nachdem ich letzte Woche meinen ersten Bogen für meinen Sohn fertiggestellt hatte, wollte ich noch einen für mich bauen.
Angespornt von dem Erfolg des ersten Bogens begann ich zügig den Zweiten zu bauen. Anfangs überlegte ich, ob ich den Haselast überhaupt verwende, weil dieser relativ krumm gewachsen war.
Na ja, ich dachte egal, einfach anfangen und wenn es nichts wird, geht der Bogen halt in den Ofen.
Letzte Woche Samstag begann ich nach dreiwöchiger Trockenzeit den Haselast zu bearbeiten und hatte den Bodentiller sowie die ersten Biegeübungen auf dem Tillerstock fertig. Das Problem zu diesem Zeitpunkt war, das die Tillersehne ca. 2cm am Griff vorbei ging. Zum Feierabend legte ich den „Rohling“ ins Regal bis heute.
Zu meinem erstaunen stellte ich heute fest, dass sich der Rohling doch etwas verändert hatte. Der obere Wurfarm hatte eine Wölbung bekommen. Der untere Wurfarm hat sich leicht in die richtige Richtung gedreht, was ich positiv sah, denn nun läuft die Bogensehne ziemlich genau auf der linken Seite (da wo auch meine Pfeile anliegen) des Bogengriffs vorbei.
Dann begann ich an zu tillern und wäre beinahe „abgetillert“ dabei.
Der obere Wurfarm bereitete mir von Anfang an Probleme. Ich konnte machen was ich wollte, ich bekam es nicht hin. Bei dem unteren Wurfarm bin ich ganz zufrieden mit dem Ergebnis.
Ich weiß nicht genau was ich falsch gemacht habe, vielleicht hätte ich mit dem trocknen des Haselzweiges länger warten sollen. Oder einfach einen geraden Ast von Anfang an nehmen, oder, oder, oder........
Das komische ist, ich habe heute mit dem Bogen ca. 30 Pfeile geschossen und fast alle waren im Ziel und ich fand, der Bogen schießt gut, soweit ich das als Newbie beurteilen kann.
Ich werde den Bogen nicht in den Ofen stecken, sondern solange damit schießen wie er schießt. Ich verbuche die Sache als Erfahrung und hoffe der nächste Bogen wird besser.
Gruß Rissi
Holz: Hasel
Länge: 1,80m
Standhöhe: 16 cm
Vollauszug : 28 Zoll
Nach dem Bodentiller / Standhöhe Null

Erster Auszug

Eine Woche später




