ist die durchschlagskraft eines flu-flu-pfeils höher ?

Fragen zu Pfeilen zum Bogenschiessen. Keine Fragen zum Pfeilbau.
michaelis toxophilus
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ist die durchschlagskraft eines flu-flu-pfeils höher ?

Beitrag von michaelis toxophilus »

Moin moin.
Mir isz zu ohren gekommen, die durchschlagskraft eines fluflus wÄre auf die gleiche distanz,bei einem identischen pfeilgewicht,lÄnge etc viel grÖsser da die rotation viel stÄrker ist. leider hört da mein wissen über pfeil-physik auf,bitte helft mir weiter. liebe grüsse

michaelis toxophilus
Robster
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Beitrag von Robster »

..kann ja nich stimmen, da die große Befiederung eines Flu`s die Auswirkung hat den Pfeil abzubremsen ! Dafür gibts ja Flu`s... ;)
Wenn die Zeit kommt, in der man k?nnte, ist die Zeit vor?ber, in der man kann.
- Marie von Ebner-Eschenbach
Steinmann

Beitrag von Steinmann »

Ein wesentlicher Faktor neben dem Pfeilgewicht ist die Geschwindigkeit. Dieser Faktor ist bei einem FLuFlu wesentlich schneller abnehmend; d.h. direkt nach dem Abschuß ist die Geschwindigkeit des Pfeiles nahezu gleich. Bedingt durch die stärkere Bremswirkung der großen Federn nimmt diese aber schnell ab und die Durchschlagskraft veringert sich zunehmend. Die Rotation spielt hier, wenn überhaupt nur eine untergeordnete Rolle. Ist ja kein Bohrer ;-)
tomtux
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Beitrag von tomtux »

mehr als man an energie reinsteckt kann nicht rauskommen!

durchschlagskraft ist aber vor allem geschwindikeit und abgesehen von der bremswirkung geht ja viel mehr energie, als bei einem normalen pfeil, in die rotation.

und die geht dafür beim speed ab.
Authomas
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Beitrag von Authomas »

genau - wenn ich meine FluFlus mit meinem leichteren Bogen schieße, kann ich sie nachher aus der Scheibe pusten - wenn sie überhaupt stecken bleiben.

Jo
Wenn man kein Ziel hat, ist jeder Schuss ein Treffer :-)
Mongol
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Beitrag von Mongol »

@Automas

Vielleicht solltest du dann statt ner Spitze mit nem Bohrer tauschen (wg der stärkeren Rotation) ;-) :knuddel


Nicht für ungut - aber Flu Flus sollen ja Energie verlieren, damit man beim Danebenschießen auf ein "Flugziel" nicht so ewig durch den Wald rennen muß und überhaupt ne Chance hat den Pfeil wiederzufinden.
Ein kluger Mann bemerkt alles.
Ein dummer Mann macht über alles eine Bemerkung
(H. Heine)
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Peter O. Stecher
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Beitrag von Peter O. Stecher »

Da sieht man wieder was manche Leute für einen Unfug verzapfen - geben Schwachsinn weiter...und verunsichern sogar Vernünftige damit. :)
https://classic-archer.com/
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geomar
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andererseits...

Beitrag von geomar »

jetzt mal gaaaanz streng wissenschaftlich betrachtet:

Mir kam da grade das Beispiel, welches Ravenheart vor einiger Zeit mal anführte, in den Sinn:
[quote]"Was passiert, wenn sich eine Fliege auf einen Felsbrocken setzt? -> er wird schwerer![/b]

Energie ist doch immer die Funktion aus Masse und Geschwindigkeit, wenn ich damals richtig aufgepasst habe.
(Wir hatten diese Dikussion doch schon mal bei den Beschusstests der Flugzeugtüren, als ein Pfeil durchging, die Kugel aber nicht)

Ein Flu-Flu - sagen wir 6-fach auf volle Höhe befiedert - ist ja bekannterweise durch das Mehr an Federmasse logischweise schwerer, als ein normaler Pfeil (unter der theoretischen Voraussetzung, dass alle anderen Dinge wie Spitzen, Schaft etc genau gleich sind)

Angenommen, beide Pfeile haben die exakt gleiche Abschussgeschwindigkeit, dann hat der Flu-Flu doch rein theoretisch zum Zeitpunkt des Abschusses mehr Energie, da er ein höheres Gewicht besitzt.
Diese Energie wird zwar relativ schnell durch die Rotation - und damit durch den Luftwiderstand verbraucht, aber theoretisch müssten sich die Energiekurven kurz nach dem Abschuss kreuzen.

Wenn also die im ersten beitrag benannte Distanz vor diesem Kreuzungspunkt liegt, hat der Flu-Flu tatsächlich mehr Durschschlageskraft!

