hmmmmmmmmmm - Compound oder nicht Compound...

Fragen zu Boegen zum Bogenschiessen. Keine Fragen zum Bogenbau.
Guenter
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Beitrag von Guenter »

Dein erster Weg sollte Dich zu einem Bogenschützenverein in Deiner Nähe führen (wird sicher auch in Österreich möglich sein).
Dort findest Du meistens Vereinsbögen (meist Recurvebögen) mit geringem Zuggewicht, die ein Erlernen der richtigen Technik unter Anleitung und Kontrolle erlauben. Mit einem zu starken Bogen und ohne Anleitung eines erfahrenen Schützen (Trainers) anzufangen, stabilisiert nur die Fehler und läßt schnell die Lust auf's Bogenschießen verschwinden.
Mit steigender Kraft in den richtigen Muskeln und der entsprechenden Technik kann man sich im Zuggewicht hoch arbeiten. Jetzt kann man sich überlegen, mit welcher Bogenart man weiter schießen will und mit diesem, dann vielleicht gekauften Bogen weiter trainieren. Wenn dann das Schießen auf dem FITA-Platz klappt, kann man es mit den Problemen der Feldrunden versuchen (unbekannte Entfernungen, hügeliges Gelände, wechselnde Lichtverhältnisse). Klappt auch da noch, geht es an 3D-Tiere, bei denen als zusätzliche Schwierigkeit ein oftmals halbverdecktes Ziel hinzu kommt.
Wenn man dann so weit ist, daß dies keine Herausforderung ist, kann man überlegen, ob man mit seinem Bogen jagen gehen will (sofern man dann noch Lust dazu verspürt). Dies setzt allerdings zunächst neues Trainig voraus, weil ein Pfeil mit einer Jagdspitze, zumindest auf Entfernungen über ca. 10m, anders fliegt als ein normaler Turnierpfeil.
Ich hoffe, dies hilft Dir ein wenig.

Günter
(ehemaliger Fachübungsleiter Bogen)
Gru?
Guenter
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Ravenheart
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Beitrag von Ravenheart »

Indianerbogen mit 80# sind möglich:

Holz: Osage, Rücken: 3 - 4 Lagen Sehnen, Bauch: Horn. Allerdings wären bereits 40+# völlig ausreichend, und die gehen sogar als Vollholz! (Siehe mein Userbild!)...

[navy]Ich muss leider darum bitten, ab sofort das Thema Jagd hier nicht weiter zu behandeln, da dies nach den Forenregeln nicht erwünscht ist! Ich danke Euch, dass es bisher sehr sachlich und emotionslos behandelt wurde, werde aber nachfolgende Postings zu dem Thema (auch sachliche) Löschen oder editieren, da nach den bisherigen Erfahrungen leider NICHT zu erwarten ist, dass es so bleibt![/navy]

Hoffe auf Euer Verständnis!

Wg. Wechsel (oder "Parallelnutzung") Compound/Indianerbogen: Ist Dir klar, dass so ein Indianerbogen einen kurzen Auszug hat? Meinen (Userbild) habe ich bis 26" getillert (60#), ziehe ihn aber nur bis 24" (45#). Da ein Copi meist einen längeren Auszug hat, müsstest Du Dich in JEDER Beziehung umstellen! Besser wäre, wie oben schon angesprochen, erst mal auf einen Recurve zu wechseln, da der dem Copi-Auszug-/Schussverhalten am nächsten kommt!

