benzi hat geschrieben:@Ralph
ok meine Leitung ist heute auch nicht gerade die schnellste........
woher nimmst Du die Vermutung: Inlay = ovaler Innendurchmesser?
lG benzi
Aus der zitierten Stelle von Selby sowie aus der Tatsache, dass ein Daumen anatomisch gesehen nicht kreisrund ist.
Weiterhin aus folgender Erwägung:
Wenn eine ovale Bohrung als ideal angesehen wurde, jedoch - ggf. massenfertigungstechnisch geschuldet - nur eine kreisrunde vorhanden war, dann würde ein Inlay keinen Sinn machen, wenn denn das kreisrunde ideal wäre. Aber es gab ja nun mal Inlays
(Inlayringe sind ja auf S. 48 in "Bogen, Pfeile, Köcher aus 6 Kontinenten" schön zu sehen).
Wenn also jemand dann in ein kreisrundes Bohrloch etwas reinbringt, ist zwingend, dass dieses kreisrunde seinen Erfordernissen / dem der Schußtechnik nicht entsprochen haben muß
Sicher kann man nun einwenden, dass der Schütze vielleicht nur den kreisrunden Durchmesser gleichmäßig auf ein geringeres, kreisrundes Maß verringert wissen wollte und somit das Inlay nur einen kleineren Kreisdurchmesser (doofes Wort) bewirken wollte. Dem steht aber o. g. Textstelle sowie die Anatomie des Daumens selbst entgegen.
Vieleicht sollte man nen Feldversuch mit den chin. Ringen aus "Jade" machen:
Meiner ist mir zu groß vom Innendurchmesser. Ich habe momentan aber keine Knete, um ein nach ENtfernen des Daumens bleibendes Inlay hinzubekommen, welches zeigen würde, wie der "inlaybedingte Innendurchgang" aussehen würde.
Vielleicht bekomme ich aber irgendwas in die Finger, um das mal auszuprobieren.
Bist Du mit deinen Ringen weitergekommen (Ausbohren des Endes etc. ) ?
Mein Ring aus Horn hat mir i. ü. nicht nur weh getan, als die Innenbohrung kreisrund war, er erlaubte auch keine tolle Schußrechnik, wie die in der o. g. Quelle erwähnte. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand ein Schießutensil oder eine "Schutzausrüstung für den Daumen" konstruiert, derer Gebrauch für den Daumen und das Schußverhalten schlechter oder zumindest genausoschlecht wie ohne ist.
DEr Vergleich ist zwar weit, aber: Ritterrüstungen waren ja äußerlich auch nur "etwas anatomisch". Die ideale Anpassung an der Körper des Trägers und die Gewährleistung effektiven Schutzes wurde ja erst durch die "Unterwäsche" (Gambeson, Lederkleidung oder einfach wattiertes Unterzeug) gewährleistet. Auch heute stzt niemand einen Stahlhelm auf, ohne daß sich darunter ein an den jeweiligen Kopf anpassbares Trägergerüst befände....
Aber vielleicht habe ich ja auch "Gichtgriffel".
grüße
Ralph