Eigentlich ist das Backing eine hervorragende "Leinwand" und müsste schon hauchdünn sein, um die Farben und Konturen so klar durchscheinen zu lassen, bin gespannt auf Nacaninas Antwort!
Bitte gleich Details zu den verwendeten Farben und Lacken!
Wunderschöner Bogen!
Die Rohautbackings, die ich bisher auf Bögen angebracht habe, bestanden aus Hirschrohhaut. Die ist etwas weniger als 1 mm dick. Wenn die Naß und mit Hasenhautleim versehen ist, ist sie etwas durchsichtig. Nach dem trocknen jedoch nicht mehr. Ich mache sie dann plan, indem ich sie mit Schellack 'bemale' und dann schleife.
Die erhabennen Stellen werden mehr abgeschlifen und werden wieder fast Weiß, die tieferliegenden Stellen werden vom Schellack mittelbraun.
Das hat aber nichts mit dem darunterliegenden Holz zu tun.
Bei Ziegenpergament kann ich mir vorstellen, daß das einigermaßen - oder ansatzweise - durchsichtig bleibt.
Aber es wurde ja schon erwähnt, daß Rohhaut eine Klasse Leinwand ist. warum also das Holz drunter bemalen?
Wenn das allerdings schon bemalt ist, würde ich ich ein Seidenbacking aufkleben. das ist vollständig durchsichtig. Wie jüngst beim Bäumebestimmenwochenende gesehen.
So ein bißchen durchsichtig ist ein Rohhautbacking schon. Je dünner die Rohhhaut um so durchsichtiger. Rohhaut hat dann einfach nur so einen Sonnenbrilleneffect (alles ein bissi dunkler). Wenn man die Rohahaut schleift gibt es diese weißen flecken. Da kann man nichts machen, ist aber ein schöner Camoueffect. Bei hellem Holz unter der Rohhaut (Eibesplint, Eberesche, Ahorn) wirkt das Weiß dann auch ordentlich schön.
@neo
Rohhaut vom Reh (selbst geäschert).
Geklebt mit Ponal blau auf unbemaltem Eschenbogen.
Danach bemalt mit Künstler- Akrylfarben.
Versiegelt mit Bootslack.
Das würde ich aber jetzt nicht mehr so machen.
Natürliche Materialien reichen m. A. nach aus.
Ich hatte auch schon Risse in einer Bemalung mit Akrylfarben (obwohl J. Hamm sie ja bevorzugt) auf einem Sehnenbacking.
Es ist sinnlos, von den G?ttern zu fordern, was man selber zu leisten vermag. Epikur
Hier mal drei Beispiele von Rohhautbacking. Rechts und Links Kalbsrohhaut auf Osage; geklebt mit Bindulin Leim; leicht durchsichtig (sieht man im zweiten Bild: Der dunkle Fleck in der Mitte des Wurfarms ist ein Ast). Mitte Ziegenrohhaut mit Acrylfarben bemalt auf Osage mit Sehnenbacking; geklebt mit Hautleim. Alle Bögen sind geölt und gewachst als Wetterschutz.
@Nacanina
Der linke Bogen ist dir bestimmt ein wenig zu leicht (32lbs bei 27'' und einer Länge von 62'' mit ganz leichten Recurves und einer "Zielhilfe" im unteren Wurfarm) und ausserdem ist er meiner Frau, die muss ihn dann erst mal hergeben:D. Der rechte könnte schon eher was sein was Spaß macht: 59lbs bei 28'' und eineLänge von 68'', leicht reflex im Griff. Der wirft schön kraftvoll (auch die schweren Pfeile).
Der in der Mitte ist sozusagen noch warm; er ist noch nicht richtig eingeschossen, da ich ihn erst die Woche fertiggestellt habe und ich muss erst noch mal sehen wie er sich bewährt: >60lbs bei 27'' und einer Länge von 54'' statische Recurves. Wenn ich den bis Wildenstein in den Griff kriege und auch noch ein paar Pfeile bis dann fertig habe, wollte ich ihm dort eigentlich eine Turnierpremiere angedeihen lassen.
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