@Frank
geschrieben von Frank Als Formel 1 des Bogenschießens sehe ich ein Cloutturnier nicht.
... das war lediglich ein an den Haaren herbeigezogenes Beispiel, um zu verdeutlichen, daß man man nur mit adäquatem (hier: potentem) Material einen Sport ausüben kann, der eben genau darauf gründet.
Apropos Flight- und Clout-Schießen - im Sinne von erreichbaren Distanzen. Ich habe einmal in einigen alten Artikeln von
Ye Sylvan Archer (1930er) geblättert, um mir Zuggewichte und die damit erreichten Maximalweiten bei lokalen Flight-Wettbewerben der
FRAUEN anzuschauen.
Hier ein paar Beispiele:
08/1931: Mrs. Prouty: 330yds. 1ft. 5in., Zuggewicht ?
09/1933: Mrs. Roberts: 270yds., Bogen-Klasse bis 50#
09/1936: Mrs. Benedict: 264yds. 3in., Bogen-Klasse bis 35#
09/1936: Mrs. Benedict: 324yds., Bogen-Klasse bis 50#
Die benutzten Bogen waren ALLES "traditionelle" - meist Englische LB - also nicht einmal statische Recurves! Nur
das Zuggewicht bringt es nicht - wie wir alle wissen ("Kriegspfeile" hier außen vor gelassen). Vor allem die Effizienz der Bogen ist entscheidend. Wenn bei Dir modernes Equipment erlaubt ist, warum noch Zugeständnisse bei der Distanz machen?
Es geht mir überhaupt nicht darum, daß ich jedermann einen 80#-Bogen aufdrücken will - wenn mir die Dinger auch symphatisch sind. Aber bringt man sich nicht um den eigentlichen Witz an der Sache, wenn man die Distanz zu gering wählt? Für MICH liegt der Reiz am Clout auch darin, daß man
sich abmühen muß, die Entfernung überhaupt zu erreichen ... vom Treffen einmal ganz abgesehen.
Noch etwas, weil ich gerade darüber gestolpert bin: Auf Seite 7 in
Ye Sylvan Archer: Sept. 1931 findet sich ein Foto mit folgernder Unterschrift:
Nine-year-old Dick Peters, Salem, Oregon, who shot 287 yards at the Oregon State Shot with a 36-pound bow and 21 1/2 inch draw. (dt.: Der neun Jahre alte Dick Peters ... schoß 287 yards mit einem 36#-Bogen und einem Auszug von 21 1/2 Zoll.)