Wie gesagt, blanke Laientheorie und aufgrund der vorliegenden Messproblematik bei diesen geringen Gewichtsunterschieden praxeologisch irrelevant, aber für eine Wette unter Fachleuten allemal eine Kiste Sekt wert... ;-)

Für die Fachleute hier:
Wo ist denn der Fehler in meinen Ausführungen 8-)
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shantam

Beitrag von shantam »

wieviel energie der pfeil mitnimmt hängt vom bogen ab.der ist der energie lieferant und stellt immer die gleiche menge energie zur verfügung.
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hihi...

Beitrag von Ravenheart »

Geo' hat natürlich Recht; allerdings dürfte der "Kreuzungspunkt" bereits wenige Meter (so 2 - 3) vor dem Bogen liegen, denn das Mehrgewicht der Federn ist natürlich klein, gegenüber der zusätzlichen Bremswirkung!

Rabe

P.S.: Der Spruch war übrigens: "Was passiert, wenn eine Fliege sich auf einen Amboss setzt? Der Amboss verbiegt sich!"
(Nach: Professor Tödter, Vorlesung Baustatik, FH Hannover!) :D
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RE: andererseits...

Beitrag von Authomas »

Original geschrieben von geomar
Für die Fachleute hier:
Wo ist denn der Fehler in meinen Ausführungen 8-)
Nicht Fachfrau bin, aber ich würde sagen, die vermehrte Federmasse bremst von sekunde "0" an mehr als das bisschen Gewicht mehr an Durchschlagskraft bringt. Das gilt sicher besonders für Klobürsten-Flus, bei denen ja zunächst auch noch die Federn zurückgedrückt werden müssen.

Jo
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tomtux
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RE: andererseits...

Beitrag von tomtux »

Original geschrieben von geomar

jetzt mal gaaaanz streng wissenschaftlich betrachtet:

Für die Fachleute hier:
Wo ist denn der Fehler in meinen Ausführungen 8-)
in der beantwortung der frage.
da steht nämlich "bei gleichem pfeilgewicht" :D

und da kreuzen sich deine kurven noch bevor der pfeil die sehne verlassen hat, die federn bremsen schon in der beschleunigungsphase. ;-)
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RE:

Beitrag von Ravenheart »

Original geschrieben von shantam

wieviel energie der pfeil mitnimmt hängt vom bogen ab.der ist der energie lieferant und stellt immer die gleiche menge energie zur verfügung.
Tja, da irrt der Weise... :D

Richtig ist zwar, dass der Bogen immer die selbe Energiemenge speichert (konstanter Auszug angenommen, Material-Ermüdung vernachlässigt!).

Er muss sie aber auch übertragen können!

Simples "Gedankenexperiment" dazu:
Spanne mal ein Gummiband als Sehne auf Deinen Bogen, mal eine FF-Sehne; na, klingelt's?

Es ist durchaus vom Verhältnis Bogen - Sehne - Pfeilgewicht abhängig, ob der Bogen seine Energie auch auf den Pfeil übertragen kann; UND vom Verhältnis Beschleunigung - Spine - seitl. Lage der Pfeilanlage, ob er sie als Beschleunigung oder als Verbiegung überträgt!!

Rabe
shantam

Beitrag von shantam »

klugscheissmodusan

stimmt schon das die sehne da mitspielt,aber an die verückte idee einmal mit B50 und dann mit gummischnur zu schiessen bin ich nicht gekommen.

nochmal,
die menge an energie ist immer gleich.
wieviel der pfeil mitnimmt steht auf einem anderen
blatt,klar.

klugscheissmodusaus

gruss shantam
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geomar
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RE: RE: andererseits...

Beitrag von geomar »

Original geschrieben von tomtux
...
in der beantwortung der frage.
da steht nämlich "bei gleichem Pfeilgewicht" :D
...
Da haste nicht richtig gelesen...
Der Flu-Flu ist natürlich aufgrund dem mehr Federn schwerer. Ich meinte nur, dass alles andere - ausser der Befiederung halt - gleich ist.
Original geschrieben von shantam
wieviel der pfeil mitnimmt steht auf einem anderen
blatt,klar.
Yo - klar
und darum geht´s hier ja auch. Ein Pfeil, der schwerer ist als ein anderer, nimmt ja auch eine andere Menge an Energie mit, weil er aufgrund des "Massebeschleunigungsgesetzes" der Sehne - und damit dem Energielieferanten - beim Abschuss mehr Widerstand entgegensetzt...

@Rabe
sorry- für das falsche Zitat - jetzt weiss ich ngar nicht mehr, wo meines herkommt... :-(

Aber 2-3 Meter halte ich für eine außerordentlich optimistische Schätzung - ich hätte da maximal im Milimeterbereich operiert... :D

@ all
find ich toll, dass dieser Beitrag nun doch noch eine interessante Wende genommen hat :D
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