Langbogen aus Esche

Themen zum Bogenbau
Mike-Bravo

Langbogen aus Esche

Beitrag von Mike-Bravo »

Hallo Leute,
ich versuche mich gerade an meinem 4ten Eschenbogen.Die beiden vorigen sind leider vor Vertigstellung zerbrochen. Der Erste hat auch schon ein paarmal geknackt und schon einiges an Zugkraft eingebüßt.
Jetzt habe ich Angst den NEUEN weiter auszuziehen.Benötige Tipps zum Tillern.
Oder bin ich schon fertig??? ;-)
Versuche noch 3 Bilder einzufügen. (In meiner Gelerie sind sie schon)
PS.: der Bogen ist 1,77 m lang

Bild Bild Bild
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Beitrag von Archiv »

Hallo Mike Bravo!

So auf den Bildern sieht es doch erst einmal gut aus. Aber leider kann man durch die perspektivische Darstellung nicht genügend sehen, ob der tiller stimmt, oder nicht. Die Bögen sind ja auch gerade mal ein bissi über die Standhöhe ausgezogen. Versuch es doch mal mit einer kürzeren Tillerschnur. Erst wenn die Biegung der Wurfarme mit der Tillersehne auf Standhöhe gespannt gleichmäßig ist, geht es mit dem tillern weiter. Einfach weiterprobieren.
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@Mike-Bravo

Beitrag von Archiv »

Hallo,

auf den Bildern ist das wirklich nicht zu sehen. Ich hab Dir grad mal den Link für die Tilleranleitung von Jorge Zschieschang in der TB rausgesucht:
http://www.bogenschiessen.de/equip/doit.html
Er beschreibt das Tillern so gut, daß mir mit dieser Anleitung beim Tillern bisher kein Bogen gebrochen ist.
Hoffentlich bleibt das auch so :anbet
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locksley
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Beitrag von locksley »

@benz
Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Man muss sich nur in Geduld üben.
Ein grosser Mann wird weder vor dem Kaiser kriechen, noch einen Wurm zertreten (Benjamin Franklin)

Wenn das Atmen schwieriger waere, haetten wir weniger Zeit um Unsinn zu reden.

Wer die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd (Sprichwort)
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Ravenheart
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die Länge der Tillerschnur...

Beitrag von Ravenheart »

...ist ganz wichtig! Meine Faustregel:

"Auszug = Standhöhe"

Soll heißen: Zu Beginn ist die Schur so lang wie der Kerbenabstand:

Auszug = 0, Standhöhe = 0

Habe ich 1/3 Auszug erreicht, kürze ich die Sehne auf 1/3 Standhöhe. dto. bei 1/2, bei 3/4

u.s.w....

@Mike: stimmt, viel sieht man nicht. Bild 1 sieht gut aus, scheint aber zu stark zu sein!

Esche nicht über 40# (Spitzenqualität 50#) ziehen! Damit meine ich NIE! Also beim Tillern immer auch mal die Zugkraft messen! Idealer Weise zieht man den Bogen zu keinem Zeitpunkt über das beabsichtigte End-Zuggewicht!

Rabe
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Langbogen aus Esche

Beitrag von doralf.vom.wald »

@Mike Bravo

Und immer schön langsam vorgehen. Manche gute Bögen sind durch zu schnelles Tillern ruiniert worden ;( .

Wie von Jörg Z. in der TB beschrieben kann eigentlich wenig mehr schief gehen, aber wie gesagt: schön vorsichtig.

Grüßle,

Doralf
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Holz

Beitrag von Taran »

Sind die Bögen aus Eschebrettern/leisten oder aus Spaltlingen? Vielleicht hast du ja auch nur nicht allzugutes Holz erwischt? Wo und wie sind die gebrochen? Gibt dir das vielleicht Hinweise?

BTW - Willkommen Benz!
Taran von Caer Dallben

[size=2] [color=blue][b]... και δόξα τω Θεώ ![/b][/color][/size]
Mike-Bravo

Danke /// Holz

Beitrag von Mike-Bravo »

Vielen Dank schon mal für die Tipps. Vor allem der 40 # Tipp. Habe ich nämlich noch nirgends gelesen. Ich glaube die beiden vorigen Bögen waren zu stark. Sollten Steinzeitbogen- u. Englischer Langbogennachbauten werden.
Hoffe, ich komme heute noch zum weiterbauen. Muss aber erstmal Bier holen; ist auch nicht unwichtig!!!
Was das Holz betrifft; habe im Sommer ein paar Eschen aus dem Wald geholt. Durchmesser der Stämme 8 - 12 cm. Der Jetzige hatte etwa 11 cm Durchmesser.Habe auch nur die Rinde vorsichtig abgemacht. Also kein Splintholz abgetragen! Hoffentlich war das gut?! ;-)

