Pfeilfang mit Papier

Hölzer, Kleber, etc.
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Spanmacher
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Pfeilfang mit Papier

Beitrag von Spanmacher » 28.02.2014, 13:52

Die Suchfunktion hat nichts ergeben. Falls aber schon beschrieben, bitte einfach löschen.

Als Pfeilfang oder auch als Ziel taugen folgende billige Materialien:

- Jutesäcke, die man billig kaufen kann
- Papierschnipsel aus dem Aktenvernichter

In den meisten Aktenvernichtern (Papiershreddern) wird das zerkleinerte Papier in Kunststoffsäcken aufgefangen. Die papiergefüllten Kunststoffsäcke habe ich prall in Jutesäcke gestopft und diese dann oben zugebunden.
Derartig gefüllte Säcke halten die Pfeile hervorragend und gleichzeitig schonend.
Die einzelnen Säcke taugen mit entsprechender Bemalung oder Bestückung mit ausgedruckten Zielscheiben sehr gut als Einzelziele. Sie können transportiert werden und man kann aus einer relativ geringen Menge davon einen stattlichen Pfeilfang herstellen.
Ein zu hohes Zuggewicht ist nichts anderes als Körperverletzung und verhindert darüber hinaus einen brauchbaren Trainingseffekt.

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ralfmcghee
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Re: Pfeilfang mit Papier

Beitrag von ralfmcghee » 28.02.2014, 14:14

Hallo Spanmacher,

das ist ein genialer Tipp zur rechten Zeit. Ich habe gerade eine gehörige Menge Shredder-Schnipsel herumstehen und war bisher zu faul, sie zur Deponie zu bringen. Außerdem fallen demnächst noch gewisse Menen an. Die Frage ist nur: Wie verhalten sich die Ziele nach intensivem Beschuss? Ich überlege gerade, ob sie die kleinen Papierschnipsel freigeben, wenn die Säcke hinreichend durchlöchert sind. Meine Nachbarn würden mich dafür lieben. :D

Egal - das muss ich ausprobieren. Danke Dir!

LG
Ralf
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beke
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Re: Pfeilfang mit Papier

Beitrag von beke » 28.02.2014, 14:15

Hallo Spanmacher,
mit Papier zu füllen hatte ich bisher noch nirgens endeckt. Ist natürlich genial einfach zu bekommen, gute Idee.
Wohl ist mir ein Video in dem jemand Mülltüten auf der Rolle kauft, diese zusammenknüllt und den Sack damit ausstopft, über den Weg gelaufen. Fand ich ziemlich daneben, neues Plastik dazu zu verwenden ::) :P . Zwei Wochen im eigenen Haushalt gesammelt und schon war genügend sauberes Plastik zusammen. Inwieweit das Rückstände auf den Pfeilen durch die Reibungswärme gibt, kann ich noch nicht beurteilen, da momentan wenig und wenn, auf die Scheibe geschossen wird. Gestört hat mich das geringe Gewicht des Sackes und somit wurden zusätzlich gebrauchte Jutebänder ("Strohballenbänder") dazu gepackt. Von diesen verspreche ich mir eine Menge und werde, wenn sie sich bewähren, das Plastik ganz aussortieren. Vorteil wäre: kein Problem bei Feuchtigkeit/Regen, aber möglicherweise schwerer als Papier :) .

Viele Grüße
Beke
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Re: Pfeilfang mit Papier

Beitrag von Ravenheart » 28.02.2014, 14:45

Spanmacher hat geschrieben:Die Suchfunktion hat nichts ergeben...


Tipp: Gib mal als Suchwort "Zielscheiben" ein, dann findest Du einige ältere Treads, darunter auch einige mit Ideensammlungen zum Thema....

Rabe

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Re: Pfeilfang mit Papier

Beitrag von tom.smile » 18.03.2014, 11:16

Wir produzieren doch alle jede Menge Späne.

Meist auch relativ große bzw. lange Späne.

Kann man die nicht auch als Füllung nehmen?

