Weil in einem Stück Holz verschiedene Qualitäten/Holzdichten vorkommen können. Aus diesem Grund ist mir vor kurzem ein Eibenbogen misslungen. Ich werde ein paar Bilder davon in einem eigenen Thread einstellen.Eibenschneider hat geschrieben: ↑21.01.2026, 10:20 Halt, nochne Frage: Der abgebildete "krumme Hund" schießt deutlich besser als der Andere.
Warum, beide sind aus der gleichen Holzcharge (aus dem gleichen Stamm), mit gleicher Sorgfalt gebaut?
(Der farbliche Unterschied kommt vom Ölen mit unterschiedlichen Mitteln, P1002868.jpeg).
Berechnungen am Langbogen
- Coal
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Re: Berechnungen am Langbogen
Wer nur einen Hammer hat, für den schaut jedes Problem aus wie ein Nagel.
Re: Berechnungen am Langbogen
Um die beiden Boegen beurteilen zu koennen braucht's passende Fotos. Abgespannt, Standhoehe und Auszug und alle schoen rechtwinklig zur Schussrichtung. Ich wuerde mir anhand des Fotos oben nicht zutrauen da was zu sagen, ausser dass die Nocken deutlich fetter sind, als sie muessten (siehe Benedikt). Gewicht, Auszug und Zuggewicht und ein paar Abmessungsdaten (Breite/Dicke) ueber die Wurfarme.
Und praeziser mal "schiesst deutlich besser". Triffst du besser, schiesst er schneller...
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Haben ist besser als brauchen.
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Re: Berechnungen am Langbogen
Interessant finde ich derlei Berechnungen allemal und ich hoffe, du hast selbst etwas davon, wenn du schon so einen Aufwand treibst!
Das Bogenschießen war so einfach, bevor wir alle anfingen nachzulesen, wie wir es tun sollen.
frei nach Ben Wyld
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Eibenschneider
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Re: Berechnungen am Langbogen
Vielen Dank, für die Inputs.
Die Gleitschirmleinen sind extrem dehnungsarm und robust. Das ist der Grund, warum ich die nehme (und ich sie eben habe, da ich diesen Sport bis zur Rente gerne betrieben habe..).
Die habe ich auch in Dyneema.
Tradition ist mir da nicht so wichtig, verstehe aber, daß es Traditionalisten gibt, die Dacron/Spleiß bevorzugen.
Die Sehne soll schließlich nicht Energie beim Spannen/Entspannen (Schuß) aufnehmen.
Da könnte ich wieder ein Diagramm zeigen, will aber kein Kauderwelsch verbreiten.
"Besser schießen" ist eben für mich schlecht beschreibbar. Ich treffe besser und der Schuß fühlt sich einfach "satt" an, ich fühle mich mit dem einen Bogen einfach besser.
Das hängt scheinbar nicht nur mit Auszuglängen und Auszugkräften (und deren Verlauf) zusammen.
Vielleicht bilde ich mir das nur ein.
Das gezeigte Bild täuscht etwas. Der Bogen ist eben schon ungespannt etwas krumm, dh. der Baum, hatte schon da eine leichte Kurve. Ich habe ihn aber auf Ravens Tip nachgetillert und er fühlt sich besser an, mit ertwas leichteren Zugwerten.
In meinen Bögen steckt immer eine gewisse Idee. Der gezeigte Bogen sollte eben nur aus einem Stück Holz sein, keine anderen Materialien, Kleber...Die Tips durchgängig aus Eibe halte ich darum etwas für schwach und habe sie deshalb etwas stärker ausgelegt und es hat mir einfach so gefallen (Geschmackssache..).
Aber beide Bögen sind nicht letzter Schluß (oder Schuß) und die Qualität steigt mit der Anzahl der gebauten Bögen und mit der Qualität des Holzes, da stimme ich überein.
Die Gleitschirmleinen sind extrem dehnungsarm und robust. Das ist der Grund, warum ich die nehme (und ich sie eben habe, da ich diesen Sport bis zur Rente gerne betrieben habe..).
Die habe ich auch in Dyneema.
Tradition ist mir da nicht so wichtig, verstehe aber, daß es Traditionalisten gibt, die Dacron/Spleiß bevorzugen.
Die Sehne soll schließlich nicht Energie beim Spannen/Entspannen (Schuß) aufnehmen.
Da könnte ich wieder ein Diagramm zeigen, will aber kein Kauderwelsch verbreiten.
