Traditioneller Bogen für einen relativen Anfängerschützen

Fragen zu Boegen zum Bogenschiessen. Keine Fragen zum Bogenbau.
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Frodo12
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Traditioneller Bogen für einen relativen Anfängerschützen

Beitrag von Frodo12 » 03.07.2019, 12:18

Hallo liebe Commutity, :D

Ich bin neu im Forum und hoffe diese Frage ist erlaubt, bzw. wurde nicht zu oft gestellt.
Ich bin 21 Jahre alt und habe am letzen Wochenende auf einem Mittelaltermark nach längerer Zeit mal wieder Bogen geschossen. Ich war als Junge und Jugendlicher immer fasziniert vom Bogenschießen und habe die Buch-Trilogie "der Bogenschütze" von Bernard Cornwell verschlungen, die sich um einen englischen Langbogenschützen und deren Abenteuer und Schlachten dreht. Ich habe mit 14 einen Jugend-Compoundbogen von meinen Eltern geschenkt bekommen, welchen ich aber nur selten nutzte, da mir die Zugkraft nach einer gewissen Zeit zu wenig war und mir die Bogenart an sich nicht sonderlich zusagte. Jetzt wurde ich am letzten Wochenende wieder angefixt ;D
Ich bin dann auch vor Ort noch an den Bogenständen vorbeigegangen und war kurz davor mir einen traditionellen Bogen zu kaufen, jedoch war es mir für einen Spontankauf zu teuer und zu unüberlegt.
So jetzt zu meiner(n) Frage/Fragen: Welchen Bogen würdet Ihr mir empfehlen? Ich bin 21 Jahre Alt, 189cm groß, gehe regelmäßig ins Fitnessstudio und trainiere dort auch recht viel Rücken. Bin an sich recht gut gebaut. Deshalb denke ich, könnte ich einen Bogen mit 30 Ibs nehmen.
Ich habe schon nach einigen Langbögen im Internet geschaut:
Dieser Bogen scheint mir ganz gut zu sein?
https://www.bogensport-beier.de/shop/bo ... e6fa44850e
oder dieser:
https://www.bogensportwelt.de/FAIRBOW-T ... cht-35-lbs
Das wäre jetzt wahrscheinlich eine günstige Alternative
https://www.franks-castle.de/Langbogen- ... ar-long-68

Ich bin ehrlich gesagt auch nicht ganz sicher ob es für den Anfang direkt ein Langbogen sein soll. Vielleicht ist ein Recurve zum erlernen der Technik besser?
Ich habe vor nächen Monat auf das stattfindende MPS in Telge zu gehen, um mir dort noch echte Bogen anzusehen. Ist es ratsam sich dort einen Bogen zu kaufen um ihn vor Ort auszuprobieren, oder gibt es dort keine qualitativ guten bogen oder muss man irgendwas beachten? Wahrscheinlich die Frage die hier am meisten gestellt wurde: Wie viel muss ich in etwa für einen akzeptablen Einsteiger-bogen investieren?

Danke schon mal im Voraus
Frodo :)

Sateless
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Re: Traditioneller Bogen für einen relativen Anfängerschützen