Gruß Michael
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Nacanina
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Beitrag von Nacanina »

Du solltest nur Flachbögen in ausreichender Länge in Erwägung ziehen!
Nicht dagegen kurze Bögen (Plains-Indianer) oder Engl LB im D-Profil. Das könnte schief gehen.
Es ist sinnlos, von den G?ttern zu fordern, was man selber zu leisten vermag. Epikur
komposti
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Beitrag von komposti »

moin, ihr alle,
gratuliere, sieht doch gut aus.
doralf.vom.wald kann ich nur zustimmen,besonders bei esche mit feinen jahresringen.suche dir einen möglichst breiten für den rücken aus.
jeder vorteil wird mit einem nachteil erkauft.
komposti
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Beitrag von komposti »

ravenhard´s tip kannte ich auch noch nicht.
ich habe bei meinem holmegard beide fehler gemacht und beschlossen, dass dieses schöne holz für mich nichts ist. jetzt weiß ich warum.
jeder vorteil wird mit einem nachteil erkauft.
Archiv
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Holz trocken?

Beitrag von Archiv »

@ Mike-Bravo
"letzten Sommer" könnte etwas kurz für die Trocknung sein, bist Du sicher, daß Dein Holz richtig trocken ist? Wie hast Du es denn seit dem Sommer gelagert?

@ Taran
vielen Dank für die Begrüßung, alles wieder trocken bei Euch?
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Snake-Jo
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jedes Stück ist anders

Beitrag von Snake-Jo »

Meine Erfahrungen zu Esche: Es kommt immer auf das einzelne Stück an. Esche sollte weite Jahresringe haben mit 5 mm aufwärts, dabei wäre das Profil des Engl. LB überhaupt nicht zu empfehlen, sondern breit, breiter, ganz breit. Habe einen Flachbogen in Körperlänge gebaut mit 70 mm breiten Wurfarmen mit halbpyramidalen Profil und schlappen 50 lbs. Die Jahresringe liegen bei 10 mm Breite, d.h. fast der gesamte Wurfarm besteht aus einem (EINEM) Jahresring. Allerdings werden die Wurfarme bei dieser Bauweise auch etwas schwer, deshalb funzt so ein Bogen nur, wenn die Wurfarmenden auch entsprechend schmal sind.
Esche mit schmalen Ringen und sehr porigem Holz ist Brennholz!!!
Ich empfehle bei Esche immer den standardisierten Bruchtest mit einem kleinen Stück Holz zu machen. Ach ja, die 40 lbs -Regel: stimmt, aber nur bei schmalen, körperlangen Esche-Bögen bis 35 mm Breite.
Mike-Bravo

Holz trocken !

Beitrag von Mike-Bravo »

@ Benz

Ich denke, dass das Holz trocken ist. Habe die Rinde gleich abgemacht, dann 3 - 4 Monate in der Garage gelagert, dann den Rohling grob rausgearbeitet, dann nochmal 1 - 2 Monate in meiner "Werkstatt" getrocknet. Bin jetzt schon wieder ein Stückchen weiter. Fange mit dem Glätten, Schmirgeln an, und der Staub ist megatrocken.

@ Snake-Jo

Der Bogen fühlt sich noch gut an, obwohl die Breite der Jahresringe glaube ich nicht optimal ist. Der Bogen ist unten am Griff 45 - 50 mm,oben 19 mm breit. Habe bei 25 Zoll Auszug etwa 40 # .

Würde gerne längere Pfeile schiessen (wg. langer Arme meinerseits) , aber ich habe gelesen, dass doppelte Pfeillänge plus 10 - 20 % Bogenlänge(1,73 m) sein sollte! Also denke ich, dass meine Pfeile nicht länger als 70 cm sein sollten, oder??
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Holz sollte langsam trocknen...

Beitrag von schwerdtfeger »

haben mir mal mehrere Holzfachleute verschiedener Richtungen gesagt.
Langsam heisst, pro cm Stammdurchmesser
1Jahr (!)
Seit ich mich beim herstellen meiner Stöcke daran halte und eine Trockenzeit von mindestens 3 Jahren einhalte, habe ich auch kein Problem mehr mit Längsrissen.
Ich lasse übrigens in der Rinde trocknen.
Idealerweise lagert das Holz zum trocknen zwar überdacht (Regenschutz) jedoch ansonsten so weit wie möglich der freien Luft zugänglich.
Volker

Wenn wir aus den Fehlern anderer zu lernen verm?chten, w?ren wir alle erfolgreiche Menschen (seneca)
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