Schuss-Aufbau

Bogenschiessen in der Praxis, mediterran, Daumentechnik u.a.
Mike W.

Re: Schuss-Aufbau

Beitrag von Mike W. »

@haribo

Ich hätte das gern mal ausprobiert. Geht aber nicht, weil bei mir(durch mehrjähriges Training) generell die Bauchatmung am Start ist. ;D


@Kyujin

wenn ich dich richtig einschätze, sitzt du vor dem Schießen Minimum 5Min. um den Geist zu lösen.
Bei mir jedenfalls hebt das die Konzentrationsfähigkeit merklich.


mfg
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Kyujin
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Re: Schuss-Aufbau

Beitrag von Kyujin »

@Haribo:

Vor Jahren gab es im Bayerischen Fernsehen regelmäßig ein kurzes Zwischenspiel mit dem Titel ZEN, aber die übersetzten das mit "Zuschauen, Entspannen, Nachdenken"...

@Mike:

Mokuso vor dem Training haben wir eher selten. Wenn ich schieße, schieße ich - und wenn ich sitze, sitze ich.  ;D
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Re: Schuss-Aufbau

Beitrag von Ravenheart »

Ach? Ich dachte immer, es hieße "Ziemlich Einfallslos Nachgemacht"?

8)

Rabe  ;D
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Snake-Jo
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Re: Schuss-Aufbau

Beitrag von Snake-Jo »

o.k., wech von euch Einfallslosen mal wieder zum Thema... ;D

2. Das Greifen des Bogens, Pfeil nocken und das Ausrichten des Bogens:
Meist nimmt man Druckpunkt in der Mulde des Bogengriffs zwischen der Beuge von Daumen und Zeigefinger.
Da hört man oft: Ich greife meinen Bogen aber ganz anders. Aber sicher doch: Wenn man keine Mulde im Griff hat oder
wenn der LB von der Stange so einen seitlich gaanz verflachen Griff hat, dann wird auch mal seitlich gegriffen. Anatomisch ist es aber in Achse mit dem gesamten Arm günstiger (Ärzte hier im Forum widersprecht mir).  :)

Hat man den Bogen nun sauber gegriffen, wird der Pfeil genockt. Hier gilt die Regel: Einfach, schnell, praktisch. Also nicht lange am Bogen rumdrehen und rumfummeln, den Pfeil erst an der Feder greifen und dann an der Spitze, bis man sich zur Nocke hingearbeitet hat... nein, einfach Pinzettengriff an Nocke, durchschieben, fertig.

Nun wird der Ellbogen nach außen gedreht  und der Bogen zum Ziel ausgerichtet. Dies kann
- während des Spannvorgang geschehen (Kyudo, manche Indianer)
- oder schon vorher

Der Bogenarm ist bei ausgedrehtem Ellbogen in der Regel krumm, aber fest, während die Finger locker bleiben.
Zuletzt geändert von Snake-Jo am 21.11.2009, 16:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schuss-Aufbau

Beitrag von kra »

Einspruch, euer Hochwürden ;-)

der Bogenarm darf nicht steif wie ne alte Eiche (krumm schon) sein. Gerade im Schußablauf solle der Bogenarm ja Spannung/Druck aufbauen.
Der passende Druck im Bogenarm beim Abschuß sind bei mir auf 30m sicher 1/2 m Höhenunterschied.
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Re: Schuss-Aufbau

Beitrag von Hunnenbogen »

Erstmal danke, Snake, dass Du zum Thema zurückgeführt hast. Wollte schon einen Antrag auf Titeländerung stellen, so wie "Beim Bogenschießen atmen oder nicht?"...

