Flu-Flu-Pfeile mit Spiralbefiederung (Wraps, "Klobürsten")

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Alwin.K

Flu-Flu-Pfeile mit Spiralbefiederung (Wraps, "Klobürsten")

Beitrag von Alwin.K »

Hallo Ihr Lieben,

vor einem halben Jahr berichtete ich von meiner ersten Erfahrung mit Flu-Flu-Pfeilen (damals noch mit herkömmlich angebrachten und speziell für Flu-Flu-Befiederung gedachten Federn
-> viewtopic.php?t=33917)

Mittlerweile habe ich mich auch an die Herstellung von Flu-Flu-Pfeilen mit Spiralbefiederung herangewagt („Klobürstenpfeile“). Ich bin mit dem ersten Ergebnis sehr zufrieden, wenn auch die eine oder andere Kleinigkeit verbesserungsbedürftig ist. Aber was soll´s – meine ersten Alltagspfeile mit Scheibenspitzen, Plastnocken und Shield-Federn) sowie meine ersten „Mittelalterpfeile“ mit historischen, geschmiedeten Spitzen, mit naturbelassenen Gänsefedern und mit Selfnock mit und ohne Inlay waren auch nicht gleich perfekt.

Zu den Klobürsten-Pfeilen:

1.) erste Feststellungen

a.) Da ich Federn in voller Länge verarbeitet habe und vermutlich hinten zu viel Platz gelassen habe bekomme ich beim Pfeil einnocken leichte Probleme mit der Befiederung, welche mit dem Bogen kollidiert.
Lösung: Beim nächsten Mal entweder die Federn kürzen, enger wickeln oder hinten nicht so viel Platz lassen – oder nur Bögen nehmen, deren Standhöhe groß genug. Bei 6,5“ hatte ich das Problem mit dem OAK Ridge Sada Black; mit dem Black Mamba von Flagella Dei und 7,5“ Standhöhe gab es das Problem nicht

b.) Das Büschel Federäste im Gesicht bzw. an der Wange ist zu Beginn zumindest gewöhnungsbedürftig

c.) Bei jedem Schuss lösen sich ein paar Federäste. Über die Langlebigkeit dieser Befiederung kann ich trotzdem nur mutmaßen, das muß die Praxis zeigen.

2.) Flugverhalten

Die Pfeile machen genau das, was sie sollen. Sie haben (bei mir mit Bögen um die 50….55 lbs, Pfeile mit Holzschäften 11/32“) eine Flugdistanz von etwa 20 Metern, danach leiten sie schnell und auch sehr deutlich eine Sinkphase ein – zumal bei meinen Pfeilen auch die Spitze schwerer ist als bei meinen Alltagspfeilen (80 grn vs. 145 grn)
Dieses veränderte Flug- und Sinkverhalten ist im Vergleich zu den Alltagspfeilen enorm und auch zu den im oben genannten ersten Beitrag Flu-Flu-Pfeilen mit Flu-Flu-Federn immer noch deutlich.

3.) Ich habe die Pfeile zunächst nur im Garten zur Probe geschossen, war echt überrascht – und musste mich wirklich erst einmal einschießen und auf die Pfeile einstellen. Jetzt besorge ich mir als nächstes ein Baumziel und dann schieße ich auf ein Ziel im Baum. Ich werde wieder darüber berichten….

4.) Bau von und Probeschießen mit Flu-Flu-Pfeilen mit Spiralbefiederung bei YouTube unter:
--> https://www.youtube.com/watch?v=AmdQJliC89o
Dateianhänge
5.6.) Pfeilbau und Befiederung, Flu-Flu-Pfeile (6).jpg
5.6.) Pfeilbau und Befiederung, Flu-Flu-Pfeile (4).jpg
5.6.) Pfeilbau und Befiederung, Flu-Flu-Pfeile (5).jpg
5.6.) Pfeilbau und Befiederung, Flu-Flu-Pfeile (8).jpg
5.6.) Pfeilbau und Befiederung, Flu-Flu-Pfeile (2).jpg
Indie12
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Re: Flu-Flu-Pfeile mit Spiralbefiederung (Wraps, "Klobürsten")

Beitrag von Indie12 »

Sieht aus als stünden die Federäste mal mit mal entgegen der Flugrichtung. Das würde mich bei einem Satz stören. Bemerkst du da Unterschiede im Abbremsen? Und verlierst du vllt gerade bei den Pfeilen Federäste, die entgegen stehen?

