Der Bau eines D-Bogens aus Hartriegel
- Eddie the Archer
- Sr. Member

- Beiträge: 285
- Registriert: 18.03.2014, 11:16
Re: Der Bau eines D-Bogens aus Hartriegel
Ich drücke die Daumen..
Kuck mal unter "Bruchschlagarbeit" für Hartriegel vs. Eibe. DAS ist eigentlich das Maß für Zähigkeit bei dynamischer Belastung (in Kilojoule pro Quadratzentimeter).
Kuck mal unter "Bruchschlagarbeit" für Hartriegel vs. Eibe. DAS ist eigentlich das Maß für Zähigkeit bei dynamischer Belastung (in Kilojoule pro Quadratzentimeter).
- Bogenhannes
- Hero Member

- Beiträge: 1008
- Registriert: 24.03.2013, 15:08
- Hat Dank erhalten: 1 Mal
Re: Der Bau eines D-Bogens aus Hartriegel
Hä? Was meinst du damit. Hat das irgendwelche Auswirkungen? Welche? Wo soll ich "kucken"Eddie the Archer hat geschrieben:Kuck mal unter "Bruchschlagarbeit" für Hartriegel vs. Eibe. DAS ist eigentlich das Maß für Zähigkeit bei dynamischer Belastung (in Kilojoule pro Quadratzentimeter).
Danke schon mal im Voraus...
Grüße
Johannes
Die Richtung eines Pfeils wie auch eines Wortes lässt sich nicht mehr ändern
- Eddie the Archer
- Sr. Member

- Beiträge: 285
- Registriert: 18.03.2014, 11:16
Re: Der Bau eines D-Bogens aus Hartriegel
Wenn Du die Holzeigenschaften vergleichen willst, hinsichtlich Zähigkeit und Eignung für den Bau bestimmter Bogenformen, ist das ein gutes Maß. Hölzer mit ähnlichen Ergebnissen für die Bruchschlagarbeit können auch ähnlich verbaut werden. Eibe und Goldregen sind da z.B. recht nah beieinander. Du willst ja Hartriegel analog Eibe verbauen.
Kuckstu hier: http://e-collection.library.ethz.ch/ese ... 981-01.pdf
Und hier die Tabelle...kann sein, dass sie nur schlecht zu erkennen ist. Leider ist Hartriegel dort nicht drin, dafür ein paar andere Hölzer.. Im Schlagbiegeversuch wird ein (Holz-) Stab mit dem Schlag eines Pendelhammers belastet, das Holz reagiert also im Gegensatz zum Biegeversuch auf kurzzeitig eingetragene mechanische Energie. In etwa(!) vergleichbar mit einem Bogen beim Schuß, nur dass beim Schuß eben mechanische Energie in kinetische Energie umgewandelt wird und nicht umgekehrt wie beim Schlagbiegeversuch.
Kuckstu hier: http://e-collection.library.ethz.ch/ese ... 981-01.pdf
Und hier die Tabelle...kann sein, dass sie nur schlecht zu erkennen ist. Leider ist Hartriegel dort nicht drin, dafür ein paar andere Hölzer.. Im Schlagbiegeversuch wird ein (Holz-) Stab mit dem Schlag eines Pendelhammers belastet, das Holz reagiert also im Gegensatz zum Biegeversuch auf kurzzeitig eingetragene mechanische Energie. In etwa(!) vergleichbar mit einem Bogen beim Schuß, nur dass beim Schuß eben mechanische Energie in kinetische Energie umgewandelt wird und nicht umgekehrt wie beim Schlagbiegeversuch.
- Galighenna
- Forenlegende

- Beiträge: 8836
- Registriert: 19.07.2004, 21:59
Re: Der Bau eines D-Bogens aus Hartriegel
Leider hat es deinen Link zerlegt.
Links bitte immer mit dem url-Tag umgeben:
oder
Links bitte immer mit dem url-Tag umgeben:
Code: Alles auswählen
[url]http://mein-link.de[/url]Code: Alles auswählen
[url=http://mein-link.de]Mein Linktext[/url]Übel übel sprach der Dübel,
als er elegant und entspannt
in der harten Wand verschwand
Wer das Forum unterstützen möchte, möge auf den Paypal-Button klicken, oder einen der Moderatoren um die Kontodaten bitten ;)
als er elegant und entspannt
in der harten Wand verschwand
Wer das Forum unterstützen möchte, möge auf den Paypal-Button klicken, oder einen der Moderatoren um die Kontodaten bitten ;)
- Bogenhannes
- Hero Member

- Beiträge: 1008
- Registriert: 24.03.2013, 15:08
- Hat Dank erhalten: 1 Mal
Re: Der Bau eines D-Bogens aus Hartriegel
Sorry, aber ich kann auch auf der Grafik nichts wirklich erkennen. Kannst du vielleicht nochmal einen Versuch starten?

