RB: sweet spot vs langer Auszug

Fragen zu Boegen zum Bogenschiessen. Keine Fragen zum Bogenbau.
Sateless
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Re: RB: sweet spot vs langer Auszug

Beitrag von Sateless »

auf der force-draw seite steht da s.e. vor. ich wette das steht für stored energy, und die einheit ist auch n produkt aus ner längeneinheit (ft) und sowas wie ner krafteinheit (lbs), wenn man sich die erdbeschleunigung dazudenkt, also das imperialeinheitenäquivalent zum newtonmeter.
dann pfusche ich mal los :)

Gespeicherte Energie in ft-lbs 52#@28"Amo TRH Türke, berechnet über die force-draw.boeh.ch Seite:
24" 36ftlbs bei 41#
25" 40ftlbs bei 43#
26" 43,5ftlbs bei 45#
27" 47,5ftlbs bei 48#
28" 51,5ftlbs bei 51#
29" 56ftlbs bei 54#
(Auszug nach OK +1" Auszugsweg, für eine Messung bis Bogenvorderkante und +1,75" für Amo Auszug)

Gespeicherte Energie in ft-lbs 38#@28"Amo TRH Türke, berechnet über die force-draw.boeh.ch Seite:
27" 38ftlbs bei 39#
28" 41,5ftlbs bei 41#
29" 45ftlbs bei 43#
30" 48,5ftlbs bei 45#
31" 52,5ftlbs bei 48#
(Auszug nach OK +1" Auszugsweg, für eine Messung bis Bogenvorderkante und +1,75" für Amo Auszug: 31" OK-Auszug sind 32" Benziauszug )

Doch nicht gleich, aber ähnlich.
Zuletzt geändert von Sateless am 11.11.2012, 23:22, insgesamt 1-mal geändert.
Ich schreibe ohne Autokorrektur lesenswerter. Du etwa auch?
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EddieDean

Re: RB: sweet spot vs langer Auszug

Beitrag von EddieDean »

Ich zähle dann morgen mal die Kästchen nach ;D
EddieDean

Re: RB: sweet spot vs langer Auszug

Beitrag von EddieDean »

Mach mal ne Grundaussage Simon!
Speichert dein BOgen mehr Energie?

Ich komme bei den Zahlen etwas durcheinander.

Gruß
Stephan
Sateless
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Re: RB: sweet spot vs langer Auszug

Beitrag von Sateless »

Ja, bei gleichem Zuggewicht und 4" mehr Auszug etwa 10% mehr.
Oder bei 28" OK-Auszug, dank 3# mehr, nur 1/50el weniger, als meiner bei 31" OK-Auszug.

Wenn du dir allerdings die Kurve von meinem Bogen anschaust, siehst du einen ganz anderen, fast linearen Verlauf der Zuggewichtssteigerung nach dem bauchigen Anfangsstück. Sobald der Hebel arbeitet, ists fast linear und das Stacking setzt erst leicht auf dem letzten Zoll an.
Ich schreibe ohne Autokorrektur lesenswerter. Du etwa auch?
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EddieDean

Re: RB: sweet spot vs langer Auszug

Beitrag von EddieDean »

Also ich hab jetzt auch nochmal drüber geschaut und ich würde sagen....

Eindeutig unentschieden!!

Messfehler etc können zu gewissen Schwankungen führen und daher ist das kanppe Ergebnis sehr relativ.

Bleibt wirklich nur noch eines:
Reiterbogen ins Stacking ziehen ist unangenehm und kann dadurch zu gewissen Defiziten in der Präzision führen.
Also so für mich gesprochen.
Ein mehr an Energiespeicherung gibt es weder bei der einen Methode noch bei der anderen.