@Kra: Snake meinte damit wohl eher, dass der Bogenarm "fest" sein sollte. Sonst drückts einem ja bei jedem Auszug den Bogen ins Gesicht...  ;)
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walta
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Re: Schuss-Aufbau

Beitrag von walta »

ähm - was?? der arm steif und das handgelenk locker? wie soll das gehen?

die finger sollten locker sein - das verstehe ich. hatte am anfang selber das problem das ich den bogen fest gehalten habe (sonst fällt er ja runter :-) dann hab ich ihn zu locker gehalten und der bogen ist mit dem pfeil um die wette geflogen. inzwischen gehts ganz gut.
nur weiss ich  nicht wie ich das handgelenk locker halten soll? arm, handgelenk und bogen sollten doch eine "fest verbundene" einheit bilden - oder sehe ich das falsch?

grüsse
walta
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Re: Schuss-Aufbau

Beitrag von Snake-Jo »

@walta: Du hast völlig recht; ich hab es oben geändert: Arm und Handgelenk fest, Finger locker. Danke!  :)

@kra: Tja, da müssen wir diskutieren: Ist ja nicht von mir, sondern althergebracht, Literatur z.B.
Jim CHINN: Winds of change.
Nach der "push and pull" -Methode, wo der Bogenarm erst gebeugt und dann gestreckt wird, hat man im Endstadium (also im Anker) einen festen, leicht gekrümmten Bogenarm bei normaler Anatomie. (Die Ausnahmen wie überdrehte Arme bei Kindern lass ich mal weg.)
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Re: Schuss-Aufbau

Beitrag von the_Toaster (✝) »

Aaaalsooo...

Ich mach das so:

Ich habe den Bogen in der rechten Hand. Mal hängt er locker in der Hand - wenn ich Platz habe, ein anderes Mal klemmt die untere Nock mit der Sehne nach oben unter der rechten Schulter.
Ich stelle mich quer zur Scheibe und richte den Blick zur Mitte der Scheibe. Dann stelle ich die Füße etwa einen halben Meter auseinander, die Zehen leicht nach außen. Dann wippe ich oft noch auf den Fußballen. Das gibt mir das Gefühl mich inniger mit dem Boden zu verbinden und dadurch einen sichereren Stand zu erreichen.
Wenn ich das Gefühl habe, dass ich gut stehe gucke ich nochmal zur Scheibe und nehme mir dann einen Pfeil aus dem Köcher.
Dann nocke ich den Pfeil oft blind auf. Das geht dank Nockpunkt ganz gut. Der Pfeil liegt auf dem Handrücken auf. Den Pfeil halte ich am Bogen mit dem Zeigefinger fest. Als nächstes greife ich die Sehne. Den Zeigefinger über die Nock, Mittel und Ringfinger darunter.
Ich spanne den Bogen ganz leicht mit dem Pfeil nach unten vorne weisend und öffne dabei die Bogenhand, damit sich der Griff in die Hand einlegen kann. Dann schließe ich die Bogenhand. Der Zeigefinger löst sich dabei vom Pfeil. Dabei umfasse ich den Bogen gerade stark genug, dass er mir nicht verrutscht und beim Schuss nicht schlägt.
Als nächstes hebe ich den Bogen, spanne ihn und richte ihn zum Ziel. Das erfolgt einatmend in einer langsamen fließenden Bewegung.
Währenddessen erfolgt der erneute Blick zum Ziel.
Den Bogen halte ich dabei leicht schräg.
Der Auszug erfolgt bis zum Ohrläppchen.
Dabei wird der Atem angehalten ohne die Atemwege zu verschließen.
Die Spannung im Rücken, in den Schultern und in den Oberarmen ist nun maximal. Der Bogenarm ist leicht nach außen gebogen. Die Sehnenhand hängt quasi locker an der Sehne, nur die Fingerbeugemuskeln sind gerade so stark angespannt, dass sie die Sehne halten können.
Fühle ich den Zeigefinger am Ohrläppchen und habe ich das Gefühl, dass nun alles stimmt, erfolgt im gleichen Moment das Lösen des Pfeiles.
Wenn der Pfeil im Ziel eingeschlagen ist, senke ich den Bogen und atme aus.
Zum Schluss gucke ich wo der Pfeil eingeschlagen ist und dann wird entweder gegrinst oder es folgt ein "Grnf!"
Dann greife ich den nächsten Pfeil.