"Besser schießen" ist eben für mich schlecht beschreibbar. Ich treffe besser und der Schuß fühlt sich einfach "satt" an, ich fühle mich mit dem einen Bogen einfach besser.
Das hängt scheinbar nicht nur mit Auszuglängen und Auszugkräften (und deren Verlauf) zusammen.
Vielleicht bilde ich mir das nur ein.
Das gezeigte Bild täuscht etwas. Der Bogen ist eben schon ungespannt etwas krumm, dh. der Baum, hatte schon da eine leichte Kurve. Ich habe ihn aber auf Ravens Tip nachgetillert und er fühlt sich besser an, mit ertwas leichteren Zugwerten.
In meinen Bögen steckt immer eine gewisse Idee. Der gezeigte Bogen sollte eben nur aus einem Stück Holz sein, keine anderen Materialien, Kleber...Die Tips durchgängig aus Eibe halte ich darum etwas für schwach und habe sie deshalb etwas stärker ausgelegt und es hat mir einfach so gefallen (Geschmackssache..).
Aber beide Bögen sind nicht letzter Schluß (oder Schuß) und die Qualität steigt mit der Anzahl der gebauten Bögen und mit der Qualität des Holzes, da stimme ich überein.
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Anasazi
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Re: Berechnungen am Langbogen
Ich finde ja, dass du dir deine Sehnen selber baust....du nimmst ne zugstarke Schnur und baust daraus ne Sehne!
Dein Weg ist zwar für die meisten hier unüblich, aber die meisten hier haben auch keine Schnüre aus dem Flugbereich.
Wie aber schon geschrieben, nimm lieber die Dyneemaschnüre. Da sind die meisten Sehnen heutzutage auch draus. Kevelar ist nach ein paar Versuchen vor Jahren wieder aus dem Bogensport - Sehnenbereich verschwunden.
Dein Weg ist zwar für die meisten hier unüblich, aber die meisten hier haben auch keine Schnüre aus dem Flugbereich.
Wie aber schon geschrieben, nimm lieber die Dyneemaschnüre. Da sind die meisten Sehnen heutzutage auch draus. Kevelar ist nach ein paar Versuchen vor Jahren wieder aus dem Bogensport - Sehnenbereich verschwunden.
- kra
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Re: Berechnungen am Langbogen
Dyneema als Sehnenmaterial ist völlig OK, Kevlar eher grenzwertig.
Was mich mehr beschäftigt ist, wie du die Sehnenöhrchen gemacht hast. Ich hoffe nicht geknotet, weil Knoten immer eine potentielle Bruchstelle darstellen. Und Sehnenbau ist mehr als "nur" Materialauswahl
.
Das Photo weiter oben ist nicht detailreich genug um die Konstruktion zu zeigen.
Was mich mehr beschäftigt ist, wie du die Sehnenöhrchen gemacht hast. Ich hoffe nicht geknotet, weil Knoten immer eine potentielle Bruchstelle darstellen. Und Sehnenbau ist mehr als "nur" Materialauswahl
Das Photo weiter oben ist nicht detailreich genug um die Konstruktion zu zeigen.
“Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.”
– George Bernard Shaw
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Re: Berechnungen am Langbogen
@ Eibenschneider,
ich habe als früherer Gleitschirmflieger mir auch Sehnen aus A-Leinen nähen lassen. Hat mir der Gleitschirmprüfer auf seiner Maschine genäht. Die Sehne ist ok, recht dünn aber da ich nicht jedesmal nach Sonthofen fahren möchte vom Bodensee, nur um eine neue Sehne zu haben, bin ich zurück zu selbst gebauter Flämisch Spleiß mit Spectra.
Ich hatte auch mal eine aus Kohlefaser Rovings gebaut. Stoppt Brutal und würde ich nur für sehr leichte Bögen empfehlen - aber sie ist seeehr leicht.
ich habe als früherer Gleitschirmflieger mir auch Sehnen aus A-Leinen nähen lassen. Hat mir der Gleitschirmprüfer auf seiner Maschine genäht. Die Sehne ist ok, recht dünn aber da ich nicht jedesmal nach Sonthofen fahren möchte vom Bodensee, nur um eine neue Sehne zu haben, bin ich zurück zu selbst gebauter Flämisch Spleiß mit Spectra.
Ich hatte auch mal eine aus Kohlefaser Rovings gebaut. Stoppt Brutal und würde ich nur für sehr leichte Bögen empfehlen - aber sie ist seeehr leicht.