So wer macht nun den nächsten Fred auf zu:
1. Wurfarmweg vs Pfeilgeschwindigkeit
2. Lange Pfeilbeschleunigung vs Pfeilgeschwindigkeit
3. Kürzere Pfeile vs Lange Pfeile
4. Wirkungrad vs Feanor ;D

Gruß
Stephan - ich habe fertig
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Re: RB: sweet spot vs langer Auszug

Beitrag von Anasazi »

@Janitschar
Müsste deine Frage nicht lauten: Was von der im Bogen gespeicherten Energie (siehe Kraft/Weg Diagramme) kommt den überhaupt am Pfeil an / wird auf den Pfeil übertragen verglichen bei unterschiedlichen Auszugslängen unter besonderer Beachtung von Sweet spot und dem Stackingbereich.

Da spielt dann neben der Energiespeicherung auch die Masseträgheit ein Rolle als ein Aspekt, der noch nicht berücksichtigt wurde. Ich denke mal gerade beim Bogen, speziell beim Reiterbogen, gibt es noch mehr solcher Aspekte, die eine Rolle spielen, aber dazu können technisch versiertere Menschen im Gegensatz zu mir deutlich mehr sagen.
EddieDean

Re: RB: sweet spot vs langer Auszug

Beitrag von EddieDean »

Absolut richtig.
Formal wurde hier nur isoliert die Energiespeicherung betrachtet.
Daher waren meine Vorschläge der neuen Freds teilweise auch sehr ernst gemeint.

Wurfarmmasse, Wurfarmmaterial, Wurfarmweg etc
sind noch wesentlich Bestandteile der Pfeilgeschwindigkeit.

Daher steht es bei Simon und bei mir definitiv noch auf der Agenda das wir mit unterschiedlichen Pfeilgewichten durchs Chrony schießen. Leider wohne ich im Süden und er im NOrden Deutschlands.
Von daher wird es bis zum nächsten Daumentreffen dauern.

Gruß
Stephan
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Re: RB: sweet spot vs langer Auszug

Beitrag von Feanor1307 »

Janitschar hat geschrieben:
4. Wirkungrad vs Feanor ;D

Gruß
Stephan - ich habe fertig
Frechdachs - das hab' ich gelesen :). Nee, im Ernst, der Punkt klingt gut. Wie wäre es mit Wirkungsgrad vs. Pfeilgewicht. Mit den Werten die Adam Karpowicz veröffentlicht hat hatte ich sowas schon mal gebastelt - siehe Grafik.
So etwas gibt wirklich eine Aussage über einen (!) objektiven Gütefaktor (Wirkungsgrad) von Bögen im Vergleich zu einander.

Viele Grüße

Kevin
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Ein Vergleich verschiedener von A. Karpowicz gebauter Bögen hinsichtlich Ihrer Effizienz bei steigendem gr/lbs.
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Niemand versucht es herauszuholen, wenn er einmal weiß was in Ihm steckt!
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Re: RB: sweet spot vs langer Auszug

Beitrag von benzi »

Galighenna hat geschrieben:....Erst später nimmt die Steigung wieder zu und wenn sie dann immer stärker wird, spricht man von Stacking. Die Übergänge sind da fließend und können anhand der Kurven nur schlecht per Auge ausgemacht werden, da muss man den Bogen schon schießen um das zu fühlen.
ach Gali, und das hatte ich überlesen........... ;D
Das Gefühl von stacking, also das Gefühl proportional zur Länge des Auszugs zu viel Kraft aufwenden zu müssen ist, meiner Meinung nach, von Schütze zu Schütze sehr unterschiedlich. Ob ich bei meinem Auszug also ins stacking hinein ziehe oder nicht, ist anhand der Kurven nur sehr schwer festzustellen.

für mich: Probeschiessen vs Kurven vergleichen: Probeschiessen wins

Grüße benzi
Kleine Waldelfen, die versuchen, unter dem Bast Schneeflocken ins Holz zu schnitzen?.....🥰🧚‍♀️ Benedikt
EddieDean

Re: RB: sweet spot vs langer Auszug

Beitrag von EddieDean »

Probeschießen ist immer die Ideallösung ist dir durch nichts zu ersetzen.
Aber eine FD-Kurve ermöglicht eine Einschätzung ohne den Bogen in Händen halten zu müssen.

