedecktsamer). Die weiblichen Blütenstände [also aus mehreren Blüten bestehend] der Nadelholzgewächse heißen Zapfen. Sie sind noch größtenteils an die Verbreitung durch den Wind angepasst. Die Bedecktsamer kamen später und haben sich evolutionär im Verbund mit Insekten entwickelt (also Verbreitung durch Tiere), sekundär haben sich die Gräser (Bedecktsamer) wieder zur Windverbreitung "zurück"entwickelt. Um jetzt nicht weiter in botanisches Geschwafel zu verfallen:
Der Samenmantel (Arillus) - bspw. der Eibe - wächst aus anderen Geweben der Pflanze heran, als die Frucht der Bedecktsamer, deswegen ist er keine Frucht. Er dient nur dem selben Zweck: Der Verbreitung durch Tiere.
Zuletzt geändert von Frede am 07.11.2008, 16:35, insgesamt 1-mal geändert.
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