Selbstgebautes Gerät für Pfeile-Cresten und Prüfung der Pfeilgeradeheit (Betatester gesucht!)

Selbstgebaute Befiederungsgeräte, Spinetester, etc.
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kra
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Re: Selbstgebautes Gerät für Pfeile-Cresten und Prüfung der Pfeilgeradeheit (Betatester gesucht!)

Beitrag von kra »

@tego, Ich habe jetzt einen ersten Test mit Motorisierung gemacht. Die Übertragung über die Schlauchkupplung klappt ganz gut, wenn man die beiden Achsen erst mal gegeneinander ausgerichtet hat. Die Geschwindigkeitsregulierung funktioniert, aber ist nicht so "smooth" wie ich sie mir wünsche. Sie bietet nur die Option, den Motor auf die gewünschte Drehzahl einzurichten und dann eben laufen zu lassen. Für's cresting ausreichend, aber wenn ich für die Wicklung der Nocksicherung einen kontrollierten Start brauche eher unpraktisch.
Da das aber nicht der geplante Verwendungsbereich ist ist es für Cresting kein Hindernis.

Als Akkuschrauber hat sich bei mir der (im Bild am Anfang) vorgeschlagene Dewalt Akkuschrauber nicht bewährt. Er steht zwar gut, aber da die Drehachsen nicht in der Flucht sind habe ich manchmal eine etwas 'hakelige' Drehung. Besser scheint mir so ein billiger Parkside Akkuschrauber geeignet, der kleiner ist und auch in den niedrigen Drehzahlen weicher läuft.
Den Schaft sollte man nur locker in den Laufrollen einspannen, sonst führt die Schlauchkupplung (neben dem Problem der Ausrichtung) zu einen hakeligen Drehung

Bisheriges Fazit: für den gedachten Anwendungsfall auf jeden Fall gut geeignet, durch den externen Motor leicht und gut zu verstauen. Das 'Vorlagebrett' für das Cresting-muster ist praktisch, läßt sich gut ausrichten und ist mit der Magnethalterung eine gute Lösung. Die Laufrollen sind OK, sie führen den Schaft sicher. Glatter wären sie natürlich etwas netter, aber so völlig OK (ein ästhetisches Problem ::) ). Gebarrelte Schäfte (vorne und hinten unterschiedlicher Durchmesser) stellen kein Problem dar.

Ich denke werde meinen nächsten Satz Pfeile, der gerade ansteht, mit einem Cresting versehen ;-). Das wird dann der 'Härtetest' werden - Cresting und Nockwicklung.
“Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.”
– George Bernard Shaw
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tego
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Re: Selbstgebautes Gerät für Pfeile-Cresten und Prüfung der Pfeilgeradeheit (Betatester gesucht!)

Beitrag von tego »

Lieber Axel,

vielen Dank für das zusätzliche Feedback, das ist wirklich sehr hilfreich! Ich habe gerade gemerkt, dass ich dir zwar per PN geantwortet habe, aber nicht hier im Thread, sorry dafür.
kra hat geschrieben: 10.01.2026, 19:16 Sie bietet nur die Option, den Motor auf die gewünschte Drehzahl einzurichten und dann eben laufen zu lassen. Für's cresting ausreichend, aber wenn ich für die Wicklung der Nocksicherung einen kontrollierten Start brauche eher unpraktisch.
Da das aber nicht der geplante Verwendungsbereich ist ist es für Cresting kein Hindernis.
Ich stimme dir zu, dass die Maschine nicht für Wicklung geeignet ist. Dafür hatte ich tatsächlich ein anderes Konzept im Kopf, als Zubehör zu diesem Gerät, allerdings handbetrieben. Inspiriert wurde das von diesem Video:
https://www.youtube.com/watch?v=YwGcuHv26v0
kra hat geschrieben: 10.01.2026, 19:16 Den Schaft sollte man nur locker in den Laufrollen einspannen, sonst führt die Schlauchkupplung (neben dem Problem der Ausrichtung) zu einen hakeligen Drehung
Ich werde die „Federn“ weicher auslegen, sodass sie weniger Druck auf den Pfeil ausüben. Dann bleibt der Pfeil auch dann noch leichtgängig, wenn man sie versehentlich zu fest anzieht.