Die Richtung eines Pfeils wie auch eines Wortes lässt sich nicht mehr ändern
- Eddie the Archer
- Sr. Member

- Beiträge: 285
- Registriert: 18.03.2014, 11:16
Re: Der Bau eines D-Bogens aus Hartriegel
Sorry, stimmt, Link geht nicht..
Am besten Ihr googelt es mal selbst, steht viel wissenwertes über Holz drin, ma kann sich das als pdf.-File runterladen, besagte Tabelle ist auch drin:
Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH)
HOLZPHYSIK
(Skript zur Vorlesung)
Teil 1: Einführung
Teil 2: Anatomie und Chemie des Holzes und der Holzwerkstoffe
Teil 3: Physik des Holzes und der Holzwerkstoffe
Teil 4: Einführung in die Grundlagen der Holzbe- und -verarbeitung
Prof. Dr. Ing. habil. Peter Niemz
Institut für Baustoffe
Unter Mitarbeit eines Autorenkollektivs des IfB (Holzphysik)
September 2006
Am besten Ihr googelt es mal selbst, steht viel wissenwertes über Holz drin, ma kann sich das als pdf.-File runterladen, besagte Tabelle ist auch drin:
Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH)
HOLZPHYSIK
(Skript zur Vorlesung)
Teil 1: Einführung
Teil 2: Anatomie und Chemie des Holzes und der Holzwerkstoffe
Teil 3: Physik des Holzes und der Holzwerkstoffe
Teil 4: Einführung in die Grundlagen der Holzbe- und -verarbeitung
Prof. Dr. Ing. habil. Peter Niemz
Institut für Baustoffe
Unter Mitarbeit eines Autorenkollektivs des IfB (Holzphysik)
September 2006
- Eddie the Archer
- Sr. Member

- Beiträge: 285
- Registriert: 18.03.2014, 11:16
Re: Der Bau eines D-Bogens aus Hartriegel
Also einfach "peter niemz holzphysik" googlen, der zweite Link isses, ich poste ihn nochmal, vielleicht haut´s ja hin:
http://e-collection.library.ethz.ch/view/eth:28981
Dann das .pdf anklicken. Auf den ETH-Seiten gibts auch ne Datenbank Holz, man kann sich da als Gast anmelden. Alle, was man über Materialkennwerte wissen kann, für (fast) alle Holzarten.
http://e-collection.library.ethz.ch/view/eth:28981
Dann das .pdf anklicken. Auf den ETH-Seiten gibts auch ne Datenbank Holz, man kann sich da als Gast anmelden. Alle, was man über Materialkennwerte wissen kann, für (fast) alle Holzarten.
- Eddie the Archer
- Sr. Member

- Beiträge: 285
- Registriert: 18.03.2014, 11:16
Re: Der Bau eines D-Bogens aus Hartriegel
Und noch ein Nachtrag: Warum Schweiz?
M.E. sind die ETH´ler bei dem Thema , ganz weit vorne, es gibt kurze knackige Infos auf den Punkt, ohne großes Geschwurbel. das ist gerade dann interessant, wenn man "Nicht-Techniker" ist.
Ich bin bei meiner Suche nach Eiben daruf gekommen. Allein in den Wäldern um Zürich gibt´s so ca. 70.000 Eiben, ein El Dorado verglichen mit D, die Bäume stehen nicht wie hier unter Schutz und werden auch genutzt, d.h. mit ein bisschen Recherche findet man Förster, die gute, gerade und bogentaugliche Stämme verkaufen, bzw. bei der Beschaffung helfen.
Der Grund für die Vielzahl an Eiben ist übrigens die starke Bejagung von Rot- und Rehwild in der Schweiz, die Bambis knabbern eben gerne an kleinen Eiben rum, deswegen gibts bei uns kaum noch welche, mit dem massenhaften Eiben-Import von vor 500 Jahren nach UK hat das eher wenig zu tun, sooo lange brauchen die Bäume auch nicht zum wachsen..;-)
M.E. sind die ETH´ler bei dem Thema , ganz weit vorne, es gibt kurze knackige Infos auf den Punkt, ohne großes Geschwurbel. das ist gerade dann interessant, wenn man "Nicht-Techniker" ist.
Ich bin bei meiner Suche nach Eiben daruf gekommen. Allein in den Wäldern um Zürich gibt´s so ca. 70.000 Eiben, ein El Dorado verglichen mit D, die Bäume stehen nicht wie hier unter Schutz und werden auch genutzt, d.h. mit ein bisschen Recherche findet man Förster, die gute, gerade und bogentaugliche Stämme verkaufen, bzw. bei der Beschaffung helfen.
Der Grund für die Vielzahl an Eiben ist übrigens die starke Bejagung von Rot- und Rehwild in der Schweiz, die Bambis knabbern eben gerne an kleinen Eiben rum, deswegen gibts bei uns kaum noch welche, mit dem massenhaften Eiben-Import von vor 500 Jahren nach UK hat das eher wenig zu tun, sooo lange brauchen die Bäume auch nicht zum wachsen..;-)
- Bogenhannes
- Hero Member