Gruß
Stephan
Anasazi
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Re: RB: sweet spot vs langer Auszug

Beitrag von Anasazi »

Stacking bleibt Stacking. Subjektives Empfinden ist beispielsweise trügerisch, vor allem wenn ich mit dem Endzuggewicht im persönlichen "Komfortbereich" bleibe.
Trotzdem ist natürlich "Probeschießen" durch nichts zu ersetzen.
Sateless
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Re: RB: sweet spot vs langer Auszug

Beitrag von Sateless »

Wer das Probeschießen in Frage stellt, übt nur fragen zu stellen ... trotzdem sind nackte Zahlen auch ein Indikator für den Bogen. Und auch dieses Maß hat seine berechtigung und ist genausowenig allgemeingültig, wie andere.

Aber um mal wieder zum Thema zu kommen ... wenn das Zuggewicht im Stacking noch im Komfortbereich ist, ist der Bogen zu schwach. Denn dann ergibt sich etwas, was fürs Zielschießen toll ist: eine Auszugsbegrenzung! Wenn die Wurfarme parallel sind, und der Bogen zu macht, und das an der richtigen Stelle ... dann kann das für das Speichern von gleichmäßig viel Energie im Bogen hilfreich sein. Muss es aber nicht. Trotzdem bieten die Koreaner, von Firma Song Mu Gung, ihre Bögen in fast durchgehenden 3cm Abstufungen, mit einer Pfeillängen- (=Auszugslängen-) Empfehlung! Sinnfrei ist das nicht. Der Heilige Gral auch nicht.
Ein langer Auszug ist für die Effizienz des Bogens sicher förderlich, für den Pfeil ist es allerdings mist, wenn man leichte Pfeile bauen will. Klar kann man 1m Auszug haben, aber man wird keine 1m Pfeile aus Naturmaterial bauen können, die 5gpp oder weniger relatives Pfeilgewicht ermöglichen.
Viel Energiespeicherung und ein leichter Pfeil liefern Geschwindigkeit, und die ist ein Kriterium für die Tauglichkeit des Bogens. Je nach zweck sind andere Geschwindigkeitsgrenzen vorhanden. und daher gibts für jeden Zweck eine abweichende optimale Lösung.

Speedwerte gibts dann wohl im Sommer ... also können wir noch was sabbeln :)
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Re: RB: sweet spot vs langer Auszug

Beitrag von Anasazi »

Ich bin dabei ja der Meinung, das Stacking nicht erst anfängt, wenn es die sogenannte Wand beim Auszug gibt, das was von Sateless im Beitrag eben mit Auszugsbegrenzung bezeichnet wurde - das ist das Stacking im Endstadium. Stacking im Frühstadium beginnt dort, wo Zuggewichtszunahme gegenüber der Auszugszunahme überproportional wird.
Stacking ist in diesem Stadium für den Schützen schlecht zu spüren. Im Endstadium ist das dann kein Problem.
Auf den F/D Kurven kann man diesen frühen Stackingbereich aber gut eingrenzen.
Interessant dabei ist dann wovon das Stacking eigentlich abhängig ist. Laut dem wiki ist Stacking ja von dem Sehnenwinkel an der Bogennocke abhängig und dadurch das die Kraft dann mehr dazu dient das Bogenmaterial in die Länge zu ziehen, als es durch Biegung zu belasten, leidet die Effektivität. Zumindest habe ich das so verstanden.
Sateless
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Re: RB: sweet spot vs langer Auszug

Beitrag von Sateless »

nö. wenn er dicht macht ist zwar schluss, dass ist richtig, aber man merkt, wo und wann der auszug hart wird, solang der bogen nicht zu wabbelig für einen ist. auch dieses gefühl kann für eine auszugsbegrenzung, zusätzlich zum ankerpunkt helfen.
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Re: RB: sweet spot vs langer Auszug

Beitrag von Anasazi »

Für was war da nö jetzt
-dass ich deine Aussage falsch interpretiert habe?
- dass man Stackingbeginn durch F/D Kurven gut eingrenzen kann?
- dass die Beschreibung von Stacking falsch ist?
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