Beitrag von Sateless » 03.07.2019, 12:48

Herzlich willkommen hier! :)
Von dem Plan auf nem MPS nen Bogen zu kaufen kann man pauschal eher abraten, auch wenn die Möglichkeit besteht, dass du dort einen kompetenten Händler erwischst. Auch der Onlinekauf ist für Anfänger ein gewagtes Unterfangen. Das ist wie Schuhe kaufen. Ob es passt merkst du nicht an einer Website oder auf dem Flohmarkt. Wie jedem Anfänger kann man dir nur zu einem Mietbogen raten. Das ist echt die tollste Sache für Neulinge überhaupt. Der Bogen passt mit Sicherheit nicht hundertprozentig. Das muss er auch garnicht. Aber du merkst erstmal, wo es überhaupt drückt! Außerdem - und hier ist der absolute Clou - kannst du das Zuggewicht anpassen, da man die Wurfarme tauschen kann. Dies geht in den Mietprogrammen sehr unkompliziert und bei gekauften Bögen vom MA-Markt garnicht. Du denkst, 30lbs würden für dich passen, probier es aus! Wenn es zu viel/ zu wenig ist kannst du es zwischen 16 und 40 lbs anpassen, durch Wurfarmwechsel. Du brauchst dann keinen neuen Bogen kaufen etc pp.
Mietprogramme kosten zwischen 50 und 100 Mücken im Halbjahr und werden meist vollständig auf den Kauf eines Bogens in diesem Laden angerechnet. Also ist es eigentlich eine geschenkte Testphase. Und falls du merkst, dass es dir nicht gefällt, dann hast du nicht den dreihundertersten von einem Anfänger fehlgekauften Bogen zu Hause liegen, den du wie die anderen mit Verlust bei den üblichen Portalen irgendwie zu verkaufen versuchen musst.
Ich schreibe ohne Autokorrektur lesenswerter. Du etwa auch?
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Frodo12
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Re: Traditioneller Bogen für einen relativen Anfängerschützen

Beitrag von Frodo12 » 03.07.2019, 15:55

Danke für die schnelle Antwort. Das ist eine gute Idee einen Bogen mal so auszuprobieren, um auch wenn dann den richtigen Bogen zu kaufen und nicht einfach ins Blaue hinein irgendwas zu bestellen. Ich habe mir fast gedacht, dass der Kauf auf dem MPS nicht die beste Idee wäre, obwohl ich die Optik einiger Vollholzbögen wirklich schön finde. :D
ein passender Mietbogen wäre dann ja z.B dieser hier:
https://www.bogensport-beier.de/shop/bo ... 9&c=100817
oder ein Recurve? da könnte man ja die Wurfarme tauschen:
https://www.bogensport-beier.de/shop/bo ... n?c=100817

Dann bräuchte ich wahrscheinlich nur noch passende Pfeile oder? ???

Danke
Frodo ;D

Sateless
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Re: Traditioneller Bogen für einen relativen Anfängerschützen

Beitrag von Sateless » 03.07.2019, 16:00

Wenn ich richtig rate und du aus dem Umland vom Pott komst, dann fahr nach Herne zu Sherwood Bogensport und dank mir später für den Tipp. Da bist du 300mal besser aufgehoben, als jetzt nen Mietbogen und vermeintlich passende Pfeile im Internet zu bestellen.
Ich schreibe ohne Autokorrektur lesenswerter. Du etwa auch?
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Markus
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Re: Traditioneller Bogen für einen relativen Anfängerschützen

Beitrag von Markus » 03.07.2019, 16:50

Sateless hat geschrieben:
03.07.2019, 16:00
Wenn ich richtig rate und du aus dem Umland vom Pott komst, dann fahr nach Herne zu Sherwood Bogensport und dank mir später für den Tipp. Da bist du 300mal besser aufgehoben, als jetzt nen Mietbogen und vermeintlich passende Pfeile im Internet zu bestellen.
Amen!!

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Re: Traditioneller Bogen für einen relativen Anfängerschützen

Beitrag von Frodo12 » 15.07.2019, 10:55

Ich komme aus dem Münsterland. Bin aktuell noch in einer Klausurenphase, werde aber nächsten Monat mal nach herne fahren und mich dort beraten lassen, bzgl. eines Leihbogens.

Danke für die Hilfe und die Tipps. Bei mir in der Heimat haben wir einen Bogenschießverein, welcher vor allem auf das Sportschießen bzw. moderne Schießen ausgelegt ist. Ist es in der Community so, dass sich diese beiden Lager trennen, oder kann ich dort durchaus mal mit einem normalen Langbogen ohne Hilfmittel schießen?

"In unserem am 03.08.2001 gegründeten Bogensport-Verein werden von unseren rund 60 Mitgliedern sowohl Compoundbogen, als auch Recurvebogen geschossen. Sowohl im Sommer als auch im Winter haben wir dafür die Möglichkeit auf unserer Aussenanlage (mit ca. 4900 qm, auf bis zu 100 m) und den Trainingshallen der Gesamtschule Warendorf (bis zu 18 m) an festgelegten, als auch offenen Terminen zu trainieren."