- Beiträge: 1008
- Registriert: 24.03.2013, 15:08
- Hat Dank erhalten: 1 Mal
Re: Der Bau eines D-Bogens aus Hartriegel
Also der Vollauszug bei 28" ist nun erreicht...ich habe ab 20" jeden Zoll 100mal ausgezogen, geschwitzt und jedesmal überprüft. Aber alles in Ordnung. Die recurveartige Welle rechts streckt sich zwar mit, aber sie beeinflusst das Biegeverhalten schon ganz schön stark. Ist an manchen Stellen im jetzt oberen WA 1cm Unterschied beim Sehnenabstand. Bin am Überlegen, ob ich da noch mal bisschen ran gehe um die Biegung insgesamt zu entspannen.
Ganz schön heftiges Teil, dafür dass es so schmal und dünn ist. Ich denke die Eigenschaften von Hartriegel sind hier knapp an der Grenze...
Set hatte der "nun doch Bogen" nach dem Abspann ganze 3cm, also etwas mehr als einen Zoll. Bilder am Tillerbaum wollte ich nicht machen um den "Bogen" nicht zu überspannen
Aber Fotos vom Vollauszug folgen wohl am Wochenende. Danke Eddie für die Infos.
Werde aber erst mal den Bogen wieder Einschiessen, damit man dann auch wirklich behaupten kann, dass es geklappt hat. Getillert habe ich garnicht mehr...nur noch ausgezogen. Denk mal das lag an der peniblen Vorarbeit und am Setzen des Holzes über Nacht.
Viele Grüße
Johannes
Ganz schön heftiges Teil, dafür dass es so schmal und dünn ist. Ich denke die Eigenschaften von Hartriegel sind hier knapp an der Grenze...
Set hatte der "nun doch Bogen" nach dem Abspann ganze 3cm, also etwas mehr als einen Zoll. Bilder am Tillerbaum wollte ich nicht machen um den "Bogen" nicht zu überspannen
Aber Fotos vom Vollauszug folgen wohl am Wochenende. Danke Eddie für die Infos.
Werde aber erst mal den Bogen wieder Einschiessen, damit man dann auch wirklich behaupten kann, dass es geklappt hat. Getillert habe ich garnicht mehr...nur noch ausgezogen. Denk mal das lag an der peniblen Vorarbeit und am Setzen des Holzes über Nacht.
Viele Grüße
Johannes
Die Richtung eines Pfeils wie auch eines Wortes lässt sich nicht mehr ändern
- Bogenhannes
- Hero Member

- Beiträge: 1008
- Registriert: 24.03.2013, 15:08
- Hat Dank erhalten: 1 Mal
Re: Der Bau eines D-Bogens aus Hartriegel
Tja, noch immer keine Vollauszugfotos...aber geschossen habe ich. Ist aber noch nicht mal über die fünfzig Schuss hinaus.
Keine Zeit
Stattdessen nochmal eine kleine Spielerei mit Gimp: und ein weiterer Bogen aus Hartriegel...1m lang und eigentlich für ein dreijähriges Kind. Ist natürlich viel zu stark. Muss noch mal nachmessen...schätzungsweise an die 25lb Der Nullset diese Bogens sagt eigentlich alles über die Qualität von Hartriegel...
PS: Der D-Bogen hat ein paar Stunden nach dem Abspannen einen Set von 2cm.
Viele Grüße
Johannes
Keine Zeit
Stattdessen nochmal eine kleine Spielerei mit Gimp: und ein weiterer Bogen aus Hartriegel...1m lang und eigentlich für ein dreijähriges Kind. Ist natürlich viel zu stark. Muss noch mal nachmessen...schätzungsweise an die 25lb Der Nullset diese Bogens sagt eigentlich alles über die Qualität von Hartriegel...
PS: Der D-Bogen hat ein paar Stunden nach dem Abspannen einen Set von 2cm.
Viele Grüße
Johannes
Die Richtung eines Pfeils wie auch eines Wortes lässt sich nicht mehr ändern
- Bogenhannes
- Hero Member

