Eine Frage zur Problematik von verdrehten Wurfarmen:
Hilary Greenland schreibt im "Praktischen Handbuch für Traditionelle Bogenschützen" zu diesem Thema:
"… In der Regel verdreht sich ein WA in Richtung seiner starken Seite. …" (S. 88)
Im BBB steht bei Jorge Zschieschang - Ein einfacher Bogen:
"… wenn dem so ist, heißt das, dass dieser WUrfarm auf der Seite, zu der er sich neigt, schwächer ist. …" (S. 43)
Und bei Ulrich Stehli - Der englische Langbogen (auch BBB):
"… Dorthin wo ein Wurfarm seitlich abweicht ist das Holz zu schwach. …" (S. 155)
Wenn ich das richtig verstehe, sagen Zschieschang und Stehli genau das Gegenteil von dem, was Hilary Greenland behauptet.
Wie ist es denn nun? :-o
Verdrehte Wurfarme - Cast
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Verdrehte Wurfarme - Cast
LG Niels
War der Tag nicht dein Freund, war er dein Lehrer … (unbekannt)
Gut ist das was man tut. Nicht das wofür man betet. (Terry Pratchett)
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- Ravenheart
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nöö, stimmt so...
Eigentlich ist es ganz einfach....
Nehmen wir mal der Einfachheit halber einen ganz gleichmäßigen Wurfarm. Der wird nun unter Spannung gesetzt, sprich krumm gezogen. Die (elastischen) Holzfasern geben nach, der Bogen krümmt sich; je stärker man zieht, desto mehr.
Nun ziehen wir daneben einen Zweiten! Gleiche Abmessungen, aber aus einem etwas steiferen Holz. Er reagiert genau so; aber weniger! Bei der selben Kraft krümmt er sich weniger stark.
So weit klar?
Nun verbinden wir die beiden, z.B. mit einem streifen Pappe. Und ziehen sie parallel, mit der selben Kraft. Wieder krümmt sich der schwächere stärker. Da der stärkere sich nicht so stark krümmt, steht unsere Pappe auf DER Seite hoch. Das meint H. Greenland mit "er dreht sich in Richtung seiner starken Seite". Die Unterseite dreht sich der starken Seite zu, da die hoch steht.
Aber welche Seite ist tiefer? Die schwache. Dahin hängt die Pappe runter. Das meint Zschieschang mit "er neigt sich zur schwachen Seite". Die Oberseite ist zur schwachen hin geneigt.
Man sieht, es ist eine Frage der Sichtweise. Ob man auf den Bauch oder Rücken schaut.
Das vom Stehli verstehe ich so nicht: "Dorthin ist das Holz schwach"? Wassn das füan Deutsch?
Rabe
Nehmen wir mal der Einfachheit halber einen ganz gleichmäßigen Wurfarm. Der wird nun unter Spannung gesetzt, sprich krumm gezogen. Die (elastischen) Holzfasern geben nach, der Bogen krümmt sich; je stärker man zieht, desto mehr.
Nun ziehen wir daneben einen Zweiten! Gleiche Abmessungen, aber aus einem etwas steiferen Holz. Er reagiert genau so; aber weniger! Bei der selben Kraft krümmt er sich weniger stark.
So weit klar?
Nun verbinden wir die beiden, z.B. mit einem streifen Pappe. Und ziehen sie parallel, mit der selben Kraft. Wieder krümmt sich der schwächere stärker. Da der stärkere sich nicht so stark krümmt, steht unsere Pappe auf DER Seite hoch. Das meint H. Greenland mit "er dreht sich in Richtung seiner starken Seite". Die Unterseite dreht sich der starken Seite zu, da die hoch steht.
Aber welche Seite ist tiefer? Die schwache. Dahin hängt die Pappe runter. Das meint Zschieschang mit "er neigt sich zur schwachen Seite". Die Oberseite ist zur schwachen hin geneigt.
Man sieht, es ist eine Frage der Sichtweise. Ob man auf den Bauch oder Rücken schaut.
Das vom Stehli verstehe ich so nicht: "Dorthin ist das Holz schwach"? Wassn das füan Deutsch?
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jau - Danke
@ Rabe:
Danke schön, das ist doch mal eine nachvollziehbare und deutliche Erklärung :anbet
Und auch noch so richtig anschaulich zum weitererklären, da lob ich mir doch die Architekten (das mein' ich ernst!)
Grüße,
Niels
Danke schön, das ist doch mal eine nachvollziehbare und deutliche Erklärung :anbet
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Niels
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