erstmal ein Lob vorneweg: Ich lese hier seit ca. einem Monat jeden Tag kreuz und quer durch die verschiedenen Threads und hab ein gewisses Suchtverhalten entwickelt...
Eigentlich wollte ich mich mit meinem ersten (naja, eigentlich zweiten Bogen, wenn man den Rattan-Kinderbogen mitzählt) selbstgebauten Bogen vorstellen, wenn er schon fertig ist. Well...
Ich wollte einen laminierten Bogen bauen mit Esche Backing (3mm), Mittellage Ahorn (Griffbereich 4,5mm - Tips 2mm) und Belly Kirsche (Griffbereich 4,5mm - Tips 2mm). Ein schönes Stück Walnuss für den Griff ist auch mit dabei. Verleimt werden sollte das ganze auf eine Schablone mit Weißleim D3 (Gleich wie Ponal blau)
Das Holz habe ich aus Massivholzresten in der Werkstatt meines früheren Schreinermeisters zusammengeklaut.
Speziell bei der Kirsche habe ich sehr sorgfältig drauf geachtet, dass ich liegende Jahresringe habe und der Faserverlauf möglichst gerade ist.
Da ich mit Formverleimen nicht so viel Erfahrung habe, wollte ich Ahorn und Kirsch dämpfen und vorbiegen. Dabei ist das hier rausgekommen: Der Keil aus Nussbaum ist der Fadeout des Griffs
Ich habe natürlich geflucht, als ich's knacksen hörte, dachte aber vorwärts immer, rückwärts nimmer und habe die Zwingen vollends zugedreht. Entweder habe ich für die Dicke des Laminats eine zu starke Biegung gewählt oder 15 Minuten im Dampf waren zu wenig. Oder Holzauswahl war
Jetzt frage ich mich, ob die Kirsche noch zu retten ist, möglicherweise, wenn ich den Bogen mit Glas belege, oder nicht.
Ich würde mich sehr über euren Rat freuen.
Viele Grüße
Narrenschwamm