- Beiträge: 1008
- Registriert: 24.03.2013, 15:08
- Hat Dank erhalten: 1 Mal
Re: Der Bau eines D-Bogens aus Hartriegel
So geschafft,
Der Bogen ist eingeschossen. Ist ÜBERHAUPT nicht fehlerverzeihend...leider habe ich schon drei Nocken zerschrotet. Muß mir wieder angewöhnen Wicklungen machen. Die Flugbahn ist schön gerade.
Ist schon fast gefinished außer dem Rücken...
Zuggewicht: 70lb
Masse: 540g
maximale Tiefe: 2,3cm
max. Breite: 3,4cm
an den Enden: 1cm Höhe und Breite
Werde später noch ein Foto vom Bauplan hochladen, aber das hier ist GANZ gewöhnlicher Hartriegel. Das hier lässt sich also bauen.
Auf der anderen Seite...weiter als 2,3cm Tiefe zu gehen wäre möglicherweise zu riskant. Das würde ich zuhause im privaten Kämmerchen ausprobieren, wenn überhaupt.
Der Bogen ist eingeschossen. Ist ÜBERHAUPT nicht fehlerverzeihend...leider habe ich schon drei Nocken zerschrotet. Muß mir wieder angewöhnen Wicklungen machen. Die Flugbahn ist schön gerade.
Ist schon fast gefinished außer dem Rücken...
Zuggewicht: 70lb
Masse: 540g
maximale Tiefe: 2,3cm
max. Breite: 3,4cm
an den Enden: 1cm Höhe und Breite
Werde später noch ein Foto vom Bauplan hochladen, aber das hier ist GANZ gewöhnlicher Hartriegel. Das hier lässt sich also bauen.
Auf der anderen Seite...weiter als 2,3cm Tiefe zu gehen wäre möglicherweise zu riskant. Das würde ich zuhause im privaten Kämmerchen ausprobieren, wenn überhaupt.
Die Richtung eines Pfeils wie auch eines Wortes lässt sich nicht mehr ändern
- Heidjer
- Global Moderator

- Beiträge: 6893
- Registriert: 16.08.2006, 22:00
- Hat gedankt: 16 Mal
- Hat Dank erhalten: 12 Mal
Re: Der Bau eines D-Bogens aus Hartriegel
Der Bogen ist Dir doch toll gelungen und es zeigt sich hier, das man auf die Holzeigenschaften ein wenig eingehen sollte.
So hast Du einen Bogen der vermutlich lange hält und die Pfeile dennoch schnell raushaut. So wie ich den Tiller sehe, sind da auch noch 1" bis 2" Auszug mehr drin, wie auf den Fotos.
Gruß Dirk
So hast Du einen Bogen der vermutlich lange hält und die Pfeile dennoch schnell raushaut. So wie ich den Tiller sehe, sind da auch noch 1" bis 2" Auszug mehr drin, wie auf den Fotos.
Gruß Dirk
Ein Pfeil, den Schaft gemacht aus der Pflanzen hölzern Teil, versehen mit eines Vogels Federn und einer Spitze, aus der Erde Mineral, wird von der Natur gern zurückgenommen.
- Bogenhannes
- Hero Member

