Unterschiede im Gewicht des Pfeilschaftes

Alles zum Thema Pfeilbau.
shortRec
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Re: Unterschiede im Gewicht des Pfeilschaftes

Beitrag von shortRec »

Sperber hat geschrieben: Gerade für Bögen unter #40 kann ich für Turnierpfeile nur empfehlen so leicht wie möglich unter nicht mehr als 5 max. 10grains Differenz.
Gruß Sperber
Genau das. Je schwerer und steifer ein Pfeil ist, desto größer können die absoluten Toleranzen innerhalb eines Pfeilsatzes sein, ohne dass sie beim Schießen auffallen. Vorausgestzt, sie passen in jeder Hinsicht zum Bogen, d.h. er müsste bei einem steifen, schweren Pfeil recht stark sein. Entscheident für den Einfluss auf dass Trefferbild sind die relativen Toleranzen.

Bsp:
300gr. / 30lbs Pfeil mit 3lbs Spinetoleranz und 30gr Gewichtstoleranz im Satz hat in jeder hinsicht 10% Toleranz. Diese 10% lassen aber bei einem 600gr / 60lbs bereits 60gr. Gewichtstoleranz und 6lbs Spinetoleranz zu, was dem Schützen aber praktisch nicht auffällt...
Bogenede

Re: Unterschiede im Gewicht des Pfeilschaftes

Beitrag von Bogenede »

@alle die Weltmeisterschützen, die über my's bei Spinewerten und micro-grains bei Pfeilspitzen unterhalten.

Ich schiesse einen Holzlangbogen von 45 lbs bei einem Auszug von 29".

Dabei verwende ich Pfeile aus 11/32 Zeder, 35 - 40 Spine mit 100 grain Spitzen und 4 " Federn. Ausserdem schiesse ich auf der "falschen Seite" mit dem nichtdominanten Auge und sehr selten die letzten Jahre.

Solange ich die Pfeile auf 20 m nicht innerhab eines Toilettendeckels unterbringe, mache ich mir um solche Feinheiten wie 0,1 grain Unterschied und 19,6 oder 19,7 Gramm keine Gedanken.

Ich denke, dass ich nicht verkehrt liege, und da werden mir ALLE "guten" Schützen rechtgeben, ist in dieser Situation Üben, üben und nochmal üben weitaus wichtiger, als Peanuts ( micrograins und milligramms ) zu zählen.
shortRec
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Re: Unterschiede im Gewicht des Pfeilschaftes

Beitrag von shortRec »

Das ist ein Ansatz.

Vielleicht bist du ohne dein Wissen auch so gut, dass du an guten Tagen alle Pfeile auf dem berühmten Bierdeckel auf 20m unterbringst, nur dein Material gibt das einfach nicht her.
Um das Üben kommt man auch bei fein abgestimmtem Material nicht drum herum. Nur sind Übungserfolge bei gut abgestimmtem Material und geringen Toleranzen innerhalb eines Pfeilsatzes viel leichter als solche zu erkennen. Die innere Befriedigung über die Verbesserung gibts gratis.
Bogenede

Re: Unterschiede im Gewicht des Pfeilschaftes

Beitrag von Bogenede »

Ein Fahranfänger wird mit einem Ferrari auch nicht besser fahren und zuerst mal überhaupt fahren lernen müssen. Wenn ers dann kann, kann er immer noch nicht Formel eins Rennen fahren. Dann sind wir wieder beim üben..................

Die innere Befriedigung brauche ich nicht und suche sie auch nicht. Ich habe in meinem Leben genug erreicht um mich mit so etwas puschen zu müssen.

Schiesse ich ( für meine Begriffe ) gut, treffe ich alles, auf das ich schiesse, ist der Tag genauso gut wie jeder andere.

Meine innere Befriedigung erreiche ich durch die nette Gesellschaft beim Schiessen, etwas Spass und mehr oder weniger intelligente Gespräche, sowie eine Runde mit Bewegung an der frischen Luft.