Mit dem Haselyumi ändert sich folgendes:
Den Yumi schieße ich auch mit links.

Der Pfeil geht links am Bogen vorbei.
Ich ziehe mit einem Handschuh und dem Daumen.
Der Zeigefinger drückt den Pfeil ganz sachte gegen den Bogen.
Ich hebe den Bogen über meinen Kopf zum Ziel und ziehe dann in einer fließenden Bewegung mit halbwegs waagerechtem Pfeil aus, bis ich das vordere Ende der Befiederung am Ohrläppchen spüre.
Dann erhöhe ich die Drehspannung in der Bogenhand und löse.
Dabei verdreht sich der Bogen und der Bogenarm springt um die Standhöhe des Bogens nach rechts.
Ganz herum komme ich noch lange nicht, wobei ich glaube, dass das mit dem Haselyumi auch nicht wirklich gehen wird.
Auch wenns nun einigen Kyudoleuten die Haare sträubt und die Zehennägel aufrollt kann ich sagen, dass ich nach dem fünften Termin üben auf zehn Meter gut 80% Trefferquote erreiche. Wer trifft hat recht, gell...
Richtig üben werde ich das, wenn ich mal auf jemanden treffe, der bereit ist mir das Schießen ohne das Drumherum beizubringen.

Ganz nebenbei bemerkt habe ich schon festgestellt, dass das Schießen mit dem Yumi entspannender ist als mit dem Langbogen.
Letzten Mittwoch habe ich damit Kopfschmerzen wegbekommen, die ich schon seit zwei Tagen hatte...


Abschließend möchte ich noch bemerken, dass ich ökonomisch schieße, was bedeutet, dass ich nur gerade so viel Muskelkraft und Anspannung einsetze, um das gewünschte Ziel zu treffen.
Es hat keinen Sinn zu versuchen einen Sinn im Versuchen des Menschen zu erkennen.

Es ist traurig zu glauben, dass der Mensch stets schlecht sei.
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Kyujin
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Re: Schuss-Aufbau

Beitrag von Kyujin »

Snake-Jo hat geschrieben: Meist nimmt man Druckpunkt in der Mulde des Bogengriffs zwischen der Beuge von Daumen und Zeigefinger.
Da hört man oft: Ich greife meinen Bogen aber ganz anders. Aber sicher doch: Wenn man keine Mulde im Griff hat oder wenn der LB von der Stange so einen seitlich gaanz verflachen Griff hat, dann wird auch mal seitlich gegriffen. Anatomisch ist es aber in Achse mit dem gesamten Arm günstiger (Ärzte hier im Forum widersprecht mir).
Kein Widerspruch vom Arzt, ganz d'accord. wobei unser Druckpunkt auf der Innenseite des Daumengrundgelenkes liegt, das gegen die rechte Außenkante des Bogens drückt. Auch wenn der Griff unserer Bögen kaum mehr als eine Lederwicklung darstellt, ist das Handgelenk in beiden Ebenen "gerade", also in anatomischer Nullstellung.
Snake-Jo hat geschrieben: Der Bogenarm ist bei ausgedrehtem Ellbogen in der Regel krumm, aber fest, während die Finger locker bleiben.
Mein Arm ist (bei ausgedrehtem Ellbogen) gerade, die Finger (d.h. Mittel-, Ring- und kleiner Finger) greifen mit zunehmender Spannung immer fester und schließen sich im Abschuß noch mehr. Letzteres  gilt aber nicht generell im kyūdō, sondern ist stilartsspezifisch.
Zuletzt geändert von Kyujin am 21.11.2009, 17:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Anuk
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Re: Schuss-Aufbau

Beitrag von Anuk »