- Beiträge: 1008
- Registriert: 24.03.2013, 15:08
- Hat Dank erhalten: 1 Mal
Re: Der Bau eines D-Bogens aus Hartriegel
Ausgehend von der Fragestellung, ob jedes Holz sich bei gleicher Abmessung auch gleich biegt, bin ich zur Antwort gekommen: Nein.
Warum? Weil unterschiedliches Holz auch unterschiedliche Eigenschaften hat, die man unbedingt beachten sollte, wenn man einen funktionierenden Bogen bauen will.
Als ich mit diesem Bogen angefangen habe, hatte ich so was schon im Kopf. Danke an alle, die mir hilfreiche Hinweise gegeben haben und diesen Thread durch ihr Wissen bereichert haben. Auf diese Weise ist tatsächlich ein D-Bogen aus Hartriegel zustande gekommen.
Das Schussverhalten des Bogens und der niedrige Set des Bogens geben Hinweise, wie druckstark(nicht drucktolerant) das Holz ist . Würde man den Bogen tiefer bauen, wäre er noch viel stärker geworden, aber das Holz des Bogenbauches hätte sich selbst zerdrückt oder der Rücken zerrissen und der Bogen hätte ein kurzes Leben gehabt.
Wollte man einen stärkeren Bogen bauen, müsste man noch breiter bauen. Z.B. von 3,8cm ab Mitte ausgehend und vielleicht etwas länger bauen, wenn man einen entsprechenden Stave hat.
Wobei man auch sagen muss, dass der Bogenbauch sich ohnehin schon sehr stark gesetzt hat und das Holz ganz schön was wegsteckt, wenn man den ungesetzten Stave mit dem jetzt gesetzten Bogenbauch vergleicht. Dabei muss man natürlich auch die zusätzliche Belastung im Vollauszug im Kopf behalten. Hier zur Verdeutlichung:
Abschließend noch meine Abmessung, dabei ist vor allem der Breitentaper im Mittenbereich wichtig. Ohne diesen hätte der Bogen sich nicht zufrieden stellend gebogen. Wie schon gesagt, man kann komfortabler bauen, wenn man mehr Breite in der Mitte hat. @Dirk: die 1-2“ werde ich noch mal ausprobieren. Ich habe sowieso den Eindruck ich zieh gerne lang aus. Bin 182cm groß und habe lange Arme…
Falls mir noch etwas einfällt ergänze ich noch.
Ansonsten gibt es jetzt das
Finish…
Warum? Weil unterschiedliches Holz auch unterschiedliche Eigenschaften hat, die man unbedingt beachten sollte, wenn man einen funktionierenden Bogen bauen will.
Als ich mit diesem Bogen angefangen habe, hatte ich so was schon im Kopf. Danke an alle, die mir hilfreiche Hinweise gegeben haben und diesen Thread durch ihr Wissen bereichert haben. Auf diese Weise ist tatsächlich ein D-Bogen aus Hartriegel zustande gekommen.
Das Schussverhalten des Bogens und der niedrige Set des Bogens geben Hinweise, wie druckstark(nicht drucktolerant) das Holz ist . Würde man den Bogen tiefer bauen, wäre er noch viel stärker geworden, aber das Holz des Bogenbauches hätte sich selbst zerdrückt oder der Rücken zerrissen und der Bogen hätte ein kurzes Leben gehabt.
Wollte man einen stärkeren Bogen bauen, müsste man noch breiter bauen. Z.B. von 3,8cm ab Mitte ausgehend und vielleicht etwas länger bauen, wenn man einen entsprechenden Stave hat.
Wobei man auch sagen muss, dass der Bogenbauch sich ohnehin schon sehr stark gesetzt hat und das Holz ganz schön was wegsteckt, wenn man den ungesetzten Stave mit dem jetzt gesetzten Bogenbauch vergleicht. Dabei muss man natürlich auch die zusätzliche Belastung im Vollauszug im Kopf behalten. Hier zur Verdeutlichung:
Abschließend noch meine Abmessung, dabei ist vor allem der Breitentaper im Mittenbereich wichtig. Ohne diesen hätte der Bogen sich nicht zufrieden stellend gebogen. Wie schon gesagt, man kann komfortabler bauen, wenn man mehr Breite in der Mitte hat. @Dirk: die 1-2“ werde ich noch mal ausprobieren. Ich habe sowieso den Eindruck ich zieh gerne lang aus. Bin 182cm groß und habe lange Arme…
Falls mir noch etwas einfällt ergänze ich noch.
Ansonsten gibt es jetzt das
Finish…
Die Richtung eines Pfeils wie auch eines Wortes lässt sich nicht mehr ändern
- Bogenhannes
- Hero Member

- Beiträge: 1008
- Registriert: 24.03.2013, 15:08
- Hat Dank erhalten: 1 Mal
Re: Der Bau eines D-Bogens aus Hartriegel
Noch eine Anmerkung ist mir heute abend beim finishen aufgefallen: Der Bogenrücken ist NICHT spannrückig, so wie man das normalerweise von Hartriegel kennt. Der Rücken weist zwar einige Knötchen auf, ist aber insgesamt recht gleichmäßig. Ich denke, dass hat auch zum Gelingen beigetragen.
Der Sapling hatte etwas weniger als 10cm Durchmesser und war kerzengerade...ein Traum. Ich brauch noch mehr davon
Der Sapling hatte etwas weniger als 10cm Durchmesser und war kerzengerade...ein Traum. Ich brauch noch mehr davon
Die Richtung eines Pfeils wie auch eines Wortes lässt sich nicht mehr ändern