Moin in die Runde,
ich habe hier ein Reststück Osage, welches beim Stave von meinem letzten Bogen abgefallen ist.
Länge: 142 cm
Breite, an den beiden schmalen Stellen: 16mm
Kann das ein Bogen werden?
Logisch, keine 28'' Auszug...
Wenn ich die beiden schmalen Stellen (16mm) nicht im Haupt-Biegebereich der WA haben möchte, dann kürze ich den Bogen einseitig um 25 cm; dann liegen die schmalen Stellen 15cm vor dem Bogenende. Dann ist der Bogen aber nur noch gute 115cm lang...
Kann das ein Bogen werden?
Oder sollte ich lieber einen Minibogen mit 50cm angehen?
Reststück Osage - kleiner Bogen oder was anderes?
- Benedikt
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Re: Reststück Osage - kleiner Bogen oder was anderes?
Ich würd sagen definitiv, würde da garnix kürzen. Mitbiegender Griff, stabförmiges Design und halt gezwungenermaßen schmal und hoch. Ich hatte so n kurzen schmalen Osage vor Jahren beim Q&D geschnitzt, ich kann gleich mal Maße in der Werkstatt nehmen 
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Re: Reststück Osage - kleiner Bogen oder was anderes?
Wenn der Griff mit biegt und du die Enden flipst, dann sind da auch 28'' drin. Du kannst natürlich auch ein Deflex / Reflex Design machen, dann kann der Griff auch steif bleiben und dann wäre auch mehr Auszug möglich. Diese Bögen sind meist sehr schnell.
LG Markus
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Salvador Dalí
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Re: Reststück Osage - kleiner Bogen oder was anderes?
Danke für eurer Mutmachen! Es wird dann kein 50cm-Bogen aber doch ein kleiner...
(Auch wenn es am Ende Lehrzeit wird, Leerzeit wird es bestimmt nicht)
Der Plan:
Fragen kommen bestimmt noch ganz viele - ich hoffe auf die unglaubliche Schwarmintelligenz hier - aber aktuell habe ich zwei:
Ich bin total gespannt!
(Auch wenn es am Ende Lehrzeit wird, Leerzeit wird es bestimmt nicht)
Der Plan:
- erstmal auf Seitenkontur abarbeiten, dann Bauch etwas reduzieren
- Wenn sich im Bodentiller erste Bewegungen zeigen (gleichmäßige Biegung) dann die Enden über Dampf flippen. Ich muss mir mal aufzeichnen, wie weit ich die hochbiegen muss; wird bestimmt heftig...
- evtl. auch den Griffbereich deflex biegen (irgendwo in der Mitte muss ich sowieso dämpfen, damit die Sehne zumindest in die Nähe des Bogens kommt)
- zur Sicherheit kann der Griff gerne noch etwas mitbiegen
Fragen kommen bestimmt noch ganz viele - ich hoffe auf die unglaubliche Schwarmintelligenz hier - aber aktuell habe ich zwei:
- Sollte ich ein Rohhaut/Sehnenbacking planen, um den Rücken etwas zu schützen/entlasten?
(Cool wäre auch Schlangenhaut, aber ich denke, die ist eher nur für die Optik, oder?)
- Bisher waren meine Bögen - außer ein paar Rattanflitschen - deutlich länger. Da habe ich den Griff immer in die Mitte gelegt und dafür den unetren Wurfarm etwas stärker gelassen. Sollte ich den Griff bei diesem superkurzen Bogen jetzt so planen, dass der Druckpunkt im oberen Drittel des Daumenballens liegt?
Ich bin total gespannt!