Rabe

P S.:
Original geschrieben von Taran
Shaman, ein Bogen ohne Cams hat kein Let-off.
@Taran: Du meinst vmtl. "Ohne Compound-Prinzip"! Auch Compounds mit "Round wheels" hat Let-off, da diese nicht zentrisch gelagert sind; nur eben etwas weniger!
Robster
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Beitrag von Robster »

Ich habe damals (98) auch mit Compound angefangen, allerdings blank, also ohne Visier etc...
Compoundschießen ist hald ein ganz anderes Paar Stiefel , macht aber auch verdammt viel Spaß.
Muß hald jeder selber wissen.
Ich sehe das allerdings auch nicht so eng, und der Begriff "traditionell Schießen" ist ja auch dehnbar. Solange da keine Visiere, Antennen oder anderes unnötiges Gedöns am Bogen hängen kann ich mich damit anfreunden.
Ich empfehle dir aber auch unbedingt es nicht zu übertreiben mit dem Zuggewicht, das 1.fürs sportliche Bogenschiessen (das wir ja alle betreiben) nicht nötig ist und 2.dein Körper es dir danken wird !
Bedenke : Viel Zuggewicht erfordert massives Material und wirkt sich auf den Verschleiß höher aus, ob Pfeile oder Scheibe, der Geldbeutel lacht mit !
Wenn die Zeit kommt, in der man k?nnte, ist die Zeit vor?ber, in der man kann.
- Marie von Ebner-Eschenbach
MOSH_Wien
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Beitrag von MOSH_Wien »

Ich denke dass das Thema: "welcher Bogen ist für den Anfang am besten geeignet" zur genüge in anderen Threads zerkaut wurde.

Nur ob ich Technisch oder Traditionell schiessen will bleibt dem Schützen nach wie vor überlassen - nen Techniker wird man sehr schwer überreden können zur Tradition zu wechseln und umgekehrt.

Ich will auch niemanden "bekehren" bzw. auch was einreden - nur Tips abgeben...

Wenn jemand fasziniert ist vom Compi wird er/sie sich einen kaufen - was dann danach kommt ist vom demjenigen Menschen abhängig und wird selber herausfinden ob diese Investition in Ordnung war oder nicht...

Ich kann nur für mich sagen dass ich auch Compound versuchte und mit dem "Ding" nicht klar kam... Und ich weiter versuche die Tradition zu pflegen welche meine/unsere Vorfahren begründeten.

Das beste ist wirklich: mal zu einem Verein oder Parcour gehen - austesten - entscheiden - dann kaufen :-)
shaman

Tja

Beitrag von shaman »

@ Mosh
also frei nach dem Motto " der Weg ist das Ziel".
Ich verstehe deine Einstellung und ich kenne auf etwas andere Art und Weise das Gefühl. Wenn der Geist eins mit dem Material und dem Ziel wird. Das ist die geistige und auch philosophische Komponente. DAs geht in Richtung Zen Bogenschiessen. Obwohl ich kaum glaub das ichs bis dahin schaffe.
Wie dem auch sei . Ich steh wie gesagt am Anfang und versuche mich zu orientieren. Ich finde es von allen toll das sie sich mit dem Thema auseinandersetzen auch wenn es nicht ihr "Ding" ist . Und danke allen die hier geantwortet haben. Villeicht versuche ich auch nur den "einfachsten" Weg zu gehn auch wenns nicht gesagt ist das das auch der richitige ist.
mfg
shaman
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Peter O. Stecher
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Beitrag von Peter O. Stecher »

Abgesehen von der Jagd, ist immer wichtig was man mit einem Bogen machen will.

Wenn jemand z.B. Compound schießen will und auch an Turnieren teilnehmen will muss ersich darüber im Klaren sein dass der Bogen mit € 1000.- nicht alles ist. Da gibt es Klassen mit Laservisier, Wasserwaagen etc.

Falls man den Comp. nicht traditionell, also vom Shelf, ohne Gimmiks schießen will muss man den Comp. immer senkrecht halten etc.
Das alles geht beim Trad Gerät einfacher..
https://classic-archer.com/
Lodjur

Beitrag von Lodjur »