Wegen Federn im Gesicht: da ist das ganz gut hinten etwas mehr Platz zu lassen zur Nock. Und viele schneiden sie hinten ab.

Ansonsten doch ein guter erster Anlauf.
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Re: Flu-Flu-Pfeile mit Spiralbefiederung (Wraps, "Klobürsten")

Beitrag von Ravenheart »

Gegen die Flugrichtung geht nach meiner Einschätzung gar nicht. Also, geht schon, aber funktioniert nicht in der gewünschten Weise und dürfte auch schnell zu Federverlusten führen...

Rabe
Alwin.K

Re: Flu-Flu-Pfeile mit Spiralbefiederung (Wraps, "Klobürsten")

Beitrag von Alwin.K »

Indie12 hat geschrieben: 24.03.2026, 10:53 Sieht aus als stünden die Federäste mal mit mal entgegen der Flugrichtung. Das würde mich bei einem Satz stören. Bemerkst du da Unterschiede im Abbremsen? Und verlierst du vllt gerade bei den Pfeilen Federäste, die entgegen stehen
Wegen Federn im Gesicht: da ist das ganz gut hinten etwas mehr Platz zu lassen zur Nock. Und viele schneiden sie hinten ab.
Ansonsten doch ein guter erster Anlauf.
Nein - es betrifft nur eine gelbe Feder, bei der ich nicht aufgepasst habe, die steht tatsächlich entgegen der Flugrichtung. Alle anderen sind in Flugrichtung
Alwin.K

Re: Flu-Flu-Pfeile mit Spiralbefiederung (Wraps, "Klobürsten")

Beitrag von Alwin.K »

Ravenheart hat geschrieben: 24.03.2026, 11:12 Gegen die Flugrichtung geht nach meiner Einschätzung gar nicht. Also, geht schon, aber funktioniert nicht in der gewünschten Weise und dürfte auch schnell zu Federverlusten führen...

Rabe
Ich habe die Federn ganz normal mit den Federästen nach hinten angesetzt, wie bei Alltagspfeilen auch. Das Problem ist meines Erachtens ein anderes:
Durch die Wicklung rund um den Schaft steht der Federkiel - abgesehen vom Neigungswinkel / Steigungswinkel - weitgehend quer zum Schaft und damit die Federäste nicht nach hinten, sondern seitlich.
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Re: Flu-Flu-Pfeile mit Spiralbefiederung (Wraps, "Klobürsten")

Beitrag von Ravenheart »

Hast Du die Kiele vorm Aufkleben flach geschliffen?

Rabe
Alwin.K

Re: Flu-Flu-Pfeile mit Spiralbefiederung (Wraps, "Klobürsten")

Beitrag von Alwin.K »

Ravenheart hat geschrieben: 24.03.2026, 14:48 Hast Du die Kiele vorm Aufkleben flach geschliffen?

Rabe
Die Klebefläche....? Die waren flach
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Re: Flu-Flu-Pfeile mit Spiralbefiederung (Wraps, "Klobürsten")

Beitrag von Ravenheart »

Ja, flach sind sie immer, das ergibt sich automatisch beim Spalten. Aber ein Federkiel ist ja wie ein ausgeschäumter Strohhalm. Eine dünne, zähe Haut-Hülle, gefüllt mit einem weißen Material in der Konsistenz so zwischen Styropor und Tafelkreide.
Dieses weiße Zeug schleift man zum Wickeln der Federn bis zur Haut weg....

Rabe
Alwin.K

Re: Flu-Flu-Pfeile mit Spiralbefiederung (Wraps, "Klobürsten")

Beitrag von Alwin.K »

Ravenheart hat geschrieben: 24.03.2026, 16:35
a.) Aber ein Federkiel ist ja wie ein ausgeschäumter Strohhalm. Eine dünne, zähe Haut-Hülle, gefüllt mit einem weißen Material in der Konsistenz so zwischen Styropor und Tafelkreide.

b.) Dieses weiße Zeug schleift man zum Wickeln der Federn bis zur Haut weg....

Rabe
zu a.) ja, das stimmt.....

zu b.) ok, danke für den Hinweis, gut zu wissen
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