Wacholderrettung

Themen zum Bogenbau
Gornarak
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Re: Wacholderrettung

Beitrag von Gornarak »

Ich hab mich entschieden, den Ast jetzt bis auf den Wurfarm runterzuraspeln. Ich hab zunächst noch reichlich Material um die Stelle stehenlassen:
Ast geraspelt
Ast geraspelt
Hier mal der aktuelle Fortschritt. Inzwischen habe ich die Bogenform schonmal herausgearbeitet. (Leider hab ich momentan nur eine Handykamera zur Verfügung):
Fortschritt
Fortschritt
Beim Bodentiller ist der Bogen noch extrem steif. Er lässt sich auf der gesamten Länge mit "gut Druck" etwa 2cm durchbiegen. Jetzt bin ich unsicher, was ich als nächstes machen soll:

Erstmal alle Kanten abrunden und schön machen oder Wurfarm zu den Tips hin schmaler machen und Stärke reduzieren. Das würde den bösen Ast noch weiter aus dem Wurfarm treiben.
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Ravenheart
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Re: Wacholderrettung

Beitrag von Ravenheart »

Ich mache es immer so:

Ich rasple als Erstes NUR den Ast weg, und zwar nach dem Motto:
So viel (weg) wie nötig, so wenig wie möglich.

Habe ich die "Problemstelle" optimiert, wird der GANZE Rest des Bogens dem angepasst, sprich:

als Zweites der Ast-Wurfarm im Profil / Querschnitt der Aststelle angepasst,

dann der andere WA dem Ast-WA angepasst.

DANN kann getillert werden... ;)

Rabe
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Re: Wacholderrettung

Beitrag von Gornarak »

Ich habe mich jetzt entschieden, die Wurfarme an den Fadebereichen zu den Tips zu verjüngen. Dadurch fallen zwei weitere Schwachstellen heraus. Hier der angezeichnete Wurfarmverlauf am Ast:
Ast vorher vom Rücken
Ast vorher vom Rücken
Ast vorher von der Seite
Ast vorher von der Seite
Der Ast ist nach der Verjüngung immer noch da, aber schon nicht mehr so hässlich:
Ast hinterher von der Seite
Ast hinterher von der Seite
Leider habe ich im oberen Wurfarm kurz vor dessen Fadebereich zum Tip einen Riss gefunden, dem ich eine ganze Weile folgen musste. Dadurch ist folgende Schwachstelle entstanden:
Schwachstelle durch entfernten Riss
Schwachstelle durch entfernten Riss
Bis auf den Griffbereich habe ich Bauch und Seiten jetzt schon mal mit 1ooer Schleifpapier geglättet (Auch wenn ich mich wiederhole: Wachholder riecht so genial). Die Tips sind mir noch zu klobig. Da muss ich beim Tillern dann mal sehen, wie sehr die noch abnehmen dürfen. Am unteren Ende des Griffs gibt es einen reizvollen krümeligen Totast, der ein bischen Charakter ausstrahlt:
Den unteren Wurmarm entlang
Den unteren Wurmarm entlang
So langsam merkt das Holz auch, dass es ein Bogen werden soll. Dennoch tut sich beim Bodentiller noch zu wenig. Hatte ihn nur zum Gucken auch schon mal auf dem Tillerbaum, aber damit ich da was erkenne, muss von den Wurfarmen noch Material runter. Vielleicht enspannt sich dadurch ja auch die Lage am Ast und der neu geschaffenen Schwachstelle.
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Schuenga
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Re: Wacholderrettung

Beitrag von Schuenga »

... na da bleib ich aber dran und bin ganz gespannt wie er am Ende ausschaut ;)
Hund oder Mann ?
Die Frage ist,
lasse ich mir nur meinen Teppich versauen oder mein ganzes Leben.
Gornarak
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Re: Wacholderrettung

Beitrag von Gornarak »

Hm der Wacholder ist auf dem Bogenrücken irgendwie so riffelig. Es ist der Jahresring, der direkt unter der Rinde saß. Ich habe keinen abgenommen. Schleif ich das mit 400er Papier glatt oder was stell ich damit an?
Riffeliger Bogenrücken
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Galighenna
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Re: Wacholderrettung

Beitrag von Galighenna »

So lassen! So ist der Verlauf der Fasern... Holunder ist manchmal auch so an der Oberfläche, besonders bei Astknubbeln.
Übel übel sprach der Dübel,
als er elegant und entspannt
in der harten Wand verschwand

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Chirion
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Re: Wacholderrettung

Beitrag von Chirion »

Hallo ich würd da nix rumschleifen, erstens schwächt es unter Umständen den Ring durch Unterbrechung der oberflächlichen Fasern, und zweitens gerade die natürliche Oberfläche bringt Charakter in den Bogen
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Den Bogen gespannt, durchstreifst du, der Beute entgegen, die Schattentäler der Nacht
Gornarak
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Re: Wacholderrettung

Beitrag von Gornarak »

OK, dann hoff ich mal, dass ich die Bleistiftlinien runterradiert bekomme...
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Ravenheart
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Re: Wacholderrettung

Beitrag von Ravenheart »

..nimm Stahlwolle!

