zu starke Rotation (Graugansbefiederung)

Fragen zu Pfeilen zum Bogenschiessen. Keine Fragen zum Pfeilbau.
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Beitrag von Archiv »

Ist zwar voll OT, is mir grad aber wurscht :D
Original geschrieben von Negley

Ich suche - mir erscheint aber logisch dass Federn von Vögeln die mehr mit Wasser zu tun haben vermutlich fetter sind und daher wasserabweisender als andere..
Ja, auf den ersten Blick schon, nur wenn man dann bedenkt, wie viel Zeit Wasservögel in das Fetten des Gefieders investieren, bleibt die Frage, wie lange dieser Vorteil bestehen bleibt. Meiner Meinung nach genau EINEN Regen lang.

Wenn ich nun eine Befiederung aus fast ausschließlich der "Öllinie" mache sind diese Federn sicher besser im Regen - weil die Feder dicker, stabiler ist.
Warum soll sie unstabiler werden, wenn ein paar Milimeter weicheren Materials folgen?

liebe Grüße benzi
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Ravenheart
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Beitrag von Ravenheart »

Quark, der Vogel fettet natürlich NICHT selektiv! Ich denke, es hat mit der Feinstruktur der Feder zu tun, die natürlich im unteren Teil anders sein kann, als weiter außen.. Ob es Öl ist, zeigt sich doch ganz einfach, wenn man die Feder partiell entfettet... Kann ja mal jemand testen, hab ICH leider bis Neubrunn keine Zeit mehr für...

Rabe
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Peter O. Stecher
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Beitrag von Peter O. Stecher »

Ursprünglich ist sicher mehr Fett drin, wielange das vorhält ist sicher aber fraglich - wenns regnet bleibt man im TeePee und raucht eine Pfeife, oder?
Ich weiß es auch nicht - vermutlich legen sich die Federn insgesamt leichter um oder sacken zusammen wenn mehr von dem dünnen Zeug dran ist - ist auch nicht logisch.

Ich hab schon viele Pfeile mit den ganz weichen Federn vom Truthahn - Stoss ( Schwanzfedern) gemacht - fliegen auch gut.

Ausser das es zuviel bremsen könnte macht aber eine starke Rotation auf unsere Turnierdistanzen sicher nichts aus. Da ist ein lahmer Bogen schon viel schlimmer...
https://classic-archer.com/
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Öllinie hat NICHTS mit Fettgehalt zu tun

Beitrag von Archiv »

Hai

Ich habe die Diskussion um die Bedeutung der Öllinie in den verschiedenen Threads einige Zeit mitverfolgt.
Bei der Suche nach weiteren Informationen zu diesem (leidgen) Thema bin ich auf diese Seite gestoßen.
Der Herausgeber einer Schriftenreihe zum Thema Gefiederkunde, Dr. Busching, hat mir gerade per Mail mitgeteilt, daß:

- es sich bei unserer Öllinie wohl um eine Struktur handelt, die im Volksmund auch Schmalzrinne genannt wird.
- Diese Struktur nichts mit dem Öl- oder Fettgehalt der Feder zu tun hat, sondern eine reine Struktur ist, die der Feder mehr Steifigkeit verleiht.

hth

Michael
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Peter O. Stecher
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Beitrag von Peter O. Stecher »

Quark (=Topfen) Ravenheart wie Du siehst war Deine Überzeugung;
Die Vermutung mit der unterschiedlichen Struktur war richtig - ich hab das mit der Öllinie aber auch bis heute geglaubt.
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@Damion

Beitrag von Archiv »

Hallo Michael,


Ich danke Dir für Dein Bemühen :anbet :anbet :anbet

Endlich ein wissenschaftlicher Beleg. Woher der Name Schmalzrinne kommt hat er nicht zufällig erwähnt :D

Du hast zwar meine Theorie bestätigt, aber irgendwas Leckeres Deiner Wahl hast Du in Neubrunn gut...

liebe Grüße benzi
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Beitrag von Archiv »

Hai

@ benz

Nö, hat er nicht.
Er verweist da, durchaus berechtigt, wie ich finde, auf sein Buch.
"Handbuch der Gefiederkunde europäischer Vögel. Bd. 1: Allgemeiner und methodischer Teil mit Hauptschlüsseln zu den Familien. AULA-Verlag Wiesbaden."
Vielleicht lass ich mich bis Neubrunn ja noch hinreißen.....

@ all
Hier mal die Antwort [Zitat]
Sehr geehrter Herr Kieweg!

Mit der Öllinie ist wohl das gemeint, was im Volksmund langläufig als "Schmalzrinne" bezeichnet wird, d.h. ein im Kielbereich der Schwungfederunterseite verlaufender glänzender Streifen. Dieser ist für die Handschwingen der Enten- und Gänse, Hühnervögel, aber auch der Albatrosse typisch und hat nichts mit dem Fettgehalt bzw. dem Einfetten der Feder zu tun. Bei den Rauhfußhühnern findet sich dieses Phänomen auch auf der Rückseite der Steuerfedern. Er ist eine reine Struktur und dient der Stabilität/Elastizität der Federfahnen.

Beste Grüße, Wolf-Dieter Busching [/Zitat]
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Beitrag von Archiv »

@Damion
- es sich bei unserer Öllinie wohl um eine Struktur handelt, die im Volksmund auch Schmalzrinne genannt wird.
Jetzt wissen wirs !
Prima recherchiert Damion !

von der Schmalzrinne zum Kiel wird der Querschnitt der Fahnen grösser und damit die Feder stabiler was bestimmt dem Pfeilflug guttut (vielleicht).

Gruß Theudebald
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Da ist's!!

Beitrag von Archiv »

Hai

So, ich hab' mich tatsächlich hinreißen lassen und grade hat der Paketdienst das Buch abgeliefert. :D :D
Damit lassen sich jetzt hoffentlich die meisten Fragen zu Federn und ihren "technischen" Eigenschaften klären.

Man sieht sich in Neubrunn

Michael
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