Mehr Freude bereitet mir, wenn ein Bogenbaulehrling bei mir einen Bogen gebaut hat, der nicht nur super aussieht, sondern auch noch perfekt schiesst. Wenn der Anfänger dann auch noch auf Anhieb besser als ich schiesst, bin ich voll und ganz zufrieden.
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Heidjer
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Re: Unterschiede im Gewicht des Pfeilschaftes

Beitrag von Heidjer »

@ Bogenede,
Mein Satz Pfeile für den Hill-Bogen war auch mehr ein Testen was man machen kann. ;)
Und wenn man sich dafür Intressiert und den Aufwand nicht scheut, kann man Holzpfeile herstellen die engere Toleranzen haben wie Carbonpfeile. ;D
Ich schrieb ja auch extra die Pfeile sind ein dutzend mal genauer wie ich schiessen kann, bei den Pfeilen und dem Bogen sind alle Fehler hinter dem Bogen. ::)
Bei meinen HdV bekomme ich die Schäfte auf ein Pfund genau ausgespint, wenn er seine Lieferung bekommt, mißt er jeden Schaft per Hand nach und schreibt den Wert auf den Schaft. Das ist jedesmal Spannend, aus dem Karton mit 50#-55# werden dann mehr als 20 Haufen mit Pfeilen und nur die Hälfte der Pfeile ist dann wirklich im Bereich von 50#-55#.
Wenn ich dann bei anderen Händlern sehe das sie die Schäfte dann so aus den Karton heraus verkaufen wundere ich mich über Ausreißer im Pfeilsatz nicht mehr. :o
Hat man eine Kombination gefunden die gut fliegt, sollte man sich den Pfeil nehmen und genau auswiegen und ausspinen, dann kann man ihn in engen Toleranzen nachbauen. Es hilft ungemein wenn man Fehler bei sich suchen muß und nicht bei dem Material weil jeder zweite Schuß daneben geht.

Gruß Dirk
Ein Pfeil, den Schaft gemacht aus der Pflanzen hölzern Teil, versehen mit eines Vogels Federn und einer Spitze, aus der Erde Mineral, wird von der Natur gern zurückgenommen.
Bogenede

Re: Unterschiede im Gewicht des Pfeilschaftes

Beitrag von Bogenede »

@ Dirk

G E N A U ! ! ! ! ! ! ;D
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Lucky Luke
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Re: Unterschiede im Gewicht des Pfeilschaftes

Beitrag von Lucky Luke »

Wenn man als Anfänger auf 10m auf die Scheibe schießt, um den Bewegungsablauf zu lernen, braucht man sich über Gewichtsunterschiede bei den Pfeilen keine Gedanken zu machen.

Aber wenn man so weit ist, dass man auf auch gerne das Kill des Hirschen treffen möchte, dann sollte man sich doch ernsthaft damit befassen.

Man kann natürlich auch ohne glücklich werden. Bei 6 unterschiedlichen Pfeilen hat man statistisch gesehen bei jedem 6 Schuss wieder den "richtigen" Pfeil mit dem man gut trifft ;)
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Halvarson
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Re: Unterschiede im Gewicht des Pfeilschaftes

Beitrag von Halvarson »

nicht der bogen trifft das ziel, sondern der pfeil.

du wirst mit einem schlechten bogen und einem guten pfeil treffen, aber mit einem guten bogen und einem schlechten pfeil nicht.

2 kleine weisheiten von ishi und noch wem anderen.

seitdem ich für meine widow pfeile habe, die zum bogen, zu meinem schiessstil und zu mir passen, treffe ich auch ohne grossartig zu trainieren immer besser.

gruss
thorsten
Dachs
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Re: Unterschiede im Gewicht des Pfeilschaftes

Beitrag von Dachs »

Also die Sotierung der zukünftigen Pfeile würde ich erst nach dem Rohschafttest und der damit einhergehenden Anpassung der Pfeile an den Bogen machen.
Ich habe das mal für einen Bogen gemacht. Das Ergebnis waren drei Pfeile, die ohne Federn schnugerade flogen und trotz unterschiedlicher Länge eine Gewichtsdifferenz von 0,3g hatten.
Mit diesen Pfeilen hatte ich viel Feude.
Bei der Menge, der dir zur Verfügung stehenden Schäfte sollte es möglich sein die von dir angestrebten neun identischen Pfeile zu bauen. Ich hatte bei meinen ungefähr 10 zu Verfügung.
Der Rohschafttest ist insofern wichtig, als dass du nur mit ihm den dynamischen Spine deiner Schäfte überprüfst.
Gruß
Dachs
tomtux
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Re: Unterschiede im Gewicht des Pfeilschaftes

Beitrag von tomtux »

+- 10gr bei 400gr bambuspfeilen, dann kann ich für mich keinen unterschied mehr feststellen. spine messe ich nicht nach und konnte ich bis jetzt auch keinen unterschied in der schussgenauigkeit feststellen. die fehler, die ich einbringe sind weit grösser.