Rabe
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Re: Wacholderrettung

Beitrag von Gornarak »

Nicht, dass ihr denkt, es geht nicht mehr weiter. Hier liegt der Bogen entspannt auf dem Tillerbaum:
Bogen auf dem Tillerbaum
Bogen auf dem Tillerbaum
Vom Tiller gibt es leider noch nichts zu sehen. Beim Zielgewicht von 45lbs biegen sich die Wurfarmenden nämlich gerade mal um vier Zoll. Ich glaube, da kann ich noch etwas Material wegnehmen...
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Re: Wacholderrettung

Beitrag von Gornarak »

Jetzt brauch ich mal wieder eure Hilfe. So sieht der Bogen entspannt aus... :
Bogen entspannt
Bogen entspannt
... und so bei 35-40 Pfund. (Bitte entschuldigt die Unschärfe. Hab mir einer Hand gespannt und mit der anderen auf dem dunklen Dachboden per Handykamera fotografieren müssen.):
Bogen 40 Pfund
Bogen 40 Pfund
Es tut sich also nicht all zu viel.

Zielzuggewicht sind ja 45 Pfund. Ich hab jetzt angefangen, das Zuggewicht mit ner Ziehklinge (nicht Ziehmesser) herunterzuarbeiten. Wenn ich so weitermache, sitze ich aber in nem Jahr noch dran. Die Frage ist jetzt, ob ich am Bauch einfach noch einen Jaresring (ca 1,2mm) mit dem Schweifhobel runterarbeiten kann, ohne übers Ziel hinauszuschießen (man beachte das Wortspiel). Runterhobeln ist ja kein Problem. Nur drankleben ist bei nem Selfbow immer schlecht...

Sollte ich den Bogen überhaupt schon so stark belasten? Bisher scheint es ihn nicht zu stören. Ich pumpe ihn auch immer ganz langsam auf.
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GerhardP
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Re: Wacholderrettung

Beitrag von GerhardP »

wenn da 40# dran ziehen und der sich so wenig biegt, kannst du noch mit ner Raspel am Bauch komplet was weg nehmen.
Gruss Gerhard


lieber ein .. haben und nicht brauchen, als ein .. brauchen und nicht haben
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Re: Wacholderrettung

Beitrag von Gornarak »

Die Zugwaage zeigt etwa 18 kg. Das sind doch 40 Pfund, oder?
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Chirion
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Re: Wacholderrettung

Beitrag von Chirion »

bei Wacholder kannst ruhig mal ein bisschen anziehen bis du siehst wo die Schwachstellen sind, das ist eines der elastischten Hölzer die es gibt, außerdem wenn dein Ziel 40# sind und du noch nicht soviel Erfahrung hast, dann tiller den Anfang mit 60# wenn der Stave es verträgt und es sieht so aus als würd ers gut vertragen.

Der leichte Mölle in deinem Design.... bei Wacholder... hm irgendwie seh ich da grad einen Ferrari mit Schneeketten vor meinem geistigen Auge, andererseits warum nicht da hast wenigstens jeden Menge Spielraum, aber da kannst wirklich mal etwas fester anziehen wie gesagt grad bis du siehst wo sich eine Schwachstelle abzeichnet Wacholder packt das.
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Re: Wacholderrettung

Beitrag von Gornarak »

Vor 60# Hab ich Angst. Das zeigt ja meine Zugwaage gar nicht mehr an :)
Ein bischen nehm ich also noch runter. Du hast mir aber ein bischen Skrupel genommen. Mir war ja schon mulmig, den bis 40# zu ziehen, wenn er so steif ist.

Vielleicht beruhigt dich ja, dass ich die Tipps etwas mitarbeiten lassen wollte. Ich versteh ohnehin nicht, wer entschieden hat, dass die steif und nen "halben Meter" lang sein müssen. Schließlich hat man ja nur ein Bruchstück gefunden.
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