Pfeilgeschwindigkeit mit PC messen

Selbstgebaute Befiederungsgeräte, Spinetester, etc.
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Steini
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Beitrag von Steini »

Ich will die Sache nicht zerreden, denn ich hätte gerne selbst so ein Teil. Aber denkt Ihr nicht bei Alu-Profil-Rahmen, gekanteten Blech-Pfeil-Abweisern, Elektronik etc. verlassen wir so langsam den selbstgesteckten, finanziellen Rahmen?
Denn wenn das zu bauende Teil nachher schon von den Material / Beschaffungskosten über dem Marktpreis der Kaufgeräte liegt, dann ist das Projekt tot...

Würde es den Aufbau nicht vereinfachen, wenn man Sender, einen Spiegel und den Empfänger in einer stabilen Gerätebasis zusammenfaßt (und nur diese dann auch schützt) und den zweiten Reflektor, z.B. ein gelepptes oder poliertes Blech, mit ein paar Stangen oder Winkeln(abnehmbar) darüber positioniert?

Steini
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Netzwanze
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Beitrag von Netzwanze »

Ich sehe bei Deinem Vorschlag keinen großen Unterschied zu meinem (nur daß Du einen Spiegel mit Laser und Empfänger unten hast). Auch dabei muß der (bei Dir) obere Spiegel justiert werden.

Und was die Kosten angeht, wird es nicht teurer sein, als die Version mit Schlitzblende, Linsen, Elektronik (die muß sogar hier komplizierter sein, da sie nur schnelle Lichtänderungen und nicht langsame Wolkenbewegung erkennen soll. Außerdem ist hier der Verdunkelungseffekt durch den Pfeil minimal; eine gute Verstärkerelektronik ist hierbei wichtig. Einfach was zusammenbasteln ist hier nicht drin). Die passenden Linsen bekommst Du auch nicht überall; falls nötig mußt Du sie dir sogar extra anfertigen lassen - und das wird kosten!

Bei der Lichtvorhang-Variante ist fast keine Elektronik notwendig (außer einem Mikrocontroller mit Display, wenn man nicht immer das Notebook mitschleppen will - sowas könnte ich aber auch fertig aufgebaut zu einem günstigen Preis anbieten). Diese kann sogar jeder Gärtner mit zwei grünen Daumen auf einem Brett mit Reißzwecken selber zusammenbauen - bei der anderen Version geht das nicht.

Ich glaube nicht, daß wir den Marktpreis eines (für unsere zwecke nicht wirklich guten) Gerätes überbieten werden. Alle verwendeten mechanischen Materialien kommen aus dem Baumarkt; die Elektronik gibt es bei Conrad (oder eventuell später bei mir sowie anderen versierten Elektronik-Bastlern im FC). Du darfst natürlich nicht die Billigpreise der USA rechnen (da kommen nämlich noch Zoll und Porto draus).

Aber lass uns erstmal experimentieren. Wenn es nicht klappt, kommt hat der nächste Versuch. Hetzen lassen wir und jedenfalls nicht. Und davon abbringen kann uns auch keiner mehr. :D

Christian
"Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann was er will, sondern dass er nicht tun muss was er nicht will" (Jean-Jacques Rousseau)
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kra
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RE:

Beitrag von kra »

Die Idee mit dem Lichtvorhang ist genial!!
Original geschrieben von Netzwanze
...

Ich glaube nicht, daß wir den Marktpreis eines (für unsere zwecke nicht wirklich guten) Gerätes überbieten werden.
...
Und da stimme ich dir völlig zu, das Chrony ist nicht wirklich "gut", es hat zu viele Unsauberkeiten im Design, die den Umgang damit etwas "unerfreulich" machen, wie NWC und ich erfahren haben.

Btw, Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Bleib munter und gesund.

--

Zum Aufbau: kann man da sich nicht an den alten Reise-Plattenkameras orientieren: Vorne und hinten ein fester, in sich justierter Rahmen, der bei nichtgebrauch einfach nach innen geklappt wird? Dann entfällt die ganze Neu-Justierung.
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– George Bernard Shaw
LaCroix
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Beitrag von LaCroix »

Soo, ich habe mal einen Laserpointer(10€) und Spiegelmatte besorgt ( das sind diese kleinen Mosaikspiegelfolien, um z.B Discokugeln zu machen) Alles andere war entweder nicht spiegelnd genug oder zu groß. Ich habe hier jetzt also 20 streifen zu je 20 spiegeln (1cm²).