@Snake-Jo: Auch von mir ein Danke für die thematische Richtung!
Was die Bogenhaltung angeht (also:Hand): Ich schieße Recurve und versuche, den Bogen so locker wie möglich in der Hand zu halten. Das heißt, mit Daumen und Zeigefinger umfassen, wobei die anderen Finger nicht anhalten und auch (Plan A!) beim Schuss nicht antatschen sollen, um dem Bogen keine blöde Wendung mitzugeben. Um das Bild mal zu übertreiben: Eigentlich hält nur der Daumen den Bogen und der Zeigefinger verhindert, dass das Ding nach dem Schuss zu Boden geht.
Bogenarm: Snake, so wie du es beschreibst, habe ich es jetzt eine ganze Weile gemacht. Dabei habe ich zum einen meist zu weit links hingeschossen (nee, liegt nicht am Spinewert) und zum anderen den Bogen weit gen 2Uhr -2.30Uhr verkippt. Das hat den Nachteil, dass die Schulter (zu)weit hoch kommt und der Arm insgesamt unruhig wird. Deshalb geht der neue Weg jetzt da hin, den Ellebogen eher nach unten 'fallen' zu lassen und damit der Schulter zu ermöglichen, ebenfalls nach unten (und zwar gerade) zu gehen, um sich dann mit dem Schulterblatt von rechts zu einem Meeting zu vereinen. Ist sowohl schwer zu beschreiben als auch zu machen. Im Endeffekt ergibt es aber, wenn es denn mal klappt, einen gut zentrierten Schuss, der sich mächtig gut anfühlt. Quasi von der Sorte: Ich hatte es von Anfang an gewusst, dass er das Tier umbringt!
Ich kann das echt empfehlen, aber man braucht schon jemanden, der es einem gut erklärt und die Körperhaltung kontrolliert.
Und mein geflügelt Werkzeug ist mein Wort (F.S.)

Haben Sie die Lösung oder sind Sie selbst Teil des Problems?
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Re: Schuss-Aufbau

Beitrag von Kyujin »

@Toaster: Ich habe unsere Spezialdiskussion herausgetrennt und nach http://www.fletchers-corner.de/index.php?topic=12451.0 verschoben.
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Re: Schuss-Aufbau

Beitrag von Snake-Jo »

Anuk hat geschrieben:
Bogenarm: Snake, so wie du es beschreibst, habe ich es jetzt eine ganze Weile gemacht. Dabei habe ich zum einen meist zu weit links hingeschossen (nee, liegt nicht am Spinewert) und zum anderen den Bogen weit gen 2Uhr -2.30Uhr verkippt. Das hat den Nachteil, dass die Schulter (zu)weit hoch kommt und der Arm insgesamt unruhig wird. Deshalb geht der neue Weg jetzt da hin, den Ellebogen eher nach unten 'fallen' zu lassen und damit der Schulter zu ermöglichen, ebenfalls nach unten (und zwar gerade) zu gehen, um sich dann mit dem Schulterblatt von rechts zu einem Meeting zu vereinen. Ist sowohl schwer zu beschreiben als auch zu machen. Im Endeffekt ergibt es aber, wenn es denn mal klappt, einen gut zentrierten Schuss, der sich mächtig gut anfühlt. Quasi von der Sorte: Ich hatte es von Anfang an gewusst, dass er das Tier umbringt!
Ich kann das echt empfehlen, aber man braucht schon jemanden, der es einem gut erklärt und die Körperhaltung kontrolliert.
@Anuk: Ja, kann ich mir schon vorstellen. Zum einen: Das Verkippen des Bogens nach rechts (obere Spitze) wird in der Regel nur dann gemacht, wenn entweder sonst der Pfeil von der Auflage rutscht (manche Bögen haben so eine besch.. Auflage) oder man den zu harten Spine ausgleichen muss. Dies nur am Rande.
Wenn man eine Weile Bogen schießt, sollte man in der Lage sein, den Ellbogen unabhängig von der Schulter nach außen zu bringen. Genauso sollten Pfeil, Bogenarm und Zugarm immer eine Linie bilden. Manche schießen aber auch n och nach Jahren mit verzogenen Schultern oder nach oben verkippten Zugarmen.