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Re: Traditioneller Bogen für einen relativen Anfängerschützen

Beitrag von Heidjer » 15.07.2019, 20:52

Im Bogensport gibt es unabhängig von den verwendeten Bögen für alle Schützen einen gleichartigen Bedarf an Schießmöglichkeiten überhaupt und an die Sicherheit und die schonende Pfeilfangmöglichkeit, von daher kenne ich es nur so, dass man in Vereinen eigentlich alle Varianten von Bögen schiessen kann so lange es der Pfeilfang auch aushält. Verschiedene Bögen und Pfeile (Warbows, kräftige Compounds und Pfeile mit Klingenspitzen) stressen den Pfeilfang besonders und werden auf normalen Fita-Schießbahnen nicht gern gesehen, ansonsten kenne ich im Training nichts was die "Lager" trennt. Es ist mehr so, das die "Lager" übereinander spötteln, die Compounds schiessen Fahrräder, die Visierschützen sind Schrauber die Blankbogenschützen sind Abgreifer und die Traditionellen sind die ewig Gestrigen.
Trennen tun die Lager nur die unterschiedlichen Wettkämpfe, aber nicht das Training, eventuell noch die Einstellung und Vorlieben zu den Bögen, Wettkämpfen und der Ernsthaftigkeit des Sportes selbst. Tatsächlich ist es so, dass man von Schützen aus den anderen "Lagern" sich durchaus einiges abschauen kann auch wenn man für sich selbst das dann anders wertet oder gewichtet.
Mein Rat lautet: Gehe hin, wo immer Du eine Gelegenheit hast und frage den anderen Bogensportlern ein Loch in den Bauch, alle Menschen die ich auf diese Art kennenlernte, waren immer bereit zu helfen und zu erklären. Es ist wie bei den Autofahrern, jeder ist überzeugt das sein Fahrzeugtyp der beste für ihn ist und lästert etwas über die anderen, das muß man halt ertragen können, Fakt ist aber, dass alle Strassen zum Fahren brauchen und sich an die gleichen Regeln halten müssen.

Gruß Dirk
Ein Pfeil, den Schaft gemacht aus der Pflanzen hölzern Teil, versehen mit eines Vogels Federn und einer Spitze, aus der Erde Mineral, wird von der Natur gern zurückgenommen.

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Re: Traditioneller Bogen für einen relativen Anfängerschützen

Beitrag von fatz » 15.07.2019, 21:57

Allerdings gibt es auch Vereine, die bereits auf ihrer Homepage andeuten, dass man sich mit was anderem als Fita-Krams bei ihnen nicht sehen lassen braucht. Hab ich hier ums Eck so einen. Aber hinschauen kann ned schaden. Zur Not war's halt nix
Haben ist besser als brauchen.

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Re: Traditioneller Bogen für einen relativen Anfängerschützen

Beitrag von Frodo12 » 16.07.2019, 11:08

Dann werde ich dort mal anfragen. Bei mir im Ort gibt es 2 Vereine, dann werde ich mal schauen ob sich einer von denen eignet.
Finde den Vergleich mit den Autos gut. Kenne das etwas aus dem Mountainbike-Sport, dort wird die jeweils andere Sportart auch immer etwas belächelt.
Danke für die Hilfe. Es ist manchmal schwierig bei den Unterschiedlichen Bogenarten und Unterkategorien als Laie durchzublicken. ??? ;D

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Re: Traditioneller Bogen für einen relativen Anfängerschützen

Beitrag von Ravenheart » 17.07.2019, 11:27

Im Jahr gibt es viele Bogen(-Bauer)treffen...
Vielleicht solltest Du einfach mal als Gast zu so einem Termin fahren!
Wenn Du es vorher ankündigst, bringt vielleicht der Eine oder Andere auch extra für Dich ein paar verschiedene Bogentypen zum testen mit...

Rabe

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