Das würde für 3 Geräte reichen, um ~5€...

Photodioden für tageslicht sind auch da, allerdings sind sie eher Ir-tauglich (wie alle). Das hat den Vorteil, das sie das normale umgebungslicht eher nicht wahrnehmen, allerdings der geballten kraft eines 1mW Lasers nicht widerstehen können :D

Werde mich heute dann wohl mal hinsetzen und ein wenig über die angelegenheit "reflektieren" :D

Wg. Kosten. Ich gebe Netzwanze recht, alleine die Verstärkerschaltung mit selektiver Filterung entsprechend der Veränderungsgeschwindigkeit wäre technisch und preislich ein Horror.

Kostenvoranschlag derzeit:

2x laserpointer ~20 € (Auch ein 2€-Pointer reicht, hab nur keine Gefunden, allerdings sind die 10€-Hama-pointer sehr solide und können daher gut montiert werden - Aldi-ware ist oft fragiler)

Spiegel ~2€
Empfängerdioden ~4€
Auswerte-/Anzeigemodul ~20€
(Microchip+Peripherie, LED-7-Segmentanzeige, 2 Leds zur kontrolle des Laserempfangs, möglichkeit der RS232-Anbindung, wenn gewünscht)

gesamt ohne Rahmen und Handelsspanne 8-) ~45€ (30€ mit billigen Pointern )

Den Rahmen kann man aus einfachen Baumarktprofilen bauen, die L-winkel aus stahl als Pfeilschutz gibts dort auch. Rechne mit ca. 20€ maximal ( 4-5 € je meter Profile + Schrauben + Verbinder)

Einen einfachen "Hocker" aus Vierkantprofilen, ordentlich gebaut - Spiegel drauf, laser und elektronik drauf - fertig.
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Steini
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Beitrag von Steini »

Hetzen lassen wir und jedenfalls nicht. Und davon abbringen kann uns auch keiner mehr.
@netzwanze
Halt, stop, so war das keinesfalls gemeint. Ich will Euch bestimmt nicht hetzen (hab selber viel zu wenig Zeit) und gaaanz bestimmt nicht davon abbringen.
:knuddel
Mein Post war wirklich konstruktiv gedacht.

Die Zusammenfassung von Sender / Empfänger / 1 Spiegel in der Basis plus 90Grad-Drehung stellt vom Konzept her natürlich keine Veränderung dar. Ich denke aber die Montage von 3 der 4 reflexions-relevanten Bauteile auf einer stabilen Basis reduziert die Justage vor Ort auf ein Bauteil. Das halte ich für einen Vorteil, der auch den konstruktiven Aufwand bei der Gehäusefertigung reduziert.

Steini
Trebron
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RE:

Beitrag von Trebron »

Original geschrieben von LaCroix

ich brauch einen Hohlspiegel.
Großer Meister, wie groß soll der sein ?
Es gibt von diversen Lampen, Leuchten Blitzgeräten....... verschieden große Hohlspiegel.

Daran kann es nicht scheitern !!!!!!!!!!!!! :D


Trebron
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LaCroix
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Beitrag von LaCroix »

@trebron Wir sind davon abgegangen, Laser und 2 spiegel ist einfacher zu realisieren und fehlerunempfindlicher.

Ich HÄTTE folgendes gebraucht:

Einen rund 30 cm langen streifen Spiegelmaterial, 1cm breit und mit einem Brennpunkt von ca 30 cm. Mittlerweile habe ich das auch hier daheim (Wegen dem Laser-projekt, die Discospiegelfolie, die könnte ich an einem Metallstreifen befestigen und in form bringen...)

Falls der Laser nicht geht (könnte ja sein), kann ich also immer noch zurück an die Variante mit dem lichtvorhang und hohlspiegel

Danke für deine hilfe.
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Charles
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Beitrag von Charles »

Ähem, hüstel,


gibt es schon was Neues in Sachen Chronometer-Selbstbau?