@Toaster: Schöne Beschreibung, da müssen wir schon gaaanz weit ins Eingemachte gehen, um da noch ein Spitzfindigkeiten reinzubringen. Die Beschreibung zum Yumischiessen ist raus, was nciht verkehr ist, da es doch eine eigene Technik darstellt.
Ich mache übriens auch beim berittenene Bogenschiessen einen Schussaufbau, der aber auch etwas anders verläuft. Naja, auf jeden Fall wesentlich schneller in der Abwicklung.
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Re: Schuss-Aufbau

Beitrag von Anuk »

Ja, aber Jo, was soll denn der Ellebogen dann da draußen? Eigentlich geht es doch vorzugsweise um die Schulter, oder? Wenn die erstmal unten ist, dann kann doch der Ellebogen im Prinzip bleiben wo der Pfeffer wächst, oder nicht? Falls es da Nachfragen gibt: Ich schieße mir nicht an den Unterarm, wenn ich es mache wie oben beschrieben (falls ich es so mache ;D).
Zur Bogenhand: Bei einem Recurve ist es ja recht einfach, den Bogen zwischen die Finger zu nehmen. Aber es gibt ja auch sehr schöne Langbögen ( ;)). Hier stand zu lesen, die sollten fest umfasst werden. Ist das wirklich so? Dann müsste sich doch die ganze Armhaltung anders gestalten, oder? Grozer legt seinen Bögen doch so eine kleine Gebrauchsanweisung bei (könnte auch 'ne Garantie sein). Jedenfalls hält der Typ da den Reiterbogen auch nur mit zwei Fingern (in einer etwas verkrampft wirkenden Hand). Wie denn nun?
Und mein geflügelt Werkzeug ist mein Wort (F.S.)

Haben Sie die Lösung oder sind Sie selbst Teil des Problems?
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Re: Schuss-Aufbau

Beitrag von Snake-Jo »

@Anuk: Sicher gibt es eine Menge Techniken, den Bogen zu halten. Grundsätzlich zeigen die Hochgeschwindigkeitsaufnahmen, das der Bogen beim Abschuss herumeiert wie ein wildgewordenes Pony (mmh, kommt mir bekannt vor)
;D), aber  dafür auch dem Pfeil keine unnötigen Bewegungen mitgibt. Je fester man den Bogen hält, umso mehr läuft man Gefahr, das dass System verspannt wird. Daher gilt auch beim Langbogen: So fest wie nötig, so locker wie möglich.
Der Langbogen ist in der Regel nicht so gut ausballanziert wie ein Olympischer Recurve und daher muss man ihn meistens etwas stärker festhalten, damit er nicht wegspringt.
Reiterbogen: Den wiederum halte ich zumindest auf dem Pferd relativ fest, da dort bei dem ganzen Geschaukel im Galopp die Gefahr besteht, dass der Bogen
- ans Pferd schlägt (dann ungewollte Reaktionen des Vierbeiners)
- verloren geht  ::)
- oder so stark verkippt, dass der nächste schnelle Schussaufbau verzögert wird. 

Nun zum Ellebogen: Der ist in der Regel auf der Gegenseite blau bei den Anfängern.  ;D
Insbesondere Kinder drehen den Arm noch zusätzlich stark ein, sodass der rechte Gelenkhöcker direkt in die Sehne ragt.
Um dies zu vermeiden, sollte man sich angewöhnen, den nach links außen unten zeigenden Elllenbogen so zu verdrehen, dass er mehr nach außen zeigt. Wer das nicht macht und trotzdem keine blauen Flecken bekommt - gut so.  ;)

Hier hab ich den Link aus dem Thread "Wie halte ich meinen Langbogen"
geklaut, schaut mal rein, ganz richtig so:
http://www.bogensportschule.de/download ... ethode.pdf
Zuletzt geändert von Snake-Jo am 22.11.2009, 18:07, insgesamt 1-mal geändert.
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