Kurze LARP Bögen aus Ahorn/Esche

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Snightlo
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Kurze LARP Bögen aus Ahorn/Esche

Beitrag von Snightlo » 16.03.2015, 11:08

Hallo Zusammen,
Ich war jetzt vor einer Woche auf einem Live Rollenspiel(LARP) und hatte dort einen kurzen Eibenbogen mit. Die Wahl eines kurzen Bogen hat sich dann auch als sehr gut herausgestellt, da man häufiger im Wald und auf beengtem Raum schießen musste.
Die meisten anderen Spieler hatten mehr oder weniger schlecht gebaute Manau Bögen.
Weil ich mit dem LARP gerne weiter machen würde und auch im Spiel Bögen für das Spiel bauen möchte, suche ich aktuell nach einem guten Design für kurze Bögen aus Ahorn und Esche.

Warum diese beiden Holzsorten? Ich habe von beiden Sorten noch einige Staves Plus mit dicken Jahresringen und gutem Früh-/Spätholz Verhältnis. Außerdem möchte meine Eibe nicht dafür opfern und Hollunder hat in meinen Augen nicht diesen mittelalterlichen look, vor allem die Knubbel stören mich optisch und könnten im Getümmel vielleicht auch Verletzungen verursachen.

Das Lastenheft für die Bögen sähe wie folgt aus:
Selfbow, kein facing kein backing, keine recurves. Der Bogen soll simpel und primitiv(mittelalterlich) wirken
Bogenlänge: 1,50m oder kürzer
Zuggewicht: 20-30# (mehr als 30 sind nicht erlaubt)
Auszug: 26"-28"
Pfeilgeschweindigkeit: möglichst hoch (Im LARP werden Pfeile mit Polsterkopf benutzt und die kosten schon sehr viel Geschwindigkeit)
Griff: mitbiegend


Mein erster Versuch ist ein Ahorn gewesen der eine dezente Paddelform der WA hat. Er ist durch den groben Tiller durch, hat aber vermutlich die 20# Marke bereits unterschritten. Die Paddelform, angelehnt an Indianerbögen, sollte für eine gewisse Breite sorgen um das Material zu schonen und gleichzeitig für einen schmalen Griffbereich sorgen um den Bogen fassen zu können. Um den Griff dicker zu machen, habe ich geplant ihn mit Kork aufzubauen. Was ist eure Meinung zu dem Ansatz? Ich bin mir nicht sicher ob ich aus einem so schwachen Bogen aussagekräftige Dinge lernen kann und bin vor allem auch an weiteren Design Ansätzen interessiert.

Ich habe bereits Google und das Forum ausgequetscht, ohne jedoch etwas derartiges zu finden. Haltet ihr die Umsetzung für realistisch oder wird es eurer Meinung nach nur mit anderen Hölzern funktionieren?

Eine weitere Frage habe ich noch, Bei dem Ahorn ist mir aufgefallen dass sich während des Tillern ans Schwachstellen sehr schnell Set bildet und dieser dann nachher auch auf Standhöhe noch gut zu sehen ist.
Sagt das etwas über die Qualität des Ahorns aus, ist er also schlecht oder ist das ein generelles Problem von Ahorn.
Sollte man die Standhöhe "falsch" aussehen lassen oder den anderen WA so weit schwächen, dass die Standhöhe wieder symetrisch erscheint. Ich habe es bisher dann wie eine Deflexe stelle gehandhabt und die Symetrie nicht mehr vollständig wieder eingestellt.

Für Anregungen und Tipps bin ich euch sehr dankbar.

Mfg Ronn

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Rotzeklotz
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Re: Kurze LARP Bögen aus Ahorn/Esche

Beitrag von Rotzeklotz » 16.03.2015, 11:27

Snightlo hat geschrieben:Eine weitere Frage habe ich noch, Bei dem Ahorn ist mir aufgefallen dass sich während des Tillern ans Schwachstellen sehr schnell Set bildet und dieser dann nachher auch auf Standhöhe noch gut zu sehen ist.


:D Ohne jemals Ahorn verbaut zu haben - du definierst gerade quasi Schwachstellen. Das Holz kann das beste auf der Welt sein...wenn du Schwachstellen hineintillerst, sieht man das auch entsprechend.

Hast du mal ein paar Bilder? ;)

Snightlo
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Re: Kurze LARP Bögen aus Ahorn/Esche

Beitrag von Snightlo » 16.03.2015, 11:54

Oke ich gehe dann mal etwas mehr ins Detail. Das sich eine Schwachstelle auf die Art und Weise zeigt, ist wie du ja auch sagtest normal für eine Schwachstelle. Bei Ahorn, dem ich verbaut habe, war es bisher so, dass eine Schwachstelle bei der ersten signifikanten Belastung(Aufspannen oder Bodentiller) direkt das Set angenommen hat und das kenne ich von anderen Hölzern nicht in der größen Ordnung.
Bilder ist im moment schwierig, ich bekomme mein Handy nicht mit dem PC verbunden. Heute wird das nix mehr.

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