@bogenede
stell mal ein murmeltier oder ein huhn oder so vor deinen klodeckel, da gehen mit der streuung mind. 50% daneben! auf dem deckel sind sie aber noch.
Bogenede

Re: Unterschiede im Gewicht des Pfeilschaftes

Beitrag von Bogenede »

@ Tomtux

Genau das meinte ich mit meinen manchmal provokanten Beiträgen. Danke für den Beitrag.

Ich glaube bei diesem Thread hier handelt es sich um Weltanschauungen. Das geht mir doch zu sehr in die Richtung fernöstlichen, bzw. mysteriösem Bogenbau. ( nur wenige können 100 %ige Yumis herstellen mit Bambus, der in einer bestimmten Nacht mit einer goldenene Sichel geschlagen wurde oder Holz, das NUR in der best. NACHT im Januar .......)

Wers braucht solls machen, wers nicht will, brauchts auch nicht.

Ich jedenfalls nicht und, Bogenschiessen macht trotzdem Spass. :o
shortRec
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Re: Unterschiede im Gewicht des Pfeilschaftes

Beitrag von shortRec »

Die Frage ist ja immer was man erreichen will. Ist man mit einem Feierabendausgleich zufrieden oder möchte nur ein paar Pfeile mit dem neu gebauten Bogen fliegen lassen, braucht man sich um den Pfeil keine so großen Gedanken machen.
Anders sieht es allerdings aus, wenn man Turniere schießen möchte und da auch noch was zählbares rauskommen soll. Da hilft üben alleine nicht mehr. Das Material als Fehlerquelle sollte weitgehend ausgeschlossen werden.
Insofern kann man schon von unterschiedlichen Weltanschauungen reden. Mir geht es um Treffer. Dafür brauch ich gutes Material mit geringen Toleranzen in den Pfeilsätzen.
Ein Feierabendentspannungsschütze braucht das nicht. Das hat aber nichts mit Mondphasen zu tun, sondern nur mit einer feinen (!) Waage.
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Heidjer
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Re: Unterschiede im Gewicht des Pfeilschaftes

Beitrag von Heidjer »

Präzision und Genauigkeit haben doch nichts mit Esoterik zu tun, es ist einfach eine Frage an die eigenen Ansprüche.
Natürlich kann man das in beide Richtungen ins Extrem übertreiben, die Frage müßte lauten wo liegt die gesunde Mitte.
Jemand der gut schießt und bei Turnieren vorne mitmischen will, braucht Material das besser ist als seine persöhnliche Streuung. Mit Pfeilen von +-10% Toleranz im Spine und Gewicht komme ich beim Roven aus, geht es um Punkte, dann möchte ich schon so auf +- 5% Abweichung herunter.
Ein Weg ist, man baut sich 20 Pfeile und schießt sie aus, die zehn, die am besten Gruppieren nimmt man als Turniersatz und die anderen zum Roven.
Der andere Weg, und auf den kommt man wenn man viele Pfeile braucht und baut, ist, das man sich die Schäfte feiner Aussucht und sorgfälltiger verarbeitet. Wer investiert schon Notwendige Arbeitszeit in Pfeile die er dann doch nur selten verwendet. Doch wie gesagt, die Ansprüche steigen auch mit den eigenen Können und durch Erfahrungen und Üben wird man besser, beim Schiessen und Pfeile bauen.


Gruß Dirk
Ein Pfeil, den Schaft gemacht aus der Pflanzen hölzern Teil, versehen mit eines Vogels Federn und einer Spitze, aus der Erde Mineral, wird von der Natur gern zurückgenommen.
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Sperber
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Re: Unterschiede im Gewicht des Pfeilschaftes

Beitrag von Sperber »

ja genau Dirk, wir sollten da unterscheiden zwischen Turnierpfeilen und "aus der Kiste nehmen und fertig bauen" es ist die Frage des Anspruchs. Wenn Turnierschützen mit Ehrgeiz hier mit Schützen diskutieren die einfach nur schiessen wollen (was ja völlig ok geht) macht das wenig Sinn. Meiner Meinung nach haben die gematchten Pfeile den Vorteil, daß man weiß O.K. am Pfeil lag es nicht! Ausnahme natürlich er ging total daneben dann war er nämlich krumm (Feuchtigkeit o.ä.) ;D und diese Ausrede klappt bei Carbonies nämlich nicht ;)
Gruß Sperber
PS: den neuen Superpfeil nach 20Min Suche im zeckenverseuchten Buschwerk mit Kopflampe wiederfinden ist ja auch ein Erfolgserlebnis! Hatte ich gerade gestern.
Die Wahrheit ist irgendwo da draussen. (Fox Mulder)
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