Hi, evt. kann ich da was zu sagen. Ich schiesse selber seit etwa 1.5 Jahren Bogen. Ich bin auch so ein Grenzfall, schiesse mit Begeisterung einen 45 lbs Rekurve, blank natuerlich, habe mit einem 35 lbs Recurve mit Visier angefangen. Habe aber schnell gemerkt das mir die Fitaschiesserei nicht liegt. Habe mir also erstmal damit das Schiessen beibringen lassen und bin dann den Fitalern untreu geworden und schiesse nur noch im Wald. Ein 50 lbs Reiterbogenden den ich zufaellig bekommen habe macht auch viel Spass und im Moment habe ich noch einen 70 lbs Compound den ich sehr preiswert bekam. Ich habe den auf 65 lbs eingestellt und schiesse den natuerlich auch blank. Damit komme ich endlich auch bei den grossen Entfernungen auf 60-70 Metern gut klar. Die Versuchung ist gross dabei zu bleiben aber ich arbeite weiter daran auch mit dem Recurve besser zu werden. Mehr Spass macht tatsaechlich der Recurve. Ist im Wald einfach der natuerlichere Bogen. Und 1000 Euronen fuer den ersten Bogen und dann gleich einen Compound halte ich auch fuer sehr gewagt. Zum glueck sind die eld und Jagdbogenschuetzen ja ein sehr tolerantes Voelkchen und so werde ich im Moment von meinen Kumpeln laechelnd "geduldet" im Wald. Die wissen das ich ueber kurz oder lang doch wieder mit dem Recurve antanze.
CU Bernd
MOSH_Wien
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Beitrag von MOSH_Wien »

@ Negley - es ist nicht unbedingt wichtig WAS ich mit dem bogen anstellen will, sondern welchen Zugang ich zu dem Gerät habe und vorallem mit welcher Einstellung ich meinem Hobby fröhne... Klar gibts auf Turnieren eigene Compund Wertungen - sogar "Traditional Compund" welche nur vom Shelf geschossen werden dürfen ohne jegliche Visireinrichtung... Und ich erfreue mich jedesmal aufs neue, strahle wie ein kleines Kind vorm Christbaum wenn ich bei einem Turnier eine bessere Wertung habe als so einige Compundschützen mit Visier, Vergrößerungsglas und Wasserwage ;-)

@shaman

Du würdest dich wundern wie gut / leicht es sein kann instinktiv zu schießen...

Ich für meinen Teil kann nur sagen - egal welchen Bogen du schießt - wenn das Material stimmt bist noch immer DU die größte Variable!

Der Vorteil beim Traditionellem / Instinktiven schießen ist auch der größte Nachteil zugleich -> Den kopf frei zu haben von allem anderen. Zen in der Kunst des Bogenschießens (übrigens ein sehr gutes Buch) geht da noch einen Schritt weiter.

Der Weg... ob der richtig oder falsch ist hängt nur von Dir ab - nicht von uns. Wenns deiner - für dich im Moment der richtige ist, wirst du ihn auch gehen wollen. Nur ist die Frage wie lang du ihn gehen wirst ;-)
Helmut Kindinger
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Compound für Anfänger

Beitrag von Helmut Kindinger »

@Mosh: Dein erster Beitrag hat es schon auf den Punkt gebracht!

@shaman:
Ich finde den Compound für Anfänger perfekt!

Ich habe selbst vor ca. 26 Jahren mit einem Recurve angefangen und bin dann schnell zum 70 lbs. Compound gewechselt, den ich Jahre lang geschossen habe.

Nach einer längeren Pause hab ich dann mit einem neuen Compound weiter gemacht (65 lbs), bis mir das zu langweilig wurde.
Jetzt schieß ich einen Langbogen und bin sehr zufrieden damit.

Warum:
Der Compound ist in der Stärke verstellbar, d. h. er "wächst mit", bis sich Deine Muskeln soweit entwickelt haben, dass Du die volle Zugkraft beherrschst!
Außerdem zwingt er Dich zu einem sauberen Schießstil: sauberes Ankern (womit "traditionelle"-Anfänger oft die größten Probleme haben), "zielen", sauberes Lösen (Anfängerproblem Nr. 2), treffen.

50-60 Pfund und deutlich unter 500 € reichen dafür aber allemal aus!