Gruß Tom
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Idariod
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Re: Pfeilfang mit Papier

Beitrag von Idariod » 18.03.2014, 12:28

Ich glaub es ist schwierig, die Späne auf eine vernünftige Dichte zu bringen, damit Pfeile sicher gestoppt werden. Wie es mit dem Risiko der Reibungshitze aussieht, mag jemand fachkundigeres beantworten.
Teile dein Wissen und gib nicht vor zu wissen was du nicht weißt - ein guter Ratschlag von einem tüchtigen Tischler. Das steht hier um mich daran immer zu erinnern, und für alle denen der Schuh passt.

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Re: Pfeilfang mit Papier

Beitrag von beke » 18.03.2014, 12:52

Der Einwand, daß eine ausreichende Dichte bei selbst produzierten Hobelspänen schwer zu erreichen ist, ist sicherlich berechtigt. Dann ist aber die Reibungshitze -weil eben (zu-)wenig Reibung stattfindet- auch zu vernachlässigen...
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Re: Pfeilfang mit Papier

Beitrag von Idariod » 18.03.2014, 12:57

Reibung findet ja trotzdem statt, auch wenn der Pfeil knapp durchgeht oder zu 90% hinten rausschaut. Das Ziel ist ja eigentlich, dass der Pfeil so gestoppt wird, dass die Federn nicht im Ziel sind, sondern nur der Schaft.
Ich bin in der glücklichen Lage, mit meinem Eigengewicht die Späne ganz schön zu komprimieren, allerdings bleiben dann trotzdem bei größeren Spänen die quer liegen größere Lufträume. Wenn man die trifft, pfeift einerseits der Pfeil durch. Wenn man die komprimierten Stellen trifft, hat man viel Reibung.
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Re: Pfeilfang mit Papier

Beitrag von Felsenbirne » 18.03.2014, 12:58

Wir haben mit Kunsstofftütenresten gefüllte Jutesäcke in Verwendung gehabt. Leider verotten diese schnell und geben Kunstoff frei. Jetzt stopfe ich die Kunststoffreste in eine Tüte und umwickele diese fest mit billigen Klebeband. Das ist deutlich haltbarer.
Bei Papierfüllungen sollte man die Ziele halt nicht draußen stehen lassen.
Gruss Matthias

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Re: Pfeilfang mit Papier

Beitrag von beke » 18.03.2014, 13:43

@ Idariod: Hast Du bei der Reibung mehr Sorge um Beschädigung Deine Pfeile oder daß Du den Sack mit der Reibungswärme in Brand schießt?? Das gäbe "Brandpfeilen" ja eine neue Bedeutung ;) :D
Ich hätte mehr Sorge bei einem Treffer eines ausgesucht dicken Spans, daß mein Pfeil aufgrund dessen Härte zerkratzt... zumindest wenn Geoffrey gehobelt hat ;D
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Re: Pfeilfang mit Papier

Beitrag von tom.smile » 18.03.2014, 14:15

Ok Ok

ich glaube das mit den Spänen ist vielleicht keine gute Idee.

Ich hatte bloß beim üben mit dem Schweifhobel so viele lange Holzlocken
und habe beim Entsorgen der selbigen gedacht, dass sie eigentlich viel zu schade
zum wegschmeißen sind ;D
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Re: Pfeilfang mit Papier

Beitrag von Fichtenelch78 » 18.03.2014, 17:18

Holzlocken sind ein prima Grillanzünder! Bei ausreichender Menge kann man sogar ne ein bis zwei Bratwürste drüber grillen! :)
Das Leben ist nur so schlecht wie man es sich macht!

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Re: Pfeilfang mit Papier

Beitrag von Chilly » 21.03.2014, 08:01

Meine neue Eigenbau-Zielscheibe:
Runder Mörteltrog aus dem Baumarkt (9,995€), gefüllt mit Kunststoff-Folien (von Baustoff- und Ziegel-Paletten).
Folien reinstopfen, drauf rumtrampeln, mit Gewebeklebeband über Kreuz sichern, zum Schluss einen Kunststoff-Gewebesack drüberspannen und mit Gewebeband befestigen, überstehenden Rand abschneiden. Gegenüber einer Papierfüllung hat das den Vorteil, dass die Scheibe absolut wetterfest ist. Die Abdeckung und die Füllung können einfach erneuert werden. Scheiben-Auflagen befestige ich einfach mit 4 Bambus-Schaschnik-Spießen.
Bei meiner Trainings-Frequenz hält die Scheibe ca. 17,52 x 10 hoch 18 Femtostunden... ;)

Chilly
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