Charles
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LaCroix
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Beitrag von LaCroix »

Ich habe probleme mit der mechanischen Komponente und der Zeit.

Mechanisch deswegen, weil ich mit den Spigelstreifen (Mosaik) keinen ordentlichen lichtvorhang aufbauen kann, und Zeitlich, weil ich seit 2 monaten intensiv mit dem Umzug nach Ungarn beschäftigt bin. Habe seitdem kaum irgendwas angerührt. Aber tot ist die Idee nicht, sie liegt nur vorrübergehend auf Eis.
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afflj
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interesse

Beitrag von afflj »

an einem Selbstbauchrony (und den Willen,die von Anderen geleistete Arbeit auch zu bezahlen) möchte ich auch anmelden.

Und zum Design: nachdem sich mehrere befeundete Physikstudenten mit (leider etwas dejustierten) Lasern verblitzt haben, bin ich etwas zurückhaltend gegenüber Laseranwendungen geworden
Leuchtdioden gibts doch inzwischen bis 5W, dazu diverse passende Linsensysteme, da sollte der Wirkungsgrad der Sendediode doch weniger wichtig werden...

Andererseits: in ausrangierten CD-Laufwerken sollte doch Laser, Optik usw. alles drin sein, und damit billig zu besorgen...

@ lacroix: Guten Umzug!

Jörn
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Beitrag von LaCroix »

Deswegen verwendet man für solche anwendungen auch nur Laserpointer im sichtbaren spektrum, in der Laserklasse 1 (wenige milliwatt), und keine 20 Watt CO2 schneidlaser. Wir wollen den Pfeil VERMESSEN, nicht VERNICHTEN.
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afflj
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Beitrag von afflj »

Am Anfang des Threads ging es ja um akustische Geschwindigkeitsmessung mit einem Mikrophon. Bei den Koblenzer Schützen hat das jemand gemacht (Ergebnisse unter www.koblenzer-sg.de) und die Ergebnisse erschienen mir plausibel. Der Material- und Bauaufwand erscheint mir geringer (Zwei Mikros mit langem Kabel oder zwei Funkmikros plus Auswerteprogramm).
Der Ansatz, mit dem die Armbruster messen (Pendelauslenkung) erfordert ja recht präzieses Treffen und ist natürlich nicht verschleißfrei, dafür ist das ganze zunächst preiswerter und auch schnell realisierbar. Ich werde mal so was Bauen und dann meine persönliche schwankungsbreite in der Pfeilgeschwindigkeit rauskriegen :D

LG - Jörn
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Charles
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Beitrag von Charles »

Draussen schneit´s, Winterzeit ist Bastelzeit :-)


Funktionieren die Eigenbau-Chronometer schon? :lalala :lalala





Der Threads wieder an die frische Luft holende Charles
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Huehnerdraht
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Beitrag von Huehnerdraht »

Wie sähe das eigentlich aus, wenn man 2x Papier in Rahmen ca 1-3m voneinander entfernt aufstellt und in der Mitte ca. einen m vom "Schusskanal" entfernt das Mikro aufstellt? Dann könnte man messen und die Geräusche Grafisch Darstellen. Dann sollte auch eine Auswertung bequem möglich sein.
Ausserdem könnte man dann die Geschwindigkeit unmittelbar (1-3m) nach dem Abschuss feststellen.
...denn selig sind die Skifahrer..."Life of Brian"

Man soll das Kind ins Korn werfen solange es hei? ist und die Flinte nicht in den Brunnen gefallen ist, auch wenn das der Tropfen ist, der dem Fass die Krone ins Gesicht schl?gt...
penzlin
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RE:

Beitrag von penzlin »

Original geschrieben von Huehnerdraht

Wie sähe das eigentlich aus, wenn man 2x Papier in Rahmen ca 1-3m voneinander entfernt aufstellt und in der Mitte ca. einen m vom "Schusskanal" entfernt das Mikro aufstellt? Dann könnte man messen und die Geräusche Grafisch Darstellen.
Schon probiert: Ergibt zu undefinierte Zeitpunkte. Da geht ein Geräusch in das andere über. Besser zwei Mikros: eines am Bogen - eines am Ziel und beides möglichst weit von einander entfernt.
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