Dann hab ich mir einen Stegmeyer gekauft, den ich heute noch schieße.
Mit Achim hatte ich lange Diskussionen da ich mindestens einen 65er haben wollte. Er sagte 55 reicht, wir haben uns auf 60 geeinigt ... und nach 3 Jahren muss ich zugeben, Achim hatte Recht!
(Ja, doch, die 5 Pfund merkt man bei 'nem Langbogen!) :D

Daher mein Tip:
Kauf Dir 'nen Compound (gib aber nicht so viel Geld aus) und schau dann, wie Du Dich und Deine Freude am Bogensport weiter entwickelst!

Gruß
Schredder
"Wenn Du irgendwann den Eindruck hast, Du bist nur noch der Depp, kannst Du getrost davon ausgehen, dass Du es schon die ganze Zeit warst!"
shaman

danke für infos erst mal

Beitrag von shaman »

tja da ich ja schon compound hab ists für mich kein thema. Aber ich hab den vor jahren mal eher zufällig bekommen und befass mich erst jetzt intensiver mit der materie. Einiges hab ich schon gewusst aber vieles war noch neu für mich . Ich werd jetzt erst mal versuchen mit dem Compi ins reine zu kommen und villeicht später auf traditionellere Bögen umsteigen.
Ich finde beides intressant. Technik und Tradition.
Aus euren Meldungen hab ich für mich den Schluss gezogen das ich zuerst mal treffen lernen sollte (und natürlich auch die schiesstechnik) bevor ich mich ganz für etwas entscheide.Wobei ich aber glaube das es eine endgültige Entscheidung für die meisten eigentlich gar nicht gibt . Sondern das es eine ständige Weiterentwicklung ist.
mfg
shaman
:D
Archiv
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Beides!

Beitrag von Archiv »

In Breunings hatten wir genauso einen Typen wie Dich, shaman, in der Gruppe.
Mit Compound, Visier und Schnickschnack. Er hat auch recht gut getroffen und war sichtlich von seiner Technik begeistert. Nach dem Turnier hatte er dann Gelegenheit, verschiedene Holz-, Lang- und Recurvebögen probezuschießen und hat sich sehr für die traditionellen Schießhölzer interessiert...
Und zwar so sehr, dass er inzwischen - möchte ich wetten - einen Recurve besitzt und traditionell schießt, bzw. zwischen beidem wechselt.

Finde ich gut und kann ich prima nachvollziehen. Warum nicht den Technik-/Spieltrieb UND die Faszination des sog. "Primitiven" verbinden?!
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Pictor Lucis
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Beitrag von Pictor Lucis »

...geht beides, bei den Wölfen kommt ab und zu einer zum Schiessen, mit Compound blank. Der liegt aber bei den Turnieren mit seinem Langbogen auch immer auf den ersten Plätzen.
Ich durfte das Ding auch mal schiessen. Der 1. Pfeil lag natürlich - zu hoch. der 2. hat dann getroffen. Macht schon Spass
:-)
Gruß

Lutz

noch'n Link: http://compoundbow.de
»Arbeite, als bräuchtest du kein Geld; liebe, als wärst du nie verletzt worden; tanze, als würde niemand zuschauen; schieße, als hättest du nie einen Pfeil verloren.«
Rednecker
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ähm....

Beitrag von Rednecker »

soweit ich weiß, kann man bei verschiedenen händlern compound bögen zu (ich glaube relativ guten konditionen) für ein halbes jahr mieten.
wenn du dann keinen gefallen an der maschine hast, kannst du ihn einfach zurückschicken....

www.bogensport-zentrum.de
www.archerydirect.de
Dumm ist der, der Dummes tut!
Pit
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Beitrag von Pit »

Hi,Shaman
habe selbst so 3-4 Jhr. Compound,mit Stabi, Daumenrelase,Scope u. allen was so dazu gehört,teils recht gut (vereinsmeister) geschossen. Such dir einen Bogensportverein in deiner Nähe. Die Leute dort können, dir garantiert weiterhelfen. An Anfang soviel zu Investieren halte ich für nicht gut.
Ps. schieße seit 2 Jhr. Longbow, ist für mich der bessere Weg, ohne den technischen Kram u. so.
Viel Glück und Spass auf deinen Weg!
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