Jetzt, wo die Feiertage vorbei sind, bin ich schon wieder an der nächsten Version dran! Eine besondere Herausforderung war die Kupplung für nicht konische Pfeile, aber nach viel Konstruieren und Prototyping glaube ich, bei einer sehr guten Lösung angekommen zu sein. Ich muss damit selbst noch mindestens einen Satz Pfeile bauen und mögliche Probleme ausbügeln, und danach schicke ich euch allen dreien, die ihr so nett wart, das Gerät für mich zu testen, die überarbeiteten Teile (inklusive der anderen kleineren Verbesserungen) zu.

Hier ein kurzes Video, das zeigt, wie es funktioniert. Das ist möglicherweise noch nicht die finale Version:
https://www.youtube.com/watch?v=qmPLPEFYdBc

Und hier ein paar Screenshots aus der CAD-Software, falls es euch interessiert:
Screenshot_20260112_201404.png
Screenshot_20260112_201452.png
Screenshot_20260112_201619.png
Screenshot_20260112_201714.png
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fatz
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Re: Selbstgebautes Gerät für Pfeile-Cresten und Prüfung der Pfeilgeradeheit (Betatester gesucht!)

Beitrag von fatz »

Nur so eine Idee:
Die Kupplung ist toll, aber m.E. ein bissl ueberkompliziert. Da brauchst fuer verschiedene Pfeildicken vermutlich
auch noch verschiedene Spannzagen. Warum nimmst nicht einfach den Silikonschlauch und steckst ihn direkt
auf den Pfeil? Wenn die Antriebswelle ein paar veschiedene Durchmesser hat kannst sogar veschiedene
Schlauchdurchmesser je nach Pfeildicke nehmen. Oder du steckst einen kurzen Adapter mit 2 Durchmessern dazwischen.

Das Wickelwerkzeug find ich cool. Ich glaub, das bau ich mir
Haben ist besser als brauchen.
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Re: Selbstgebautes Gerät für Pfeile-Cresten und Prüfung der Pfeilgeradeheit (Betatester gesucht!)

Beitrag von Indie12 »

Auch wenn ich das Gerät nicht brauche:

Ich finde das Projekt, dein Engagement und deine Motivation und die Unterstützung hier mit Ideen etc. echt toll und den Thread sehr spannend. Bin auf die eierlegende Wollmilchsau gespannt, die am Ende rauskommt.

3D Drucker und ihre Möglichkeiten... schöne neue Welt...
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tego
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Re: Selbstgebautes Gerät für Pfeile-Cresten und Prüfung der Pfeilgeradeheit (Betatester gesucht!)

Beitrag von tego »

fatz hat geschrieben: 13.01.2026, 09:42 Nur so eine Idee:
Die Kupplung ist toll, aber m.E. ein bissl ueberkompliziert. Da brauchst fuer verschiedene Pfeildicken vermutlich
auch noch verschiedene Spannzagen. Warum nimmst nicht einfach den Silikonschlauch und steckst ihn direkt
auf den Pfeil? Wenn die Antriebswelle ein paar veschiedene Durchmesser hat kannst sogar veschiedene
Schlauchdurchmesser je nach Pfeildicke nehmen. Oder du steckst einen kurzen Adapter mit 2 Durchmessern dazwischen.
Haha, ja, ich bin bei der Gestaltung wohl ein bisschen übers Ziel hinausgeschossen vor lauter Begeisterung. Aber jetzt, wo es konstruiert ist, lässt es sich sehr leicht produzieren.

Das ursprüngliche Problem waren Pfeilschäfte ohne Nocke und ohne Nockkonus. Es ist ziemlich schwierig, das Silikonschlauch darüber zu bekommen, und selbst wenn eine andere Schlauchgröße passen würde, bräuchte man trotzdem mehrere Größen und Adapter für die dickeren Schäfte (sonst würden sie sich frei auf der Antriebswelle drehen).

Du hast recht, eine einzelne Spannzange reicht nicht aus, deshalb habe ich zwei Größen konstruiert und getestet: eine für Schäfte ab 11/32" und eine für 5/16" und kleiner. Meine Idee war, zwei komplette Kupplungen zu drucken, sodass man die Spannzange nicht ausbauen muss, um sie zu wechseln, sondern einfach die jeweils benötigte Kupplung greift.
Screenshot_20260113_111617.png
Indie12 hat geschrieben: 13.01.2026, 10:40 Ich finde das Projekt, dein Engagement und deine Motivation und die Unterstützung hier mit Ideen etc. echt toll und den Thread sehr spannend. Bin auf die eierlegende Wollmilchsau gespannt, die am Ende rauskommt.
Vielen Dank für deine netten Worte, das weiß ich sehr zu schätzen!
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